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FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: DB AG führt digitale Kupplungssysteme wie bei der MoBa ein

THEMA: DB AG führt digitale Kupplungssysteme wie bei der MoBa ein
Startbeitrag
ELNA5 - 09.06.21 11:33
Hallo MoBa Freunde.

Die Deutsche Bahn AG, DB Cargo AG, hat sich was Neues im Bereich Güterverkehrslogistik einfallen lassen. Mit einer kräftigen Finanzspritze aus Berlin und einer wissenschaftlicher Projektierungsebene, will die DB AG, Sektion Güterverkehr, eine voll automatische Kupplung mit digitaler Schnittstelle und Stromdurchleitung bei ihren Güterwagen einführen. Damit soll dann ein voll automatischer Betrieb in einem Güterbahnhof vom vollständigen Auflösen, über das Verteilen der Einzelwagen in Richtungsgleise, bis zum Neubilden eines Güterzuges und ankuppeln an die Zuglok stattfinden. Rechnergestützt bekommt der Lokführer automatisch alle Daten überspielt. Die Waggons werden mit Sensoren überhäuft und Kommunikationssteuergeräten, die auch die Beladungsdaten mitführen. Die Bremsprobe per zu Fuß entfällt dann so es denn europaweit einmal eingeführt wird. Genau das sei der Pferdefuß sagt der Moderator bei der Präsentation.

Hier das gesamte Vorführvideo beim Pressetermin anhand eines Musterzugs.

https://bahnblogstelle.net/2021/06/08/%E2%96%B6...alen-rangierbahnhof/

Irgendwie kommt einem da in den Sinn, dass der Verkehrsminister Scheuer und der DB Cargo Vorstand bei den Modellbahnern abgekupfert hat. Solche Kupplungssysteme mit Funktionsdecoder haben wir doch schon länger. Man könnte also auch Modellbahngüterwagen aufrüsten.

Viele Grüße, da freuen sich bestimmt schon die Modellbahnschmieden in Salzburg, Göppingen und Sonneberg. Zum Einsatz käme dafür RailComPlus.

Habt einen schönen Tag noch.

Frank

P.S. die europäische halb- und vollautomatische mechanische Klauenkupplung als Mittelpufferkupplung, unter wegfall der 4 Stoßpuffer, wurde bis heute nicht umgesetzt, sondern es gibt nu nationale Einzellösungen für wenige Bereiche..

Hallo Frank,

die Thematik hatten wir schon. Siehe:
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1188593

Zitat - Antwort-Nr.: | Name: ELNA5

Die Bremsprobe per zu Fuß entfällt dann so es denn europaweit einmal eingeführt wird. Genau das sei der Pferdefuß sagt der Moderator bei der Präsentation.

Das ändert leider nichts daran das weiterhin nach der Neubildung eines Zuges, der ganze Zug weiterhin auf beiden Seiten im Zuge der Wagenprüfung trotzdem weiterhin per Fuß in aller betrieblich notwendigen Ruhe abgegangen wird und bei der Gelegenheit hinten das Schlusssignal aufgesetzt wird.  Darüber hinaus ist die DB Cargo nur ein Unternehmen in Europa und nicht alleinig der große Güterwagenvermieter in Europa. Diese zusätzliche Technik kostet Geld die geprüft und unterhalten werden muss, vom der erstmal benötigten Zulassung und danach ggf. notwendigen Anpassung der Betriebsvorschriften ganz abgesehen. Mir hat es einst bei Verbrennungstriebwagen gelangt, die Erfahrung zu machen das Zulassung und allgemeine Funktionalität zwei paar Schuhe sind, grad was die  elektrischen Kontakte und deren Zuverlässigkeit dabei betrifft, wenn diese häufiger getrennt und neu gebildet werden. Da konnt man teilweise mehrmals neu anfahren bis das mal geklappt hat.  Aber gut wie gehabt alter Wein in neuen Schleuchen und jeden Tag wird anderswo die gleiche Sau durchs Dorf getrieben und sich im Rahmen derartiger PR-Aktionen mal wieder ganz dolle selber gefeiert. Typisch DB AG, alte Technik als Innovation zu verkaufen und permanent auf überforderte Redakteure zu stoßen, die einfach Pressetexte und Videos direkt übernehmen, anstatt nachzuforschen und frei selber was dazu zu produzieren ...
Neben her fangen die jetzt wieder mit der vollautomatischen Abdrücklok an, dass ist doch in Seelze und München kläglich gescheitert, das Kapitel BR296...

