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THEMA: Schlimmes Ruckeln Uhlenbrock 73340 Plux12

THEMA: Schlimmes Ruckeln Uhlenbrock 73340 Plux12
Startbeitrag
Lio - 30.07.21 00:04
Hallo,

nach meinem Decoderkauf habe ich zwei DH18A in die Liliput E44 und Brawa E44 eingebaut - wunderbar. Jetzt noch schnell den Uhlenbrock 73340 in die Piko 218 eingebaut: oh weh, was ist das?

Schaut mal das Video an: https://www.youtube.com/watch?v=quC_dh-0Muw

Ich musste Nothalt auslösen, einfaches Runterregeln auf 0 brachte es nicht, oder ich war zu ungeduldig, konnte das Geräusch kaum ertragen.

Habt ihr soetwas schon mal erlebt? Dann habe ich mit einem anderen Uhlenbrock-Plux12 aus Pikos UBB-GTW getauscht: 73145, lief besser. Aber halt: ruckelte - weniger schlimm, dann doch, scheinbar im Zusammenhang mit Stromabnahmeproblemen.

Schnitt. Dann den 73340 in den GTW mit breiter Stromabnahmebasis: ruckelte auch schlimm.

Hat der 73340 eine Macke = Einzelexemplarfehler? Dagegen spricht wohl, dass der 73145, allerdings nur wenig auffällig, dies auch zeigte -> Uhlenbrock-Problem? Piko/Uhlenbrock-Problem?

Ich bin ratlos ...

Viele Grüße
Frank

Hallo Frank,

ich habe die DR 218 auch und die fährt digitial mit Piko oder Esu Dekoder auch katastrophal, ist nur am ruckeln. Die steht hier im Moment rum, weil ich dachte, ich hätte eine Abverkaufsware mit ganz schlechter Stromabnahme erwischt. Da Piko 4.1 Decoder auf Uhlenbrock basieren und auch von Uhlenbrock gefertigt werden, ist das ganze mehr als verwunderlich. Carsten (msfrog) schreibt in seinen Umbauberichten, dass die E18 mit Zimo Decodern ebenfalls schlecht läuft, und Entstörbauteile entfernt werden müssten.

Eine DB 118 habe ich auch noch, die fährt mit einem D&H Plux12 mit Defaulteinstellungen gut - ohne dass ich irgendwas an der Lok geändert hätte.

Grüße, Peter W.


Moin.

Sieht ganz danach aus, dass der Decoder den Motor quasi nicht in den Griff bekommt und mit Stottern sein "Missfallen" damit ausdrückt.

Ursachenforschung ist hier aus der ferne recht komplexer Natur.

Hast Du den Decoder nur gegen den Analogdongel ausgetauscht oder Bauteile zusätzlich ausgelötet? Hat die Lok eine Polyswitchsicherung auf der Platine? Gibt es Kondensatoren zwischen Schiene und Motor? Was ist mit der Funkentsörung los?

Mein Verdacht: das Mess- und Regelparametersystem der Decoderfirmware ab Werk ist nicht optimal parametriert worden. Wir wissen nicht mit welchen Loktypen, Herstellern und Motoren Uhlenbrock testet oder nur theoretische Werte universell einstellt. Uhlenbrock gilt unter der Hand als nicht sonderlich gute Qualität bei der Motorregelung. Manche Decoder kommen auch mit der ab Werk dimensionierten Funkenstörung nicht klar, andere kommen wiederum gut damit klar. Was sagt die Anleitung darüber aus, wenn die Lok stottert?

Stimmen die Fahrstufenwahl in CV 29 Decoder mit der Zentrale überein?

Abhilfe: Hinweise des Herstellers lt. Waschzettel eruieren, im Netz aus weiteren Quellen suchen und auswerten. Eventuell dann einen Referenzdecoder anderer Hersteller z.B. ZIMO oder D&H oder je nach Ergebnis der Recherchen selbst Hand anlegen.

Meine Erfahrung: nach Austausch des von PIKO empfohlenen Uhlenbrock Decoder mit PluX12 gegen einen D&H mit PluX12 lief die PIKO Hamsterbacke deutlich besser. Ich musste nichts an der Hauptplatine verändern.

