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Thema: Löten von Neodym-Magneten - meine Methode
hubedi - 16.06.20 15:04

Hallo zusammen,

hier wurde ja bereits in verschiedenen Threads beschrieben, wie stromführende Magnetkupplungen gebaut werden können. Leider scheiterten meine Versuche bislang am Auflöten von Anschlussleitungen an die Magnete. Bekanntlich sind Neodym-Magnete ziemlich temperaturempfindlich und sie verlieren schnell ihre Magnetisierung. Ich habe mir daher folgende Methode überlegt, die bislang immer funktioniert hat.

Zum Löten fülle ich etwas Wasser in den Metalldeckel z.B. eines Marmeladenglases. Dann setzte ich den Magneten in die Pfütze. Die beabsichtigte kühlende Wirkung des Wassers beim Löten wird noch durch das Hochziehens der der Flüssigkeit an den Rändern durch Adhäsion verstärkt. Der Magnet fixiert sich selbst auf dem Deckel und er klebt nicht mehr unbeabsichtigt an der Lötspitze. Der Lötvorgang kann also kontrolliert vorgenommen werden.

Der metallische Überzug (Nickel?) nimmt das Lötzinn prima an. Ich verwende einen Klecks Lötpaste zum Löten von Kupferfittinge aus dem Baumarkt. Das in der Paste integrierte Flussmittel sorgt offenbar für eine noch schnellere metallische Verbindung als beim Einsatz von Elektroniklot. Den Lötkolben kurz angesetzt ... es zischt etwas ... der Anschluss ist dran.

Die Bilder zeigen den Vorgang und einen Belastungstest mit einer Feile nach dem Löten. Mehr wollte ich nicht anhängen um das Drähtchen nicht abzureißen. Der Magnet hätte sicher noch mehr Gewicht hochgezogen. Ob er tatsächlich etwas von seiner Kraft eingebüßt hat, kann ich nicht feststellen. Es reicht locker für Kupplungszwecke. Bislang habe ich mit dieser Methode noch keinen Magneten kaputt gelötet. Das möglichst schnelle Löten bei gleichzeitiger Kühlung durch das Fußbad scheint der Schlüssel zu sein. Aber den Erfolg kann ich natürlich nicht garantieren ...

LG
Hubert


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Starke Idee, danke für das Teilen selbiger.
Gruß Björn

Hallo,
noch einfacher ist es, Magnete zu verwenden, die bis 350 °C stabil bleiben...

Viele Grüße
Carsten

Hai Carsten ,

Wo gibt es denn die von Ihnen erwaehnte 350*C Magnete ?

MfG.,
Rae

Hallo,

die von mir gelöteten Magnete waren tatsächlich Feld-, Wald- und Wiesenexemplare wie sie überall zu kaufen sind. Soweit ich weiß, gibt es wohl spezielle Legierungen, die sich im Betrieb temperaturstabiler verhalten. Sie werden wohl durch zusätzliche Buchstaben gekennzeichnet:

    N bis +80° C
    NM bis +100° C
    NH bis +120° c
    NSH bis +150° C
    NUH bis +180° C
    NEH bis +200° C
    NAH bis +230° C

Die Curie-Temperatur ändert sich aber nicht wesentlich und sie liegt zwischen 310° C und 350° C.
Wenn ich es richtig verstanden habe, wird die Betriebstemperatur, bei der es noch nicht zum Verlust der magnetischen Kraft kommt, durch Materialzuschläge näher an die Curie-Temperatur mit totalem Verlust der Remanenz herangeschoben.

Hm ... bestehen noch temperaturfestere Magnete überhaupt aus Neodym-Legierungen? Ich kenne z.B. Samarium-Kobalt-Magnete, die im Betrieb bis ca. 300° C stabil bleiben. Sie besitzen aber wohl weniger gute magnetische Eigenschaften als Neodym. Ich bin aber weit von einem Magnetspezialisten entfernt ... und nehme gern das Material, dass einem sozusagen vor die Füße fällt. Und wenn's funktioniert ...

LG
Hubert





Hallo Hubert,
statt nach anderen Magneten kannst Du natürlich auch mal nach anderen Loten schauen. Es gibt ja spezielle Niedertemperatur-Lote...

Gruß,
Torsten

Hallo Torsten,

Danke für Deinen Hinweis. Darüber habe ich als Alternative auch schon nachgedacht. Ich besitze allerdings keine Erfahrungen mit solchen Niedertemperaturloten. Mir ist z.B. Roses-Metall bei meiner Recherche über den Weg belaufen. Diese Bismit-Legierung schmilzt bereits ab 94° C. Aber welche Flussmittel sind geeignet ... und wie belastbar sind die Verbindungen ... lauter Fragen. Hm ... sollte ich mir zum Testen vielleicht doch eine Sammlung exotischer Legierungen zulegen ...  

Hast Du eine Empfehlung?

LG
Hubert

Hallo Hubert,
leider nein. Ich hatte mir ein solches Lot bei eBay mal markiert, aber war dann nie dazu gekommen, das mal zu bestellen und auszuprobieren.

Gruß,
Torsten

Hallo Hubert,

Vielen Dank für den Tip!
Welche Temperatur hat den dein Lötkolben wenn du die badenden Magnete lötest?

Grüße Fabian

Hallo Fabian,

ich hatte ca. 300-350° C eingestellt. Ob meine antike Weller-Lötstation die Temperatur allerdings so genau regelt, kann ich nicht sagen. Ich denke, das ist auch nicht wirklich kritisch. Die Geschwindigkeit beim Löten spielt m.E. eine größere Rolle als die Temperatur. Eine zu niedrige Einstellung führt eher zum Braten als eine etwas zu heiße Lötspitze.

Sowieso, die Lötspitze sollte natürlich sauber und rundum mit Lötzinn benetzt sein. Ich verwende eine meißelförmige Spitze mit ca. 1,6 mm Breite. Die ist m.E. für diesen Zweck ideal.

LG
Hubert


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