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FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: Eisenbahn für Reiche

THEMA: Eisenbahn für Reiche
Startbeitrag
Oli [Gast] - 08.03.05 15:21
Hallo zusammen.

Eisenbahn, bald nur noch was für Reiche ?

Da bekommt man ja angst wenn die Preise weiter so steigen.
Im eBay hat man ab und zu noch ein Günstiges Teil gefunden.
Auf denn Flohmärkten sind die Händler auch nur noch am stöhnen.
Bei den Herstellern gibt es auch nur noch Entlassungen und minus Umsätze.

Können wir uns das liebe Hobby bald nicht mehr leisten?
Sendet doch mal euere Meinungen oder Anregungen.

Gruß Oli

Dann geh in den Keller flennen und zittern!

Meine Güte, gibt es denn nur noch Schwarzseherei mit billigster Polemik zum Thema Modellbahn???
ich meine, unser Hobby war schon immer teuer.
Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann war die Modellbahnerei nur ein Wunschtraum, der jetzt im Alter (bin 54) in Erfüllung geht (bzw. gegangen ist).

Gruß
Günter
In Anbetracht der neuen Niedrigpreispolitik von Lemke/Conrad (Hobby Taurüssel, Schienenzepp in preiswerter Grosserie statt elitärerer Kleinserie) und Minitrix (Hobby Taurüssel, ICE3, Startsets mit MAK) schaut das Ganze doch nicht so schlecht aus.
Hallo Oli,
bin ganz Deiner Meinung.
Die Mobapreise sind in den letzten 10 Jahren explodiert.
Sie haben sich in der Tat verdoppelt und neue Modelle werden fuer einen normalen Arbeiter immer unerschwinglicher.
Das Lohnniveau hat sich jedoch nicht annaehernd so gesteigert wie die Mobapreise.
Was bitteschoen rechtfertigt eigentlich diese Preisexplosion?
Fuer mich persoehnlich ist jetzt maximal eine neue Lok im Jahr finanziell drin,der restliche Bedarf wird auf Boersen oder ueber Ebay gedeckt.

@ Pepe.
Wenn ich Deinen ersten Satz lese,
hast Du hier die billigste Polemik gebracht.
Keiner zwingt Dich dazu,auf diese Fragen zu Antworten oder Dich mit diesem Thread zu befassen.
Hehhhhh!
Seid doch lieb zueienander!!
Ist doch eine konkrete Frage.
Ich sehe:
Lok: 150
Wagen (15 a 35) : 525
Summe: 675
(von Doppeltraktion und Schiebelok ganz zu schweigen)
Dafür fliege ich zweimal im Jahr eine Woche in die Türkei!

Lasst uns doch über das Thema sachlich debattieren!?

Weil berechtigt ist die "Anregung" schon, denn:
Je teurer, desto weniger Absatz desto teurer also

Quo vadis Modellbahn?

CU
WE
Seit dem Euro ist doch alles explodiert, aber es hat sich auch wieder einiges 'normalisiert'.
Interessiert mich doch nicht, was für Phantasiepreise ein Hersteller macht. Von mir Otto-Normalo bekommt der nix oder wenn, dann spar ich halt drauf, wenn ich es 'unbedingt' haben will.
@Wutz: Für die 675 bekommst Du aber auch was, oder ? Eine Lok und 15 Waggons - da würd ich nicht meckern. Ist halt so mit Teuro ;)

Wie Günther sagte, unser Hobby war schon immer teuer, aber zumindest freut es mich, daß meine 3 Jungs jetzt schon spielen können und nicht erst zur Rente warten müssen.
Wenn man mit unserem Hobby bei Null anfangen muß und von einer großen umfangreichen Anlage träumt, dann muß man schon einige Euros über haben, von der Freizeit mal ganz abgesehen.  Da aber die Mehrheit, (ich bin schon ca.25 Jahre dabei)  im laufe vieler Jahre nach und nach je nach zur Verfügung stehendem Budget ins Hobby investiert haben wird, denke ich, dass unser Hobby noch absolut bezahlbar ist! Schließlich kann jeder selbst je nach Geldbeutel bestimmen, wieviel er wann dafür ausgeben möchte, bzw. kann!  Es gibt da wesentlich teurere Hobby`s bei denen man gleich kommplett große Summen investieren muß!  Man muß eben Prioritäten setzen können, entweder gibts dieses Jahr mehrere neue Fahrzeuge, (für mich sind dieses Jahr nicht viel dabei) oder eben einen zweiten Urlaub oder so!  Wenn man dann noch bedenkt, wieviel Geld man für das Auto opfert, das täglich seinen Wert verliert, dann meine ich ist unser Hobby in Anbetracht zum Gegenwert eigentlich preiswert!

