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THEMA: Polaritätsproblem in den Stromkreisen

THEMA: Polaritätsproblem in den Stromkreisen
Startbeitrag
Bubi0719 - 30.09.21 11:10
Hallo und guten Tag,
mein heutiges Problem liegt zwischen zwei Weichen, die sich in der zweispurigen Hauptstrecke befinden.
Konkret handelt es sich um zwei voneinander getrennten Strecken, die parallel verlaufen und nicht miteinander verbunden sind. Um aber von der einen auf die andere Stecke wechseln zu können, habe ich zwei Weichen eingebaut. Die Weichen sind zwar isoliert eingebaut, aber nach dem Einbau wurde deutlich, dass dann beim Überfahren ein Kurzschluss entsteht. Die Strecken sind wie gesagt gegenläufig und haben in Fahrtrichtung rechts den Plusanschluss.
Ja, ich weiß, zerhackter Wechselstrom, aber fährt die Lok mit Plus rechts über die Weiche, hat sie auf der anderen Strecke Minus  rechts anliegen. Also Kurzschluss!
Ich steh jetzt etwas auf dem Schlauch, da ich Mechaniker bin und kein Elektriker/Elektroniker.
Hab da beim Baubeginn wohl nen grundlegenden Fehler eingebaut.
Ist es sinnvoll, mal einfach ausgedrückt, an einer Strecke durch Umverdrahtung die Polarität zu wechseln?
Gibts vllt. ne andere und auch bessere Lösung?
Wäre nett, wenn sich einer findet mit einer einfachen praktikablen Lösung.

LG Hans-Jürgen

Würde das Problem nicht mit einem einfachen Kehrschleifenmodul gelöst werden ? Also, falls beide "Kreise" wirklich komplett getrennt sind) ?
Trennung (Modul) zwischen den Weichen...
Gruß
Gert

Ok, nachgedacht...das Problem wären dann die Einspeisungen...geht nicht !?



Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: Bubi0719

Die Strecken sind wie gesagt gegenläufig und haben in Fahrtrichtung rechts den Plusanschluss. Ja, ich weiß, zerhackter Wechselstrom, aber fährt die Lok mit Plus rechts über die Weiche, hat sie auf der anderen Strecke Minus  rechts anliegen. Also Kurzschluss!



Hallo Hans-Jürgen,

in Spur N fahren wir im Analogbetrieb im Regelfall mit Gleichstrom. Wenn es so ist wie du schilderst dann musst du Regler der beiden Trafos nicht in die gleiche Richtung stellen sondern den einen nach rechts und den anderen nach links drehen. Dann sollte es beim überfahren zu keinen Problemen kommen (höchsten zu einem Geschwindigkeitsunterschied wenn die Trafos nicht auf gleicher Höhe stehen) .

Grüße
Markus
Hallo Hans-Jürgen,

für eine gute Beratung solltest Du einige Informationen mitliefern...
Nur aus der Nebenbemerkung "zerhakter Wechselstrom" schließe ich mal auf "Digital", welches System Du verwendest, verrätst Du uns aber leider nicht.
Ein (vollständiger) Gleisplan wäre auch recht hilfreich (zur Not tut es auch ein Foto aus der Vogelperspektive), denn aus Deiner Beschreibung _kann_ man zwar auf zwei (ineinanderligender Oval-)Strecken schließen, aber sicher ist das nicht.

Ich wage mal "einen Schuß ins Blaue":
Vorausgesetzt, Du fährst Digital auf zwei durch eine Weichenkombination verbundenen Kreisen -- dann sollten _alle_ Gleisanschlüsse gleich gepolt sein. Also alle Aussenschienen beider Kreise Pol1, alle Innenschienen beider Gleise Pol2.

Vielleicht hilft das schon weiter?

Viele Grüße
Michael
Hallo Hans-Jürgen,

ich nehme mal an, dass Du im 2-Leiter-System zu Hause bist, und ich nehme mal an, digital. Dann kann Dein System so nicht funktionieren, und da hilft auch kein Kehrschleifenmodul. Was Du machen musst, ist wie folgt: Im Bahnhofsbereich, wo Du durch Weichen Querverbindungen machst, müssen die Gleise gleiche Polarität haben. Und links und/oder recht davon brauchst Du dann ein Gleis, das länger ist, als der längste Zug, und das Du beidseitig komplett isolierst und dann mit einem Kehrschleifenmodul anschließt. Das schaltet dann die Polarität um, wenn eine Lok drüber fährt.

Wenn Du mal einen Gleisplan zeigst, kann man das etwas besser präzisieren.