Bei der Gelegenheit erinne ich gleich an ein ebenso bisher bahnbrechendes Projekt vom Herrn Scheuer, das Flugtaxi.
https://youtu.be/B22ia6tmQFw


Gruß, Matthias

PS: Ist schon wieder Wahlzeit? Wenn ja, dann erstmal eine kühle Weiße und dann bitte die Karte. 😉


Edit: Text ergänzt

Hallo,

ich denke mir auch die ganze Zeit, was der Käse soll. In anderen Ländern fährt man mit einer einfachen Mittelpuffer-Klauenkupplung seit Jahrzehnten erfolgreich. Bei uns herrscht dagegen Mittelalter. Pünktlich zum Wahljahr 21 werden wieder die Sprüche geklopft. ‚Wir überholen rechts und machen‘s noch moderner mit digital!‘
Was ein Blödsinn! Güterwagen müssen robust und möglichst wartungsarm sein. Technisch könnte man so einiges machen, aber der wesentlich höhere Unterhalt solcher Wagen würde die Transportkosten nur weiter nach oben treiben.....

Jens
Hallo,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

In anderen Ländern fährt man mit einer einfachen Mittelpuffer-Klauenkupplung seit Jahrzehnten erfolgreich. Bei uns herrscht dagegen Mittelalter. Pünktlich zum Wahljahr 21 werden wieder die Sprüche geklopft.



Das ist doch nichts neues. Anfang der 70er sollte das doch schon mal eingeführt werden, aber als es dann konkret wurde, haben verschiedene Länder sich wieder zurück gezogen.
Das hat nichts mit dem Wahljahr zu tun, das Problem liegt an der immer noch vorhandenen "Kleistaaterei" der Bahngesellschaften.

Hier müsste einmal ganz Europa zusammen arbeiten, und sagen, ja, wir machen das jetzt.
Dann die Kupplungen bereit legen, Hilfskräfte für den Umbau einlernen.
Und dann einmal für vier Wochen den Güterverkehr auf ein Minimum reduzieren, und in einer Gewaltaktion alles Umbauen. Und gut is.
Aber das wird nicht passieren, weil 1) das ja Geld kostet, und mal natürlich kein Geld ausgeben kann um welches zu verdienen, geht ja gar nicht 2) der planerische Aufwand unmöglich wäre, weil das von staatlichen Planern gemacht werden wird, und nicht von kompenten Planern aus der Privatwirtschaft, die das durchziehen könnten, und 3) weil die Wirtschaft dann Panik bekommen würde, und vom Untergang des Standortes Europa fantasieren würde, weil einmal für ein paar wenige Wochen die Transportkapazitäten und damit die davon abhängige Produktion zurück gefahren werden müsste. Aber das geht ja auch unter keinen Umständen, denn die Pfründe der Wirtschaft sind ja auch wichtiger wie ein besseres, effizienteres Transportwesen.

Just my five Cents....
ChristiaN
Hallo zusammen!

Ein vollautomatischer Rangierbahnhof, auf dem vielleicht in 10 Jahren zwei Züge pro Tag ankommen, die komplett aus entsprechend umgerüsteten Waggons bestehen. Nur ein Waggon dazwischen, der nicht dem "Standard" entspricht, und schon funktioniert die ganze Sache nicht mehr.  Typisch Andi Scheuer... Geh zu wieder zu Horst in den Keller und spiel mit ihm und seiner Eisenbahn...

Gruß  FraNk
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Ein vollautomatischer Rangierbahnhof, auf dem vielleicht in 10 Jahren zwei Züge pro Tag ankommen, die komplett aus entsprechend umgerüsteten Waggons bestehen. Nur ein Waggon dazwischen, der nicht dem "Standard" entspricht, und schon funktioniert die ganze Sache nicht mehr.  Typisch Andi Scheuer... Geh zu wieder zu Horst in den Keller und spiel mit ihm und seiner Eisenbahn...



Das heisst auf der anderen Seite - auch in 200 Jahren wird sich an dem jetzigen System nix geändert haben:/
Zitat - Antwort-Nr.: 4 | Name: WestfaleMS

Typisch Andi Scheuer... Geh zu wieder zu Horst in den Keller und spiel mit ihm und seiner Eisenbahn...



Ach Frank,

lass doch gut sein 😉. Der ist doch schon im Wahlkampfmodus und versucht verzweifelt , Stimmen zu sammeln.ER will doch die nächste Legislatur wieder Bundes-Autoindustrieminister werden. Es ist doch so, dass alle aktuell Umweltschutzthemen "schon immer 🤑🤑" vertreten haben, Und wenn man sie dann gewählt hat, ist alles vergessen.

Wer die wählt, hat nix besseres verdient!

Grüssle aus dem Schwabenländle

Bernhard
Wo ich das mit "elektrische Kontakte für Datenbus" gehört hab, tja da hab ich dann ausgeblendet. Macht man sowas anno 2021 nicht mit einem Kabel?

Grüße,
Harald.


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