Gruß Gabriel
Salü Wutz

Dein Beispiel mit den Flugpreisen ist gar nicht schlecht. Auf wessen kosten sind diese Reisen so billig geworden? Würden die Fluggesellschaften für die enormen Mengen Treibstoff, die sie verbraten, eine Steuer zahlen, für die Schäden die sie verursachen, würden die Hotels einigermassen sicher und sauber gebaut, würden die Hotelies ihr Personal vernünftig entlöhnen und versichern und auch sowas wie Abfall- und Abwassergebüren zahlen, dann hätten wir langsam etwas realistischere Preisvergleiche. Einfach ein Hotel an einen Strand stellen und kassieren, bis alles kaputt ist, und dann den Strand wechseln ist längerfristig sicher nicht die richtige Lösung.

Auch wenn vieles im Verhältnis zur MOBA günstiger geworden ist, auf wessen kosten auch immer,  heisst dies noch lange nicht, dass die MOBA viel teurer geworden ist.

Mit Gruss

Walo

Salü Wutz

Dein Beispiel mit den Flugpreisen ist gar nicht schlecht. Auf wessen kosten sind diese Reisen so billig geworden? Würden die Fluggesellschaften für die enormen Mengen Treibstoff, die sie verbraten, eine Steuer zahlen, für die Schäden die sie verursachen, würden die Hotels einigermassen sicher und sauber gebaut, würden die Hotelies ihr Personal vernünftig entlöhnen und versichern und auch sowas wie Abfall- und Abwassergebüren zahlen, dann hätten wir langsam etwas realistischere Preisvergleiche. Einfach ein Hotel an einen Strand stellen und kassieren, bis alles kaputt ist, und dann den Strand wechseln ist längerfristig sicher nicht die richtige Lösung.

Auch wenn vieles im Verhältnis zur MOBA günstiger geworden ist, auf wessen kosten auch immer,  heisst dies noch lange nicht, dass die MOBA viel teurer geworden ist.

Mit Gruss

Walo

Na also; S geht doch:
Eine gesunde Debatte, bei der Argumente komen (An die ich zB noch gar nicht gedacht hatte)
Gut so
Ich finde den vergleich mit dem KFZ prima.
Auch die Kerosinsteuer ist ein guter Ansatz
(Wusstet Ihr, dass Binnenschiffer auch steuerfreien Sprit bekommen? !! So viel zum Thema Bahn (Die voll versteuert!) und Wettbewerb!!!)
CU
WE
wobei es mich schon interessieren würde, wie die firmen die preissteigerungen erklären:
ich hab bei ebay letztens eine GFN 7377 Br103 ersteigert, wunderschön noch ausgepreist mit 177 DM - kurz zu kramm geschaut, die kostet heute 130 euro, das ist eine preissteigerung von über 50%
......was die Umweltargumente beim "Contraurlaub"-Argument anbelangt würde mich auch interessieren, was die mehr und mehr "Nichtmadeingermany" Zulieferer (von den ach so hohen Lohnkosten geplagten) in fernost sich darum kümmern.....
CU
WE
@11
da kommen dann wieder solche Argumente, wie hohes Lohnniveau, hohe Steuern, hohe Sozialabgaben, usw.

obwohl sich daran in den letzten Jahren nicht viel verändert hat.

Allerdings ist ja die Maut dazugekommen, die Ökosteuer oder die teuren Spritpreise durch den Golfkrieg

Stefan T.

Was bringt uns eigentlich so eine Diskussion? Ändert sie etwas? Fühlt man sich danach besser?
Die Modellbahnpreise sind - ganz objektiv betrachtet - im letzten Jahrzehnt exorbitant gestiegen. Über die Gründe wurde und wird viel diskutiert.
Ganz ehrlich, ich bin froh, kein Neueinsteiger zu sein. Der große Vorteil unseres Hobbies ist jedoch, dass man nicht "die komplette Ausstattung" sofort kaufen muß, sondern dies sukzessive und über viele Jahre verteilt realisieren kann.
Mein Modellbahnetat wird nicht erhöht (analog dem Gehalt ...). Dann ist's eben eine Lok weniger - und die Erkenntnis, dass ein nicht angeschafftes Modell nicht lebensnotwendig ist .... und die Freude am Hobby trotzdem erhalten bleibt.
Und jeder muss mit sich selber ausmachen, ob "neue überzeugende Technik" für bald 300 Euro/Dampfer ihr Geld wert ist. Mir nicht.
Was die preisliche Tendenz für unser Hobby langfristig bedeutet, steht auf einem anderen Blatt; Stichwort: "Nachwuchs".
Oben wurden bereits Reaktionen mancher Hersteller genannt (Niedrigpreisartikel).
Warten wir's ab.
Gruß
malleto
Hallo

zum Beispiel Märklin.
Die neuen Loks werden für ca. 120 Euro in Ungarn gebaut und für 300 Euro in Deutschland verkauft.
Wo wird hier der Markt angekurbelt.
Genau da sollte die EU einen Riegel vorschieben.

