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THEMA: Minitrix 144 mit "Rallystreifen"

THEMA: Minitrix 144 mit "Rallystreifen"
Startbeitrag
Barbara - 19.09.21 22:32
Hallo zusammen,

als ich vor einiger Zeit mal wieder ein schon sehr altes Modell der 144 von Minitrix in die Hand nahm, entschloss ich mich spontan zu einer „Wiederbelebung“.
Die Lok besitze ich schon seit meiner Jugendzeit und man kann sich vorstellen, dass dieses Modell schon einiges über sich hat ergehen lassen. Auch von meinen anfänglichen Patinierungsversuchen blieb das Modell nicht verschont.
Bei meinen Überlegungen spielte also die Frage eine Rolle, ob das z.T. mit Kunstharzlack und Pinselstrichen überzogene Gehäuse überhaupt noch zu retten war. Genau das reizte mich aber und war gleichzeitig eine ziemliche Herausforderung.
Deshalb suchte ich mir zunächst ein Vorbild mit glatten Seitenwänden. Es sollte die 144 091-6 sein, zumal diese Lok auch über den charakteristischen „Rally- oder auch Hochwasserstreifen“ des ehem. Bw München-Ost verfügte.

Die Seitenwände des Modells wurden also vorsichtig geglättet und die Vertiefungen für die Wartungsklappe auf der „Maschinenraumseite“ zog ich anschließend wieder nach. Neben einer kompletten Neulackierung nebst dem weißen Zierstreifen ersetzte ich auch die komplette Dachausrüstung und verschloss die Öffnung für den Oberleitungsumschalter.
Auch die Beschriftung ist komplett neu. Die entsprechenden Decals fertigte mir Herr Nothaft nach meinen Vorgaben an.
Alle Fenster (außer die Stirnfenster) wurden von mir so behandelt, dass sie nun glasklar sind.
Weil der Maschinenraum des Vorbildes in dunkelgrau gehalten ist, wurde das Innere des Modells an den passenden Stellen auch entsprechend lackiert. Eine kleine, aber effektvolle Maßnahme.
Außerdem kann das Lokpersonal nun über ordentliche Leitern den Führerstand erreichen. Das Modell erhielt von mir auch eine authentische Patinierung und die betriebsecht wirkende „Ausbleichung“.

Ausgestattet ist die Lok mit einem Döhler&Haass DH05. Dieser Decoder lässt sich besonders elegant in die Minitrix 144 einbauen, wenn man geringfügige Fräsarbeiten durchführt.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden und finde, dass aus diesem fast hoffnungslosen Fall ein wunderschönes Unikat entstanden ist.

Kleiner Nebeneffekt am Rande:
Sicherheitshalber besorgte ich mir eine baugleiche 144 in der Bucht. Als die Lok hier eintraf, war ich von dem praktisch neuwertigen Zustand völlig überrascht – viel zu schade als Ersatzteilspender. Auch dieses Exemplar habe ich direkt mit einem DH05 versehen und so fahren inzwischen 4 verschiedene Minitrix 144 butterweich im „Raum Regensburg“ – aber nur eine davon mit „Rallystreifen“…

Anbei einige Bilder. Das letzte Foto zeigt den Ausgangszustand.

Bis dahin…
Barbara


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Hallo Barbara,

die sieht wunderbar aus, Gratulation dafür!

Viele Grüße
Andrei
Hallo Barbara,
die hast du wirklich spitzenmäßig hinbekommen. Hut ab !
Gruß
Stephan
Hallo Barbara,

so lange Brawa es nicht schafft die 144 als Bundesbahnlok der Epoche IV heraus zu bringen, so lange müssen wir eben die gute alte Minitrix 144 optimieren. Wie man sieht ist dir das mit deiner schicken 144 sehr gut gelungen. Die Lok wirkt so ausgezeichnet. Die Farben hast du ausgezeichnet getroffen.

Sind das die Aufstiegsleitern von Werner Eichhorn? Die alten Minitrix 144 waren ja noch ohne, erst die überarbeitete 144 in o/b besitzt ja Aufstiegsleitern.

Als ich meine 144 vor vielen Jahren digitalisiert habe gab es noch keine DH05-Decoder und die kleinen SX-Decoder waren noch sehr teuer. Ich habe damals einen preisgünstigen HO-Decoder genommen und dafür die serienmäßige Platine komplett entfernt. Es mussten nur ein paar Kabel eingelötet werden und fertig war der Eigenbau-Platinendecoder

Grüße
Markus

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Hallo zusammen,

vielen Dank - das freut mich!
#3 Markus:
Zu Deiner Frage: Die Aufstiegsleitern sind von Werner Eichhorn, ebenso die Isolatoren für die Dachleitung.
Dein Decoder ist im Vergleich tatsächlich gigantisch - wow, dass Du den dort unterbringen konntest...