Grüße

Oliver
Hallo,

da der Thread unter "digital" läuft, gehe ich von einer Digitalanlage aus.

Grundsätzlicher Fehler: Man braucht für zwei getrennten Strecken keine getrennten Stromkreise.
An der Gleisverbindung: Wenn es nur die eine Verbindung gibt, muss eine der beiden Strecken lediglich "umgepolt" werden, danach sollte es funktionieren. Also die beiden Anschlüsse vertauschen.

Grüße
Zwengelmann
Die beiden Weichen müssen voneinander komplett getrennt sein und beim wechsel auch beide in richtiger Pos. stehen, dann sollte es kein Kurzschluss geben.
Bild dient nur als Beispiel.

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Hi!
Versorge einfach Deine 2 "Strecken" und sorge dafür daß die Polarität an der Stelle der Weichenverbindung korrekt ist. Mehr ist nicht zu tun.

Kehrschleifenmodul brauchst Du nur, wenn es eine 2. Stelle gibt an der die beiden Bahnteile zueinander in Verbindung stehen und diese aufgrund des Gleisplans umgekehrt gepolt wären. Du schreibst das ist bei Dir nicht der Fall. Daher hast da auch keinen Ärger zu erwarten
-AH-
@ Arnold_Huebsch #7

Die Frage ist: gibt es nur eine Spannungsquelle - oder deren zwei? Das schreibt der TO leider nicht. Bei Letzterem wird es möglicherweise auch nicht so einfach sein, wenn die beiden (digitalen?) Signale nicht parallel arbeiten.

Somit präferiere auch ich jene Stimmen, die mal mehr Informationen einfordern.

Bei einer Versorgung mit nur einer Zentrale allerdings pflichte ich Dir bei; dann reicht, eine der beiden Anlagenteile einfach umzupolen.

Herby
Hallo,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name: Das ist der Knackpunkt

Die Strecken sind wie gesagt gegenläufig und haben in Fahrtrichtung rechts den Plusanschluss.


Bei gegenläufigen Strecken ist im Digitalbetrieb kein Gleiswechsel möglich. Ein Stück rund um eine der beiden Weichen muss 2-polig abgetrennt und mit einem Kehrschleifenmodul gespeist werden.

Grüße, Peter W.
Warum sollen bei Digitalbetrieb die beiden Strecken gegensinnig gepolt sein (+ - - +)?
Diese Variante ist ja nur im Analogbetrieb sinnvoll wo die Fahrtrichtung durch die Polarität bestimmt wird und man auf den 2 Strecken in gegensinniger Richtung fahren will. Und selbst dann müsste man, wenn man über die Weichenverbindung einen Zug von einer Strecke auf die andere wechseln lassen möchte die Gleise gleich polen (+ - + -).

Diese Variante ist auch bei Digitalbetrieb generell die sinnvollere, und löst alle Probleme ganz ohne Kehrschleifenmodul, Umpolen, Trennstellen usw.

LG Didi
Zitat - Antwort-Nr.: 9 | Name: Peter W.

Bei gegenläufigen Strecken ist im Digitalbetrieb kein Gleiswechsel möglich. Ein Stück rund um eine der beiden Weichen muss 2-polig abgetrennt und mit einem Kehrschleifenmodul gespeist werden.


Bin überrascht, warum sollte das so sein?

Ganz im Gegentum! Ich habe mehrere Kunden die "Hundeknochen" Anlagen haben, also 2 Strecken die im Normalbetrieb Einbahn in gegensätzliche Richtungen sind. Diese beiden Strecken haben Weichenverbindungen innerhalb von Bahnhöfen. Das ist ja das "geile" an der Digitaltechnik daß man von der Richtungsbindung des Gleises weg kommt, außer man macht wirklich viel falsch. Die Modelle wissen von solchen Problemen nichts und fahren hurtig auch am "falschen" Gleis herum. Die "Knochenenden" sind natürlich Kehrschleifen, nur damit das auch festgehalten ist.

Einer der sinnstiftenden Eigenschaften der Digitaltechnik ist, daß man im Gleis keine Richtungsinfo hat sondern die Richtung in der Lok "entsteht". Vorwärts im Befehl ist immer vorwärts von der Lok aus gesehen. Ganz tiefschürfend kann der Decoder feststellen in welcher Richtung er am Gleis steht siehe "Ost/West- Vorschlag" von ZIMO. Das führt hier aber zu weit, war nicht gefragt.