Grüße.

Frank

Hallo Frank,

meine zwei DB 118 laufen mit einem DH18 perfekt (ohne was an der Lok zu modifizieren). Mit anderen Decoderherstellern als Döhler+Haass  habe ich bislang schlechte oder keine Erfahrungen gemacht.

Grüße
Markus
Hi!
Piko hat eigene Decoder die haben nichts mehr mit den UB Dingern zu tun. Es gibt aber eine Zusammenarbeit mit UB weiterhin. Ob das ein UB Decoder ist lässt sich durch Bestimmen der Vendor ID leicht herausfinden. Das Aussehen der Piko Decoder von der Platinenmachart ist sehr ähnlich zu den UB Dingern weil offensichtlich die gleichen Entwicklungwerkzeuge beim Platinenlayout verwendet werden - eine Annahme von mir.

Das Video vermittelt mir den Eindruck, daß entweder der Motor defekt ist, oder der Decoder die Regelung massiv falsch macht. Der Klassiker als Verursacher für so Regelungsfehler sind falsche Löschkondensatoren. Sowohl zu groß (das ist meistens der Grund) als auch zu klein. Das Entfernen der Kondensatoren ist nämlich auch keine Lösung obwohl das oft in Foren zu lesen ist. Kontrolliere den Kondensator, gegebenenfalls gegen einen 10-33nF Typ tauschen.

Da ich das Modell nicht kenne, kannst auch nachsehen ob von den Motoranschlüssen gegen Rahmen oder Schiene Kondensatoren sind. Ich vermute so dumm wird Piko nicht sein, Kontrolle ist besser...
-AH-
Hallo,
noch ein Klassiker bei PIKO ist die verkehrt herum angeschlossene Motorentstörung bei vielen Modellen: Der Löschkondensator (meist, aber nicht bei allen Modellen C4), müsste am Motor angeschlossen sein, sitzt oft aber an der Motorbrücke des Decoders. Die dadurch verursachten Stromspitzen beim Schalten der Motorbrücke belasten eben jene sehr und führen z. B. bei ZIMO zur Überstromabschaltung.

Gewissheit bringt nur entweder Reverse Engineering der Platine oder Schaltplan bei PIKO anfordern.

Viele Grüße,
Torsten
Hallo Arnold,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Piko hat eigene Decoder die haben nichts mehr mit den UB Dingern zu tun


Die Fahrdecoder der Piko SmartDecoder 4.1 Serie entsprechen funktioniell wie hardwaremässig den aktuellen Uhlenbrocks - schau mal welche Bauteile da drauf sind und welche "Handschrift" das Layout hat. Die Decoder werden auch bei Uhlenbrock produziert, die SW ist von Uhlenbrock gekauft und wird von Piko weiter entwickelt. CVs für Motorregelung, erweitertes F-Mapping etc. sind ident. Der Soundteil ist ein anderer ggü. Uhlenbrock/Dietz.

Die neue Serie 5.1 ist vielleicht anders, mal sehen...

Grüße, Peter W.
In die Runde! Hallo zusammen!

Liegt definitiv nicht am Decoder. Macht die gleichen "Bewegungen" auch analog. Habe schon einmal die Lock umgetauscht - ohne Erfolg.
Habe und werde mich der Sache annehmen, soll heißen - das Ding in seine Einzelteile zerlegt. Erste Erkenntniss - die schwarze Platte, die die Räder am rausfallen hindert ( lach über die Beschreibung) - die mittleren Stege sind zu kurz, also die Mittelachsen haben ein sagenhaftes Höhenspiel. Zweite zweifelhafte Feststellung - die Zwischenzahnräder haben auf den Achsen ein sagenhaftes Spiel, ist mir so als Techniker noch nicht untergekommen.

Bin stark am basteln und werde - wenn gewünscht - berichten.

Berliner Grüße,
von Lutz!
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:


werde - wenn gewünscht - berichten.


Na klar doch, wir sind ja schon gespannt wie ein Flitzebogen. Und BILDER Selber vergesse ich gerne in der Bastelwut Bilder zu machen und dann ist alles wieder zugeschraubt

Grüße,
Harald.


