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THEMA: Decodereinbau pr. T3, zerstörungsfrei und anfängerfreundlich

Startbeitrag
Peterle - 17.05.21 19:20
Hallo!

Ich habe meine preußische T3 (die neumodernen Kids von heute sagen anscheinend BR 89.70-75 dazu) von Arnold digitalisiert. Trotz der geringen Größe der Lok ist mir der Einbau eines kleinen Decoders auch als Modellbahnanfänger erstaunlich leicht gefallen, weshalb ich hier kurz beschreiben möchte, wie ich dabei vorgegangen bin.

Bei der Recherche, wie der Decodereinbau bei einer T3 gelingen könnte, bin ich auf die Umbauanleitung von 1001 digital gestoßen. https://www.1001-digital.de/pages/basteln-baue...-und-neuem-motor.php
Bei dieser Methode muss man allerdings ein paar Änderungen am Chassis der Lok vornehmen, was ich mir als Neueinsteiger in die Modellbahnerei (noch) nicht zutraue. Deshalb habe ich einen „zerstörungsfreien“ Weg gesucht, die T3 mit einem Decoder auszustatten.

Der Motor liegt bei der T3 in einer Art aus den Kontaktblechen geformten Wiege. Die Kontaktbleche reichen dabei in etwa bis zur halben Höhe des Motors, während sich die Kontakte am Motor selbst über die ganze Höhe des Motors ziehen. Man kann also die vier Anschlussleitungen des Decoders ziemlich einfach an die Kontaktbleche und die Motorkontakte anlöten und danach die untere Hälfte der Motorkontakte mit einem Stück Klebeband isolieren. Man hat viel Platz zum arbeiten, man befindet sich in dem Bereich der seitlichen Kohlekästen der Lok, das heißt man muss keine Angst haben, dass das Gehäuse nicht mehr draufgeht, wenn die Lötverbindungen etwas klobiger werden. Es sind auch keine Kunststoffteile in der Nähe, die man versehentlich wegschmelzen könnte. Ich habe sowohl die Enden der Anschlussleitungen als auch die Stellen an den Kontaktblechen und am Motor, an die ich die Leitungen anlöten wollte, vorverzinnt, das eigentliche Anlöten hat dann völlig problemlos funktioniert.

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[hier sieht man die zerlegte Lok nachdem ich alle Anschlüsse angelötet habe]

Als Decoder habe ich einen ESU Lokpilot 5 micro (die Variante mit den Anschlussleitungen) genommen, der hat die perfekten Abmessungen, um ihn mit einem Stückchen doppelseitigen Klebeband unter das Führerhausdach zu kleben. Das ist ein bisschen fummelig, weil in Höhe des oberen Kesselrandes eine Arte Nase ins Führerhaus hineinsteht, die wohl dazu dient, den Motor gegen die Kontaktbleche zu drücken, deshalb muss man den Decoder quasi um die Ecke herum in Position manövrieren. Dieselbe Nase ist auch der Grund dafür, dass man den Decoder nicht einfach oben auf den Motor draufkleben kann. Die nicht benötigten Anschlussleitungen des Decoders habe ich entfernt, und die vier übrigen gekürzt und an der hinteren Führerhauswand nach unten geführt. Ich habe die Anschlussleitungen etwas zu lang gelassen, weil ich auf Nummer sicher gehen wollte, deshalb sieht man bei meiner Lok ein oranges Kabel am Motor liegen, da könnte man sicher noch optimieren (oder halt Kabel schwarz anmalen, dann fällts nicht auf).

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[aus dem Lokgehäuse schauen die Anschlussleitungen des Decoders hervor]

Fazit: Meine T3 fährt jetzt digital, also ein voller Erfolg. Das Fahrverhalten ist ok, Kriechgang kriegt sie zwar nicht hin, aber mittellangsames Fahren funktioniert. Ich kenn mich allerdings noch nicht so beim Decoderprogrammieren aus, es kann also sein, dass hier noch Verbesserungen möglich sind. Durch den Decoder unterm Dach geht der Führerhausdurchblick in der oberen Hälfte verloren, aber das stört mich nicht besonders.

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[nach dem Zusammenbau, man beachte den Decoder im oberen Teil des Führerhauses und das orange Kabel am Motor; die Lötstellen befinden sich hinter den seitlichen Kohlenkästen]

Ich habe für diesen Umbau zum zweiten Mal in meinem Leben einen Lötkolben in die Hand genommen (das erste Mal war zum Löten von ein paar Schienenanschlüssen), und auch nicht irgendein Profigerät, sondern ein 15-Euro-Teil von Amazon. Alles was ich zum Thema Löten weiß habe ich aus diversen Threads hier im Forum. Es hat wie gesagt alles problemlos geklappt und ich bin recht stolz auf mich. Ich hoffe, dass ich mit diesem kleinen Umbaubericht den einen oder die andere Modellbahn- bzw. Lötanfänger*in dazu ermutigen kann, selbst solche Projekte in Angriff zu nehmen, es ist oft viel weniger kompliziert, als man denkt.

Liebe Grüße,
Peter


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Hallo Peter,
Danke für den Beitrag. Ermutigend für alle, die nicht die Top Profis sind
Grüße Thomas
Hallo,

wo sitzt der Lautsprecher?

Hähä, das war nicht ernst gemeint. Schön gemacht, danke für den Beitrag. Macht mir Mut.

Grüße
Zwengelmann (für den die preußische T3 auch keine 89PunktZahlenwüste ist)
Vielen Dank, Thomas und Zwengelmann!
Der Lautsprecher sitzt natürlich zwischen dem Rauchgenerator und der digitalen Rangierkupplung!

Liebe Grüße,
Peter


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