Also zum UP zurück: einfach beide Anlagenteile aus der Zentrale versorgen, falls die Anlage wirklich sehr sehr groß ist einen Booster nutzen und Freude haben.
-AH-
Hi

ich lese: "Konkret handelt es sich um zwei voneinander getrennten Strecken, die parallel verlaufen und nicht miteinander verbunden sind. "

"Zerhackter Wechselstrom" übersetze ich mit: "fährt digital"

Wenns dann einen Kurzschluss an der Verbindung gibt einfach eine der beiden Strecken umpolen und fertig - oder?

Aber in der Tat - wenns nicht eine zu große Anlage ist - warum trennen?
Hallo,

gegenläufige Strecken mit umgekehrter Polarität bedeutet ja wohl dass die irgendwo mit einem Halbkreis verbunden sind. Das ist die klassische Analog Schaltung.

Also entweder die Strecke gleichläufig polen und eine Kehrschleifenschaltung in den Radius bauen oder wenn es nur genau 1 Weichenverbindung gibt, diese mit einem Kehrschleifengerät automatisch umpolen lassen.

Eine bessere Beratung wäre möglich, wenn ein Gleisplan oder ein Foto von der Anlage vorhanden wäre. Dann kann man beurteilen ob es sich um eine Hundeknochen Anlage oder eine spezielle Gleiskonfiguration handelt.

Grüße, Peter W
Hallo,
sorry wenn die erste Vorstellung mißverständlich war.
Also, die Anlage ist digital mit einer Lenz LZV100.
Auf der anhängenden Skizze habe ich vereinfacht versucht, das Problem darzustellen. Es kommen an den Weichen die beiden Polaritäten gegenläufig an. Heißt, Blau stößt an Rot und Rot an Blau.
Vllt. ist es ja die einfachste Lösung eine Strecke umzupolen. Sind zwar Gleise auf ca. 7m²verteilt, aber noch nicht alles ist verkabelt.

LG Hans-Jürgen

Die von Bubi0719 zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hallo Hans-Jürgen,

ja, wenn es machbar ist, pole parallele Gleise gleich, dann funktioniert es auch mit den Weichen. Wenn Du dahinter eine Umkehrschleife hast, beachte dass dann dort gegensätzliche Polungen aufeinander treffen.

Grüße, Peter W
Hallo Hans-Jürgen,

bitte such doch mal im Forum nach "digitalem Hundeknochen" und verwandten Themen. Ist schon mindestens 100 mal abgehandelt worden. Das hört sich alles an, als ob Du einen Bahnhof oder ähnliches hast, der auf beiden Seiten an einen Kreis angebunden ist, sodass Du Deien Züge beim Kreisen beobachten kannst.

Ansonsten immer darauf achten, dass nur gleiche Pole aufeinander treffen! Sonst kannst Du die Trennstelllen nicht überfahren.

Grüssle aus dem Schwabenländle

Bernhard
Zitat - Antwort-Nr.: 14 | Name:

sorry wenn die erste Vorstellung mißverständlich war.


... und viel klarer ist es mit der Skizze nun auch nicht (wie eine Gleisverbindung mit 2 Weichen denn aussieht ist den meisten hier vermutlich bekannt).

Die Frage ist vielmehr und wiederholt WARUM du die beiden Strecken gegensinnig gepolt hast: + - - +, bzw. rot-blau blau- rot in deiner Skizze.
Ist es vielleicht weil es bei Analogbetrieb so üblich war/ist um Züge im Gegenverkehr fahren zu lassen?
Oder ist es so weil die Strecken einen sog. Hundeknochen - also mit Kehrschleifen an den Enden - bilden und es sich damit so ergibt?
Oder...?
Je nachdem führen jeweils andere Maßnahmen zur Lösung.

LG Didi
Hallo Hans Jürgen,

es gibt eine Lösung ohne Kehrschleifen und Umbau der ganzen Anlage
Du musst eine der beiden Weichen und das Gleis vor der Weiche in Zuglänge beidseitig isolieren und über ein Relais umpolen.
Der Zug fährt in diesen Abschnitt = Block ein und erst jetzt wird die Weiche auf abbiegen geschaltet und das Relais zieht an und polt den Abschnitt um.
Dieses kannst du manuell machen oder automatisieren mit der Moba-SW

gruss Hartmut
Kann sein, dass da einiges aus der Analogzeit reingespielt hat.

Die Polung ergab sich aus zwei Kreisen mit Gegenverkehr und jeweils Polung Rot auf der rechten Seite. Dann kommts zum dargestellten Problem in der Skizze.

Werde die eine Strecke umpolen. Damit dürfte das Problem erledigt sein.

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

LG Hans-Jürgen


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