Gruß Oli

Preise sind Fantasiepreise.
Also ich bin froh, dass ich vor über 20 Jahren mit der Modellbahn angefangen habe, dadurch habe ich schon einiges rollende Material, denn heute sind bei diesen Preisen eine neue Lok schon nicht mehr möglich.Meine erste Lok eine BR94 von Fleischmann  hat 49.50DM gekostet und damals war noch Roco gross im N-Geschäft und deshalb habe ich sehr viel davon. Mein rollendes Material besorge ich mir fast nur noch über Börsen oder manchmal ebay. Da ich jetzt eine neue Anlage plane muss ich noch viel Gleismaterial haben und das besorge ich mir aus England oder evtl. USA dort sind die Preise noch etwas normaler. Denn wenn ich sehe, dass eine schlanke Elektroweiche von Trix über 20 Euros kostet, dann fragt man sich schon wofür. Denn auch auf diesem Gebiet ist die Fertigungstechnik fortgeschritten, wenn diese Artikel überhaupt noch in Deutschland gefertigt werden und nicht auch schon aus China kommen. Also ich denke es gibt bei uns eine zu grosse Konzentration und zu wenig Konkurrenz.
Gruss Bernd
Also wenn ich meine projektierten Gleiskosten für die in Planung befindliche Anlage durchgehe, entwickle ich völlig neue Ideen dazu, warum sich die Modultechnik so rasant durchsetzt.Bei mir wohl auch.

Bei manchen Gebieten wiederum versteh ich das Jammern überhaupt nicht - zB bei speziellen Vegetationsmatten. Ja, die sind teuer. Aber ich hab nur wenige Quadratmeter zu füllen aber für deren Weiterwachsen plane ich nicht vorbeugend Schattenbahnhofs-erweiterungsmöglichkeiten.

Generell find ich die Modellbahn (weil der Virus so wenig 'Sozialschicht-spezifisch" ist) einen super Anzeiger für die Einkommensverteilung und was sich so tut in der Gesellschaft. Kleinserien boomen und die billigen Tauri boomen. Kartonmodellbau ist wieder in. Und Second-Hand ist tw schon teurer als neu.

Wenn man nach England schaut, kann man die weiteren Trends auch schon vorausahnen: die einen basteln in Groß-Spur Imperien oder lassen von den Profis bauen, die anderen gründen 'Modellbahngenossenschaften', um die spärlichen Mittel noch zu was vernünftigem zusammenwerfen zu können. Unlängst las ich da den sympatischen Satz 'Wir fahren Great Western, weil das war in der Anfangspackung und mehr können wir uns bis Weihnachten noch nicht leisten'. Da gibt es auf einmal den Begriff Ready-to-Run wieder, weil die Massen basteln selber, ...

Mini-Mundus Modellbahn.


Yves

PS: Das wird für die 'bürgerlich ausgerichteten Konzerne' wie Mä natürlich leicht zum Stolperstein, weil deren wohlhabender Mittelstand ausstirbt. Für die einen ist's zu teuer und die anderen zahlen gerne und locker das 5-fache, wenn die Niete am Umlaufblech besser dargstellt ist.
Hallo

sicher ist das Hobby teuer.
1963 habe ich bei 90,00 DM Lehrlingslohn für eine Märklin BR 86 16,00 DM bezahlt.


Noch Fragen?

Gruß

Volker
Hallo,

Das ist das Problem in diesem Land. Unsere Arbeitnhemer genießen überdurchnittlich gute Privillegien und bald bekommen wir wohl auch das weltbeste Antidiskriminierungsgesetz. Nur wenn es darum geht, daß das bezahlt werden soll, dann fangen alle an zu schreien. Leute, was wollt Ihr denn?


        Gruß Lothar
@ 19:
Das ist ja wohl Polemik in Reinkultur. Die Arbeitnehmer genießen doch schon seit 10 Jahren keine Privilegien mehr bei uns. Und ein Behinderter, der wegen der Behinderung keinen Job bekommt wird sich über deine Sätze auch nicht gerade begeistern können.
@18
Um das heutige Lehrlingsgehalt in 'meinem' Betrieb (~ 420 Euronen pm im letzten Jahr) könnte man bei gleich gebliebenem Verhältnis um 80 Euro eine Märklin BR 86 kaufen ??? Kostet halt leider beim Conrad Ö 160. Solltest du das Monatsgehalt als Masstab genommen haben.

Früher war nicht alles besser, aber dieses Verhältnis wohl schon.
Yves
@20:

Das hat mit Polemik nichts zu tun. Während unsere Straßen voll sind von den Blechkisten aus Japan, Korea, Osteuropa und sonstwo wird in Rüsselsheim, Wolfsburg & Co nur noch von Stellenabbau gesprochen, weil offenbar die Leute nicht mehr bereit sind, für die Rechte zu bezahlen, für die sie gerade noch auf die Straße gegangen sind!