Auf die 144 von Brawa warte ich auch seit meiner Bestellung vor einigen Jahren. Mittlerweile habe ich das Brawa-Modell gedanklich abgeschrieben, mag es auch noch so toll sein. Hier überlege ich sogar, ob ich dieses Modell überhaupt noch möchte.
Immer wieder stelle ich fest, dass mich oft die älteren Modelle reizen, denn hier können mit etwas Geschick echte Unikate entstehen. Tatsächlich habe ich dann sehr viel Freude an solchen Modellen. Einige Beispiele dafür sind meine Umbauten Roco 150 mit Arnold-Technik, Arnold 141 mit feiner Dachausrüstung und Neulack, oder die neulich von mir vorgestellte Fleischmann 140 819 mit separat schaltbaren Schlussleuchten. Wie ich finde, ist die Wirkung einer Lok oft gar nicht so sehr von den fast nicht mehr erkennbaren Feinheiten abhängig, sondern eben von der stimmigen Gesamterscheinung. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich deshalb keine Neuentwickungen schätze. Dennoch ist es immer wieder erstaunlich, wie viel Potential in den oft zu Unrecht verschmähten Altmodellen steckt - von der Zuverlässigkeit und dem meistens viel höheren Reibungsgewicht mal ganz abgesehen.
Auch ältere Wagenmodelle sind total interessant: Ein von mir umgebauter Hasenkasten (passend z.B. zur oben erwähnten 140 819), oder ein wunderschöner FC-Wagenzug aus Arnold Modellen - natürlich von mir in entsprechender Güte modifiziert...
Im Falle der Minitrix 144 stimmen die Proportionen und es ist noch immer ein sehr attraktives Modell, wenn man etwas Geschick, Zeit und Geduld investiert. Klar gibt es Abstriche - aber damit kann ich sogar gut leben. Wenn dann auch noch das Anlagenumfeld stimmt, ist die Illusion einer schönen Vorbildsituation auch mit einem älteren Modell perfekt.

Bis dahin...
Barbara


Moin Barbara,

gefällt mir auch ausgezeichnet. Ich habe auch schon eine ältere Mtx-144 auf ähnliche Weise aufgearbeitet, aber an den elfenbeinfarbenen Streifen habe ich mich damals nicht herangetraut. Wie/womit hast Du ihn lackiert? Ich habe in solchen Fällen immer Bedenken und auch schon schlechte Erfahrungen damit machen müssen, daß die Farbe z.B. unter Abklebeband läuft, wenn letzteres über Unebenheiten wie Nieten etc. geklebt wird. Der Rahmen scheint auf Deinen Fotos diesbezüglich nicht unbedingt eben zu sein.

Grüße, Jürgen
Hallo Barbara,

Ich schließe mich meinen Vorrednern an.

Sehr schöne Optik deines Modells.,Farbtöne sind perfekt  getroffen.

Alles steht perfekt zusammen.

Solch Arbeiten gefallen mir immer wieder aufs Neue und motivieren.

Das Erscheinungsbild im Gesamten ist echt super.

Immer wieder bin ich angetan von deiner Farbwahl, dem matten Lack an Lok und Umgebung.


Gruß Andy
Hallo Jürgen,

die 144 habe ich mit Vallejo-Farben per Airbrush lackiert. Den Vallejo-Grünton RAL 6020 stimmte ich aber noch besser ab, so dass es auch wirklich RAL 6020 ist.
Mein erster Farbauftrag war weiß, ohne Abkleben.
Abgeklebt habe ich danach zunächst den weißen und schwarzen Bereich, sodass dann der grüne Farbauftrag erfolgte.
Zum Schluss klebte ich den grünen und weißen Bereich ab und lackierte mit schwarzer Farbe.
Die "Unebenheiten" sind beim Vorbild Scharniere, um die Wartungsklappen auf der Maschinenraumseite (die Seite mit den zwei schmalen Fenstern) abklappen zu können. Auf der sogenannten Gangseite (mit den vier Fenstern) sind keine Wartungsklappen, also keine Scharniere - ergo glatt.

Es ist wichtig, supersorgfältig abzukleben. Auch die Lackierrichtung spielt eine Rolle, ebenso der sehr verhaltene Umgang mit der Farbe. Ansonsten ist die Gefahr sehr groß, dass die Kanten unsauber werden.
Es ist einwenig schwierig, mein dafür entwickeltes Fingerspitzengefühl in Worte zu fassen. Wichtig ist Erfahrung im Umgang mit solchen farblichen Vorhaben - also am besten üben, üben, üben. Dann wird Dir das auch gelingen.