Hallo Lutz,

ja bitte hier berichten, interessiert mich sehr.

Solche mechanischen Unzulänglichkeiten ist man von Piko eigentlich gar nicht gewohnt (höchstens von Piko Made in GDR). Meine vier Piko Loks aus aktueller Produktion laufen bessere wie alle anderen meiner Loks der Hersteller Fleischmann, Minitrix, Arnold, Roco und Brawa.

Grüße
Markus


Bin aus dem Keller wieder aufgetaucht - mit positivem Ergebniss!

Die Sache ist so banal, dass es schon fast peinlich ist darüber zu berichten.

Also los, erster Veruch: Lock zerlegt bis fast ins Kleinste - soll heißen die Achsen mit den Zwischenrädern habe ich drinn gelassen und dann mit Teslanol Getriebe gespühlt und ausgeblasen mit Druckluft - mit dem nötigen Feingefühl.
Die Haftreifen von den Rädern genommen und die Räder mit Teslanol gespühlt und auch gepustet.

Die Zwischenräder mit dem, meiner Meinung nach zu großem Spiel auf den Achsen taumeln, aber nicht so sehr, daß sie irgendwo einhaken oder die Zähne aufeinander stehen. Mit einem - na iss eben so - abgehakt. Alles wieder zusammen gebaut und rauf aufs Testoval - und - schon besser, aber immernoch die "Hustenanfälle" wie im Video. Gefahren und beobachtet... Wenn so ein "Hustenanfall" kommt flackert auch das Licht - heißt Spannungsunterbrechung.
Wat kannst e machen?
Nach mehreren anderen Versuchen alles wieder raus - aber nur unten von den Rädern her. Die Räder noch mal einzeln gewaschen und poliert - und festgestellt das die schon wieder raabenschwarz sind - auch die Kontakte sahen schon wieder schwarz aus.
Lange Rede - die Räder müssen irgendwie mit was behandelt worden sein, das sie dunkler erscheinen - brüniert - oder sowas.
Also harten Filzpolierer "Wiener Kalk" und Dremel und auf gehts.
Räder wieder gut gewaschen und getauscht - die mit den Haftreifen nach außen und die ohne Haftreifen nach innen - und den Schleifern eine Vorspannung verpasst, das die Hunde heulen - allen - den vier kleien für die erste und die letzte Welle und denen für die innenliegenden Rädern. Zusammengebaut - und - keine "Hustenanfälle" auch nicht nach ner Stunde und mit zwei Staubsaugern von TOMIX am Haken.

Den Tropfen Öl auf die Schnecken gab es natürlich auch - nicht das jemand denkt ich habs vergessen.

Als krönenden Abschluss gab es noch den oben erwähnten Plux12 Decoder von Uhlenrock - gelungener Bastelnachmittag - Maschine läuft!

Spezieller Gruß an MarkusR - geht mir genau so - Da kommt um Längen kein anderer Hersteller ran - und es ist wirklich Freude die Lock auseinander und wieder zusammen zu bauen, weil man braucht sich keine Knoten in die Finger zu machen - da sind richtige Schrauben drin - und das passt auch zusammen.

Grüße aus Berlin!
von Lutz.
Hallo Lutz,

vielen Dank für Deinen Bericht und die Mühe nicht aufzugeben! Meine 218 werde ich ebenfalls auf die Weise behandeln, also Räder und Schleifer polieren.
Wenn sie läuft, werde ich berichten.

Ziel ist, einen PIKO Next18 Sounddecoder 4.1 einzusetzen - mit Esu Adapter Next18/Plux16 (bei dem ich den Kunststoffträger von der Plux Stiftleiste abgezogen habe) passt dieser ohne Zwängen hinein, der Lautsprecher kommt in den Führerstand. Vielleicht passt ein 470 uF Tantal in den zweiten Führerstand hinein, oder ein gekürzter Fichtelbahn Puff...er.

Grüße, Peter W
Hallo Peter W!

Bestes Gelingen!

Gruß Lutz!
Moin.

Kein Decoder hat es gerne wenn das DCC Signal vom Gleis nicht konstant an seinem Eingang ankommt, weil sich z. B. hier das Radschleifer System als Schwäche herausstellt. Eine nicht sehr schöne Überraschung!