Hallo Lothar,
sie sind nicht mehr bereit für die exorbitanten Vorstandsgehälter zu bezahlen. Außerdem wird ein Opelaner  mit Sicherheit einen Opel kaufen, da er den ja deutlich billiger bekommt.
vielleicht sollten die Handelsspannen nicht so hoch sein (nach meinem Wissensstand liegen die bei etwa 40-45 %).
Bei derzeit üblichen Spannen bei anderen Handelsunternehmen von etwa 15 % würde ein attraktiver Endpreis für uns herauskommen und die Fachhändler bräuchten die Versandanbieter (=Großabnehmner) nicht zu fürchten. Ein Umsatzplus würde sicherlich die entgangene Spanne wieder ausgleichen.
Gruß
Günter
@19, 20, 22 Da liegen Ursache und Wirkung dicht beieinander. Einem Mitarbeiter kündigen der sich querstellt ist schwer möglich. Auch wenn er durch seine Arbeitseinstellung und Auffassung den Betrieb gefährdet (Bei kleinen Unternehmen schnell der Fall). Betriebsbedingt kündigen können die Siemens und VW´s, übrigens mit Duldung des Betriebsrats Daher überlegt man sich jede Einstellung ganz genau. Ich habe Personalverantwortung und muss sagen die Gesetzeslage spricht schon wesentlich mehr den Arbeitnehmer an. Mich hindert das nicht dran einzustellen, ich siebe halt ganz genau aus wer mir ins Haus kommt. Man hat ja auch die Möglichkeit befristeter Arbeitsverträge.

Wir können mit Made in Germany aber gleichgünstig und qualitativ besser anbieten als die Konkurrenz, weil wir uns auf unseren Arsch gesetzt haben und Gas geben. Und weil wir ein super Team haben bei dem alle mitziehen.

Das sind auch Sachen die in D fehlen: In die Hände spucken statt jammern und mehr Fatalismus. Mehr arbeiten, weniger granteln. Ich spare im Moment auf meine Hochzeit, mein Modellbahnetat ist dank studierender Verlobter genau 0 Euro. Das sind alles persönliche Entscheidungen.

Ich finde für die gebotene Technik und Optik die Preise durchaus OK. Flm hat in HO 1969 ca. 50 Mark für eine E10 verlangt. Das Ding war aber vom gröbsten. Beschriftung war nicht wirklich existent, heute bekomme ich für 30 Euro einen HO Taurus der optisch und technisch besser dasteht. Für Detaillierung zahlt man, das ist aber normal.

Gruß Christian
@ Walo, Wutz
Die Flugpreise in der EconomyClass sind seit 20 Jahren stabil und werden auf Kosten der enorm erhöhten Business-Tarife quersubventioniert. Außerdem werden die Airlines, im Gegensatz zu den Moba-Herstellern, gut gemanagt.
Ich zahle für eine Fernostreise heute nicht unter 5500,- Euro während ich dieselbe Tour in der Economy für 1250,- reiten kann. Die hat aber schon vor 20 Jahren 1100 Euro gekostet während die BusinessClass damals für 3000 Euro zu buchen war.

@ Lothar
Geh' doch mal in Rüsselsheim auf den Opel-Parkplatz und zähle die Fremdfabrikate. Die sind doch dort nicht mal mit der eigenen Firma, die ihnen das Gehalt zahlt, solidarisch! Deutsch krakeelen aber japanisch kaufen? Opportunismus, wo immer man auch hinguckt.

Ich kaufe auch japanische Kato's, ich bin aber auch nicht bei Fleischmann oder Trix beschäftigt. Ich versichere Dir aber, daß ich Hausgeräte oder Werkzeuge nur bei meinem Arbeitgeber BOSCH kaufe.


Die Modellbahn ist sogar unglaublich teuer geworden aber ich finde, hier wird nur auf die Fahrzeuge abgehoben. Wie läuft das denn, wenn man eine Bahn baut?

Da kommen erst einmal die Kosten, die auf einen Schlag anfallen wie Holz....Gleise.....Elektrik, alles andere kann nach Finanzkraft nach und nach zsammengekauft werden. Wenn die 3 Kostenpakete erst einmal durch sind, wird es übersichtlicher.

Die Kosten für die Fahrzeuge kann man in Grenzen halten, wenn man Gebrauchtware auf Börsen und Auktionen kauft und mit ein bißchen Phantasie, beispielsweise am Beispiel der Korkstreifen, kann man auch die geradezu kriminell gestiegenen Preise beim Zubehör ausgleichen.

Aber Oli hat recht, das Hobby erfordert ziemlich viel Finanzkraft

Gruss
Cox
@18, Volker

Bist Du Dir sicher, dass eine BR86 von Märklin damals (1963) nur 16 DM gekostet hat? Neu im Laden? Ich kann den Preis nicht so ganz glauben, wenn ich mir meine alten Trix-Kataloge aus der Zeit so anschaue. Dafür hast Du bei Trix gerade mal eine BR80 bekommen! Eine 01 schlug übrigens mit 60 DM zu Buche, die kostete damals von Märklin 55 DM, wenn ich mich recht erinnere. Da ich aber keine alten Märklinkataloge besitze, kann ich das nicht nachschauen.

