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DM TOYS

THEMA: Woran erkenne ich, ob Kohlenbürsten gewechselt werden müssen

Startbeitrag
Ruhrpottfan - 18.05.21 15:00
Hallo N-Bahner,
wie stellt ihr fest, ob die Bürstenkohlen des Motors gewechselt werden müssen. Woran erkenne ich das? Gibt es eine Methode dies zu messen? Zum Beispiel Widerstand? Gibt es eine Betriebsstunden Empfehlung o.ä.?
Gruß&Dank
Jörg


Hallo Jörg,

am ehesten erkennt man es daran, dass die Lok stehen bleibt. Und wenn man dann den Motor durchmisst, hat der keine Leitfähigkeit mehr. Alternativ die Kohlen ausbauen; dann kann mnan meist erkennen, ob die Kohlen noch bis zum Kollektor reichen.

Grüssle aus dem Schwabenländle

Bernhard
Hallo Jörg,

eigentlich nur optisch zu erkennen: wenn die Kohlen bis auf einen Rest abgeschliffen sind, ersetzen.
Wenn sie soweit abgeschliffen sind, daß die Federlänge nicht mehr ausreicht, genügend Anpressdruck zu liefern.

Grüße Michael Peters

Hallo,

eine weiter Frage wäre, welcher Hersteller noch Kohlen zum Wechseln seiner Motoren anbietet ?
Mir fällt da nur Fleischmann ein......

Gruß
Uwe
Zitat

wie stellt ihr fest, ob die Bürstenkohlen des Motors gewechselt werden müssen.



Wenn die Lok nicht mehr ordentlich läuft, kann es eben an den Kohlen liegen. Also mal Gehäuse runter und laufen lassen. Mehr als übliches Bürstenfeuer kann einerseits an zu viel Dreck zwischen den Kollektorsegmenten liegen, also bereits "abgehobelten" Kohlen, als auch an zu wenig "Restkohle", weil dann der Kontakt nicht mehr im ganzen Umlauf gegeben ist. Die Spalten zwischen den Kollektorsegmenten sammeln quasi die abgehobelte Kohle ein wenn es dumm läuft und da ist Fleischmann besonders oft betroffen.

Für eine Widerstandsmessung müßte man die "richtigen" Werte kennen, also wenn alles im Sollwert ist. Also Kohlen liegen sauber an und kein Dreck im Kollektor, sonst wird das eher ein Ratespiel.

Von daher gehe ich pragmatisch vor:

Kohlen raus und die einzelnen Kollektorsegmente gegeneinander messen, es sollten die 3 oder 5 Werte sehr gleich sein. Klar, auch eine homogene Verschmutzung kann das vortäuschen. Auch da hilft es, vom Motor den "Gesundwert" der Einzelwicklungen zu kennen. Wie auch immer, typischer Weise zeigt sich Dreck schon an unterschiedlichen vorgetäuschten Spulenwiderständen. Ist dem so: Sauber machen! Kohlen angucken und vor allem auch die Federn! Wenn es erst mal zu reichlich Bürstenfeuer kommt, glühen gerne die Federn aus und diese federn dann nicht mehr. Mangelnder Anpreßdruck führt zu noch mehr Bürstenfeuer und das zu mehr Abbrand und das zu mehr Dreck am Kollektor... der Kreis schließt sich. Angelaufene Federn kann man idR. gut erkennen. Wenn dem so ist: Kohlen und Federn tauschen, Kollektor reinigen. Neu rein, fertig.

Wenn Motoren ihre Kohlen regelmäßig "fressen", kann es an Stufen auf dem Kollektorumfang liegen. Wie ein Hobel schabt der dann die Kohlen ab. Abhilfe schafft hier nur ein Abdrehen des Kollektors. Wenn der Motor noch läuft, kann das mit einem Glaspinsel klappen. Läuft der Motor nur noch schlecht und ohne Kraft, wird es eher schwierig.

Bei einem Fleischmann Motor hab ich auch mal die Spalten zwischen den Kollektorsegmenten mit einer Masse vergossen und das Ding dann abgedreht. Mühsam aber erfolgreich. Die Spalten waren sehr tief und breit, so daß die immer sehr schnell mit Kohlenstaub verstopft waren und den Motor kurzgeschlossen haben.

Gruß
Klaus


Moin Jörg,

also ich als Einfachdenker stelle die Not, Kohlebürsten wechseln zu müssen ausschließlich dadurch fest, dass die Lok stehenbleibt und das Licht weiter brennt. Ich habe noch nie eine Kohlebürste ausgebrannt, oder irgendetwas am Kollektor gemacht.

Allerdings habe ich ausschließlich analoge Triebfahrzeuge. Ich weiß nicht, ob digitale Fahrzeuge diesbezüglich mehr Wartung benötigen.

Bei meinen Triebfahrzeugen kann ich keinen Leistungsabfall feststellen, bis sie einfach stehen bleiben (nach sehr vielen Betriebsstunden) und nur das Licht brennt. Dann alte Bürste raus, Schacht etwas reinigen, neue Bürste rein und gut.

Da wird nix gemessen oder Betriebsstunden gezählt. Die Lok sagt mir schon, wann es Zeit ist. Hat bis jetzt immer geklappt.

Beste Grüße
Sven
@3

Hallo Uwe,

Fleischmann ist zum Glück nicht der einzige Hersteller wo Motorkohlen liefern kann. Motorkohlen für Minitrix gibt es z. B. bei DM-TOYS (und direkt bei Trix). Arnold-Ersatzteile kann Motorkohlen liefern. Bei Brawa (und Hobbytrain?) kann man Motorkohlen als Ersatzteile über die jeweilige Homepage bestellen.


@5

Hallo Sven,

im Digitalbetrieb ist der Verschleiß der Motorkohlen etwas höher, da die Motoren durch Impulse angesteuert werden. Diese Erfahrung habe ich in den letzten 25 Jahren Digitalbetrieb machen müssen.


@0

Hallo Jörg,

Eine Lok mit verschlissenen Motorkohlen wird immer langsamer und zugschwächer. Das merkt man im Fahrbetrieb rechtzeitig.

Grüße
Markus


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