Dann mal fröhliches Lok auseinander nehmen, ausgiebig die elektrische Stromabnahme warten und neu zusammen setzen. Für DCC Neueinsteiger und auch schon erfahrene Kunden eine suboptimale Überraschung.

Allerdings ist damit sein Uhlenbrock Decoderproblem nicht gelöst, da er den ja in weiteren Modellen getestet hat mit ähnlichem Ergebnis.

Einen schönen Sonntag noch.

Frank

Hallo zusammen,

besten Dank für den zahlreichen Input.

In meinen Dampfern, bei denen ich zumeist Digitalisierung durch Kabeldecoder machen muss, finde ich ja ein hinreichend klares Umfeld (Drähte und Drosseln) vor. Bei Modellen wie diesem ist die Platine mit ihrer Elektronik für mich etwas, auf dem ich nicht herumlöten möchte - SMD-Bauteile aus- oder sogar umlöten, wie vorgeschlagen wurde.

Wenn die Lok analog einwandfrei läuft und mit einem älteren Uhlenbrock-Decoder auch wesentlich besser und ein anderer Tw mit anderem Decoder gut läuft, aber mit diesem auch nicht, passt einfach die Kombination für diese Lok nicht und der Decoder geht zurück.

Ich hatte gedacht, die Piko-"Sonderlösung" Plux12 gäbe es nur mit deren/Uhlenbrockdecodern zu bespielen, merke aber durch eure Hinweise, dass es auch mit D&H geht. Hätte ich das gleich gewusst, wäre ich nicht auf Uhlenbrock gegangen.

Daher ist für mich die naheliegende Lösung, beim Händler den Umtausch des Decoders auf den DH12A anzufragen. Mit dem Ergebnis melde ich ich nochmal.

Viele Grüße
Frank

PS. Da ich jetzt einige D&Hs habe und mit diesen ganz zufrieden bin, wird das auch mein künftiger Lieferant. Bislang schwor ich auf Tran, aber die allseits bekannte Liefer- und Servicesituation wird das nun beenden. Und der SD18A in zweiter Generation war auch überraschend klein, sehr schön ...
@Frank - Beitrag #14

Die elektrischen Schwächen der PIKO BR 218 Lok musst Du aber noch wie von den KollegeN erklärt lösen, sonst hat der DH12A auch keine Chance zu funktionieren.

Viel Spass mit der revisionierten Lok.

Grüße.

Frank
Ich habe das gleiche Problem mit dem Piko Decoder 46211, der wohl auch von Uhlenbrock ist.

Ich habe den Decoder in einen Piko VT 624 eingebaut. Seitdem ruckelt der so, wie im Video gezeigt.
Hallo,

den Uhlenbrock habe ich zurückgesandt und gleichzeitig hatte sich ergeben, dass hier in den Kleinanzeigen ein DH12A zu haben war. Heute kam er an (Grüße nach Helmbrechts) und wurde sofort eingebaut:

Die Lok fährt einwandfrei.

Insofern, Frank/#15, was auch immer den Uhlenbrock außer Tritt gebracht hat, der D&H fährt ohne Probleme.
Ehrlich gesagt habe ich mich auch innerlich geweigert, einen Hardwareumbau zu machen bei einer Lok mit Schnittstelle. Jürgen/#16, vielleicht löst dieser Decoder auch deine Probleme.

Viele Grüße
Frank
Hallo Frank,

ja, der DH12A ist bereits unterwegs. Der Piko (Uhlenbrock) Decoder scheint sehr stark auf kleine Kontaktprobleme zu reagieren. Nachdem ich RailCom an der z21 abgeschaltet hatte wurde es schon viel besser. Auch habe ich die Räder noch einmal gereinigt.

Ich denke auch, mit dem D&H Decoder fährt der VT 624 wie er soll.

Gruß
Jürgen
Hallo Frank,

mein DH12A kam auch gerade und wurde sofort eingebaut. Damit fährt auch der VT 624 einwandfrei.

Dabei bestätigen sich meine Erfahrungen mit D&H Decodern. Alle führten bisher zu besten Fahrergebnissen.

Gruß
Jürgen


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