Dann noch etwas: Wer bezahlt denn heute noch die UVP? Im ebay stehen sich neue Loks die Räder platt, obwohl sie rund 40% unter der UVP angeboten werden. Mit anderen Worten: Eine Lok mit einer UVP von 250 Euro ist selbst für 150 nur noch schwer verkäuflich!

Aber früher war nicht alles besser: 1960 waren 60 DM genauso viel wie heute 150 Euro. Was früher Luxusartikel waren (Kaffee, Schokolade usw.), bekommt man heute im Supermarkt nachgeschmissen. 1 Pfund Kaffee kostet heute nur noch die Hälfte - real, nicht umgerechnet!

Und noch etwas: Als ich 1971 meine H0-Anlage aus Platzgründen aufgeben musste, hat mir ein Händler (war damals in Ermangelung von Börsen, vom Internet und ebay gar nicht zu sprechen, fast die einzige Verkaufsmöglichkeit) EIN DRITTEL des Kaufpreises gezahlt, obwohl die Sachen mehr oder weniger neuwertig waren. Ich habe also für eine große Dampflok nur 20 DM bekommen. und das noch im Tausch gegen N angerechnet!

Gruß, Claus
Ganz unrecht habt ihr alle nicht !
Vor nicht einmal 10 Jahren hat mich eine GFN P8 noch 135.-DM gekostet. Nun steht sie bei meinem nächsten Händler für 149.- Euro im Regal.
Mein Gehalt hat sich auch nicht verdoppelt. Da hilft nur eins, so weh es manchem tun wird :

NICHTS KAUFEN !

Solange Unternehmen Jahr für Jahr wieder Rekordgewinne verkünden, ihren Mitarbeitern aber zumuten, auf Lohn, auf Weihnachts-und Urlaubsgeld zu verzichten, unbezahlte Mehrarbeit zu leisten, und man erwartet, daß wir blöd genug sind, uns diese Kapitalismusmethoden gefallen zu lassen , bleibt uns nur :

Passiver Widerstand !

Wir, das Volk, können überleben, die reichen Sch..... können ihr Geld nicht essen.
In den 60ern hatten wir mal einen Spruch drauf :

Macht kaputt, was euch kaputt macht !

Macht es endlich !

in der Hoffnung, daß die APO wiedergeboren wird
Herbert
Wenn bei den Preisen wenigstens die Qualität genauso "hoch" wäre,dann wär das ja noch in Ordnung,aber so werde ich wohl irgendwann sagen das wars--nix mehr Eisenbahn.
gruß Detlev
@Herbert

Das sehe ich ähnlich. Mir scheint, dieses Land braucht mal wieder eine kleine Revolution. Natürlich nicht mit Gewalt, sondern mit passivem, aber massivem Widerstand. Ob man das aber hinbekommt, wage ich mittlerweile zu bezweifeln.

Was mir auch aufstößt: Derzeit laufen in den Medien zahlreiche Berichte darüber, dass die Krankenkassen in 2004 volle vier MILLIARDEN Euro Gewinn eingefahren haben, sich aber im Gegenzug (bis auf eine Ausnahme) sträuben, die Beiträge zu senken. Stattdessen werden hier und dort Vorstandsgehälter erhöht. Irgendwo hab ich das doch schon mal gehört?

Ich habe den Eindruck, wir bewegen uns derzeit nicht nach vorne, sondern steuern wieder auf die ökonomisch-politischen Verhältnisse des 19. (!) Jahrhunderts zu...

Gruß, Claus
Geht es uns nicht doch noch zu gut?
Keine Frage, unser Hobby ist preislich in den letzten Jahren arg in die Höhe geschnellt. Aber eine Diskussion über Modellbahn, Türkei- und Fernostreisen sowie KFZ können sich dann doch nur die leisten, denen es gut geht.
Wieviele Menschen in unserem Land wissen nicht wovon sie Miete oder Nahrungsmittel bezahlen sollen. Global gesehen sieht das ganze sogar noch übler aus.
Immer mehr Gehalt bei gleichbleibenden Preisen kann bei uns irgendwie nicht funktionieren.
Aus den vergangenen Jahrzehnten waren wir es gewöhnt uns Einiges leisten zu können, doch ständig weiter steigender Wohlstand geht nicht. Irgendwann ist das Ende erreicht und es geht rückwärts. An einem solchen Punkt sind wir wohl angelangt (oder nah davor).
Man muß sich wieder mehr einschränken, weniger Freizeit, mehr Arbeit......
So empfinde ich das.