Bis dahin...
Barbara
Hallo Andy,

ganz lieben Dank - ich freue mich, wenn meine Arbeiten gefallen finden.
Für mich sind solche Arbeiten immer eine kleine Erfüllung im Modellbau.

Viele Grüße
Barbara
Hallo Barbara,

mal wieder ein hervorragender Umbau. Insbesondere die Lackierung mit dem Ausbleichen und Altern gefällt mir ausnehmend gut.

Ich an Deiner Stelle würde noch versuchen, ob es gelingt, bündige Fenster einzusetzen. Die sitzen ja beim Vorbild komplett plan in den Fensterrahmen: https://www.railroadpictures.de/bilder/D--/D---DB/144/komprimiert/144-091-1.jpg
Gerade der Unterschied bündig oder zurückliegende Scheiben ist ein Hauptaspekt, der für mich ein Modell veraltet oder passend aussehen lässt. Gerade weil die Fenster ja exakt rechtwinklig sind und keine Abgerundeten Ecken haben, müsste das ganz gut klappen. Entweder die bestehenden Fenster in Form schleifen/schneiden, oder aus transparenten Kunststoffplatten aus dem Bastel/Achritekturbedarf neue schneiden.

Auf dem Bild sieht man auch, das die Gravuren extrem überhöht sind. Leiste und Rahmen heben sich nur ganz leicht ab. Die Seiten fast komplett abzuschleifen und dann die Griffstangen separat anzusetzen wäre mal eine spannende Herausforderung, ist aber vermutlich ohne Beschädigung der Dachkante oder des Rahmens kaum möglich :-D

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Immer wieder stelle ich fest, dass mich oft die älteren Modelle reizen, denn hier können mit etwas Geschick echte Unikate entstehen.


Ich hatte tatsächlich schon den Fall, dass das Wissen um einen Mangel, den ich glaube beheben zu können, ein Modell erst für mich interessant gemacht hat. Allein der Reiz zu gucken, was man da rausholen kann...

Viele Grüße

Dirk
Hallo Dirk,

mit den Fenstern hast Du völlig Recht. Das werde ich demnächst mal probieren, denn ich habe tatsächlich noch einen Extra-Fenstersatz in der Ersatzteilschublade. Auch hatte ich mir überlegt, die Stirnfenster zu modifizieren. Hier spielt natürlich der Lichtleiter dahinter eine Rolle, weshalb die Fenster von Minitrix auch geschwärzt wurden. Mal sehen - im Winter habe ich etwas mehr Zeit.

In der Vergrößerung sind die Überhöhungen der Kanten natürlich enorm. Der Mattlack fängt diesen Effekt zwar optisch einwenig ab, aber hier eine gleichmäßige Verringerung auf mechanischem Wege zu erzielen, wird kaum ohne Unsauberkeiten möglich sein. Sobald aber ein Modell in sich nicht mehr konsistent wirkt, sieht es "gebastelt" aus. Deshalb werde ich die überhöhten Gravuren besser so belassen.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:  
Ich hatte tatsächlich schon den Fall, dass das Wissen um einen Mangel, den ich glaube beheben zu können, ein Modell erst für mich interessant gemacht hat. Allein der Reiz zu gucken, was man da rausholen kann...


Genau das ist der Motivationsschub für das Erschaffen von professionell wirkenden Unikaten älteren Ursprungs.
Mich freut es immer, ein lohnenswertes "Altmodell" in einen auch für heutige Maßstäbe akzeptablen Zustand zu versetzen. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, in anderen Fällen (wie hier die 144) muss für ein schönes Ergebnis schon etwas tiefergehend agiert werden. Alte Modelle mit Potetial bereiten mir wirklich Freude.

Viele Grüße
Barbara
Hallo Barbara,
eine super Arbeit!!!

LG
Bernd
Moin Barbara,

nun hast du es, nach dem Umbau 150, wiedermal geschafft, mich anzufixen Einfach hammermäßig, was du aus dem alten Gußklumpen herausgeholt hast.
Da eine 144 bei mir noch auf der Beschaffungsliste stand, und ich heute in der "Therapiestunde " bei meinem Stammdealer ein Exemlar aus der Vitrine befreien konnte, möchte ich die Lok nun auch etwas aufpimpen und habe mal eine Frage:
Woher beziehst du die Loknummern und die "Kekse", oder machst du die gar selbst?

Gruß

Carsten

EDIT: Ich Trottel hab´s doch glatt überlesen



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