Gruß

Thomas
Gruß
Thomas
Hallo Miteinander,
Also das hobby Moba ist weder was für reiche  oder arme oder mittelschichtler sondern für den der es sich leisten will. Was mir zu teuer ist kauf ich nicht, oder suche halt bis ich es irgendwann zu einem für mich akzebtabelen Preis finde.
Was die Preispolitik der Hersteller und der Händler angeht so sind die teilweise astronomischen Erhöhungen m.E hausgemacht.

1. Man produziert und entwickelt am Bedarf vorbei.
2. Modellpflege  teilweise nur noch als Neukonstuktion
3. ein Verdrängungswettbewerb der grosserienhersteller auf Teufel komm raus
4. speziell bei einigen Händlern zählt  nur noch der schnelle Euro anstatt der                              Kunde
5. Der Nachwuchs ist bei Herstellern wie auch Händlern uninteresant, weil die Brieftasche noch nicht dick genug ist.

Das alles führt dazu , daß immer weniger gekauft wird zu einem immer höheren Preis. Weil am Ender hat jeder kosten und will auch noch was verdienen.

Zur allgemeinen Situation sehe ich das so,
Bessern wird sich erst wieder etwas wenn die Herrn, die so hoch auf ihren Rössern sitzen merken, das es ohne arbeitendes Volk nicht geht.; denn Dividenden und Reformen kann man nicht essen und bisher reduzieren sie nur die Arbeitnehmeranzahl schritt für schritt  bis keiner mehr Arbeitet. Bis dahin haben aber die  Konzerne/ Firmen und Regierungen gelernt auch ohne kaufendes Volk auszukommen.
Kostensenken auf biegen und brechen. Und wer ist in 10 Jahren noch in der Lage sich was zu kaufen wenn das so weiter geht?

so das wars.
MfG mike
Wenn man mehr will als man kann, ist man dann arm?

Wenn man mehr könnte als man will, ist man dann reich?

Ich glaube es ist alles relativ und verändert sich permanent;
Was vorher ging geht heute nicht mehr, und umgekehrt;

Jeder der die Ziele innerhalb seiner Möglichkeiten erreicht, wird glücklich = ist reich?
Alle die Ihre Ziele ausserhalb Ihrer Möglichkeiten legen werden unglücklich = sind arm?

Ob ein Hobby teuer oder billig ist ist immer von Betrachtungsweise der einzelnen Person abhängig da es eine freiwillige Beschäftigung ist.

Das sieht bei lebensnotwendigen Grundnahrungsmittel wie Weizen,Reis,Wasser ganz anders aus.

Dies meine Gedanken zu dem Thema und vielen Beiträgen.

Schöne Grüße an Alle
Hans




Ich finde, das in Deutschland im Vergleich zu (fast) allen anderen Ländern auf einem ziemlich hohen Niveau gejammert wird, soll heissen im Gegensatz zu anderen Ländern geht es uns noch richtig gut.
Ich habe langsam den Eindruck, dass nur noch gejammert und nicht agiert wird.
Nichtsdestotrotz sind im Modellbahnbereich in den letzten ca. 10 Jahren exorbitante Preissteigerungen zu verzeichnen gewesen, die es in vielen anderen Branchen nicht gab. Vor 10 Jahren musste ich schlucken, wenn für einen Dampfer 200,00 DM verlangt wurden, heute sind mehr als 200,00 € schon fast normal. Berücksichtige ich dazu meine Reallohnentwicklung, muss ich tatsächlich ca. 70 - 80 % mehr ausgeben für ein entsprechendes Modell. Da hat sich der Hersteller schon einen großen Schluck aus der Flasche genehmigt.
Die Frage teuer oder nicht kann jedoch jeder nur nach seinem Geldbeutel beurteilen und muss das anhand seines Budgets für die Moba selbst beurteilen.
Schöne Grüsse aus dem verregneten Münsterland von
Werner
der die E 32, die BR 57 (mutig, ich weiss), und einiges an neuen Waggons schon vorbestellt hat.
Das Ende des Kommunismus hat in der Wirtschaft eine völlig neue Perspektive eröffnet. Bestand vorher im Westen noch die angst, wenn man die arbeitende Bevölkerung nicht bei Laune hält, könne der Kommunismus auch im Westen die Oberhand gewinnen, so ist die Bedrohung nun weg, und man kann munter ausbeuten, was das Zeug hält. Da man natürlich auch in Wirtschaftskreisen vorerst an stabilen Verhältnissen in Mitteleuropa interessiert ist, werden die Arbeitnehmerrechte und der Wohlstand natürlich nicht schlagartig, sondern langsam aber stetig zurückgeschraubt, bei gleichzeitiger Verlagerung der Produktion in "billigere" Länder. In den Billiglohnländern werden der Wohlstand, und damit die Ansprüche und Löhne mittelfristig steigen, sodass sich die Löhne irgendwann wohl auf erheblich niedrigerem Niveau als heute stabilisieren wollen. Wenn man liest, dass z.B. Märklin seine Verkaufsaktivitäten auf "lukrative Wachstumsmärkte" konzentrieren will, dann heisst das im Klartext nichts anderes, als dass man den deutschen Markt praktisch abgeschrieben hat. Insofern laufen auch die Argumente nach dem schema "wenn hier keiner mehr Geld hat, wer soll die Sachen dann kaufen?" ins Leere. Wenn von 1 Milliarde Chinesen nur 1% potentielle Mobakäufer sind, dann wären das 10 Mio. - mehr als der deutsche Markt hergibt. So rechnen halt Märklin und Konsorten, und vermutlich auch VW, Opel, und wie sie alle heißen. Ob diese Blütenträume realistisch sind, ist eine andere Frage, aber wegen eines wegbrechenden Inlandsmarktes den Sozial- und Lohnabbau bei uns aufzuhalten, oder gar umzukehren, das wird kein Unternehmen ernsthaft in Erwägung ziehen.

Zieht Euch warm an!

Volker
Yep, Volker sieht das sehr gut.

Ich habe von 2000 bis 2004 Moba Pause gemacht und fange wieder von 0 an. Wenn ich die Preise von vor fünf Jahren mit den heutigen vergleiche stehen mir die Haare zu Berge.

Mit dem Gebrauchtmarkt: Was passiert wenn dieser abgegrast ist, und niemand seine Modelle mehr verkaufen will? Muss man dann wieder Neuware kaufen?

Produktion in China: Wenn man sich endlich auf weltweite Umweltschutznormen einigen könnte, und diese Normen so strikt wären wie im Euroland, dann wären deutsche Unternehmen froh, wieder im Ländle produzieren zu können.
Während europäische Unternehmen seit Jahren schon an Filteranlagen, umweltschonende Produktion u.s.w. gewöhnt sind, konnte man die Investitionen über einen längeren Zeitraum tätigen. Selbst striktere Normen gehen nicht so sehr in's Geld.
Umweltschutztechnisch lebt China noch in der Steinzeit. Was auch der Grund dafür ist, dass man so gerne dort produziert - man muss keinen Pfennig für die Umwelt ausgeben. Würde China von heute auf morgen diese Normen einführen, und würden die Unternehmen nach dem Verursacherprinzip für ihre negligence gegenüber der Umwelt in Haftung gezogen, wären diese Läden pleite, da sie ihre Fabriken nicht auf die Schnelle nachrüsten können. Ausserdem, wenn ich an die bereits bestehenden Schäden denke, für die Brüder endlich berappen müssten ....
Erinnert ihr euch nach an die Wende, als viele Ostbetriebe dichtmachen mussten, weil Filteranlagen u.ä. zu teuer geworden wären?

Produktion in Asien ist nicht so billig wegen der dortigen Arbeitslöhne (zieht man Transportkosten, Zölle u.ä. mit in die Kalkulation isses nicht so billig!), sondern so komfortabel, weil man richtig drecken kann, ohne dafür bezahlen zu müssen. Ausserdem kriegt man die Genehmigung zum Bau einer Fabrik dort viel schneller, ohne diese lästigen und teuren Umweltschutzgutachten (die selbst in Europa oft getürkt sind). Einfach an der richtigen Stelle ein bisschen Schmiermittel angebracht, schon hat man den Stempel.

lg,
Claus
Yeah, Claus, der chinesische Dreck weht bis zu Euch rüber.
Gebrauchtware gibt es immer wieder, wie man aus der Altersstruktur der Mobahner schießen kann. Da die nachwachsenden Generationen wesentlich weniger Nachfrage erzeugen, müssten die Second-hand-Preise gewaltig sinken.
1955 neu eine BR 44 von Märklin für 59,90 nagelneu mit "Knickrahmen gekauft bei ein Wochenlohn von 106,00 DM brutto und etwas über 70,00 netto, Metallgewerbe Lohnklasse 9, die zweithöchste. Damals war unser Hobby TEUER !!!
Gruß aus Canada Wolfgang
@Wolfgang

Und das mitten in der Wirtschaftswunderzeit! Ich habe hier Trix-Kataloge ab 1950 - damals kostete ein vierachsiger Kesselwagen aus der Modellserie DM 12,50 (!) und ein paar Jahre später noch DM 10. Dieses Preisniveau hielt er bis Ende der sechziger Jahre, danach wurde alles jedes Jahr teurer. Eine Zugpackung mit einer E94 und vier Modellgüterwagen kostete 1951 knapp DM 200 - also ca. den Netto-Arbeitslohn eines Arbeiters/Angestellten. Und genau deswegen sind solche Modelle in der heutigen Zeit unter Sammlern begehrt, weil die Stückzahl sehr gering war. Preisgünstig oder gar billig war unser Hobby noch NIE, wenn man höhere Ansprüche stellte als Kaufhausware.

Gruß, Claus
Habe letztes Jahr bei 0 angefangen....
War ein hartes Jahr....

Schönen Gruß

Migh
Habe jetzt die ganzen Meinungen nicht gelesen;
aber wenn ich so sehe was wir können:
jammern, jammern und damit viel Zeit verbringen.
Habe die letzte Zeit mehr Zeit mit der Moba verbracht als hier zu lesen und zu jammern und ich fühle mich wesentlich besser.

Ganz oben steht irgendwo ein Aufzählung was so ein Zug kostet (glaube es waren 15 Wagen dabei); wer soviel Platz hat muss auch das Geld haben oder kleiner bauen!
Ich will auch unbedingt den tollen Porsche meines Nachbarn, aber ich kann ihn mir nicht leisten, also fahre ich ein Auto, das ich mir leisten kann und will. Ich schimpfe aber deshalb nicht über Porsche weil die die so teuere Autos produzieren.
Jürgen
der schnell weiterbaut
Da kommt mir gerade der Gedanke, dass Wagen für meine Feldbahn um die 6 Dollar (neu!) gehandelt werden.
Glimmstengel kosten mich 3 Dollar am Tag.
Wenn ich jetzt das Rauchen stecke, kann ich mir jeden zweiten Tag einen Wagen kaufen .....

Jürgen, ich weiss nicht, ob es wirklich nur Jammern war. Schliesslich habe ich die Eine oder Andere Anregung gesehen, wie man Hersteller zwingen könnte, billiger zu werden, oder gar <Schluck> neue Arbeitsplätze zu schaffen. Insofern war dieser thread sehr konstruktiv.

Nachdenkliche Grüsse,
Claus
Ein paar Gedanken zu dem Thema möchte ich auch beisteuern:

1. Wir leben in einer Marktwirtschaft. Meines Wissens hat kein Moba-Hersteller ein Monopol. Folglich sind die derzeitigen Preise also nur durchsetzbar, weil sie offenbar von einer Vielzahl Nichtjammerer als angemessen angesehen werden und/oder auch von den Jammerern trotz aller Vorbehalte bezahlt werden. Wäre es nicht so, dann gingen die Hersteller entweder pleite, weil sie mangels ausreichender Spanne auf die ausbleibende Nachfrage nicht mit Preissenkungen reagieren könnten, oder sie senkten die Preise trotzdem, um nicht auf ihren Produkten sitzen zu bleiben und gingen dann auch pleite, oder aber sie stellen schlicht die Produktion unrentabler Produktlinien (z. B. Spur N, siehe Roco u. a.) ganz oder weitestgehend ein. (Prima, wieder ein Grund zum Jammern). Eine Pleite hätte übrigens den Vorteil, dass wir hier im Forum wieder jahrelang darüber spekulieren könnten, wann es diesen Hersteller wohl wieder geben würde....

2. Es ist doch ein Hobby, also nicht lebensnotwendig. Selbst eine Monopolstellung dürfte deshalb normalerweise dem Hersteller kaum helfen, wenn sich die Marktteilnehmer rational verhielten. Welcher Mobahner verhält sich aber rational? Ich kenne keinen. Deshalb gilt der (nicht ganz ernst gemeinte) Umkehrschluß: Ein Hersteller, der Preise diktieren könnte, würde sich trotz monopolfeindlicher Rahmenbedingungen halten können, weil wir Mobahner verläßlich bescheuert sind.

3. Weil das so ist, gilt: Ehe ich jammere, richte ich meine Moba auf meine Möglichkeiten ein. Wenn ich meine Traumanlage nicht finanzieren kann, dann baue ich eben ein Rangiermodul oder so etwas Ähnliches. Im Zweifel muss ich auf eine Moba ggf. ganz verzichten. Aber ich kann doch keinen Produzenten dafür verantwortlich machen, dass ich mir keine Moba leisten kann (oder will).

4. Ich halte persönlich das derzeitige Preis-Leistungsverhältnis von z. B. GFN für absolut in Ordnung. Wir Mobahner haben ständig kostenträchtige Verbesserungen gefordert, die großenteils auch realisiert wurden. Und nun wundern wir uns über gestiegene Preise. Vermutlich kann Fleischmann auch eine Lok für 49,85 EUR anbieten, nur bin ich sicher, dass dann wieder über diese Lok und ihre Detailierungsmängel, die fehlenden Nieten, die zu niedrige oder zu hohe Pufferbohle, den 1/10 mm zu hohen/zu niedrigen Schornstein, ein zu rundes Dach, eine unzureichende Beschriftung usw. usw. natürlich gejammert würde.

Quintessenz: Was immer auch geschieht (namentlich in D), es wird darüber gejammert. Das ist nun 'mal so und muß - auch von Mobaherstellern - nicht weiter ernst genommen werden.

Gruß
K.U.Müller
@ KU
Nagel auf Kopf, KU. Aber ernst genommen werden sollte das von den Herstellern schon. Und es wird auch. Trix ICE3, Hobbytaurus etc. sind wohl die Antwort.

Die haben schon gemerkt, daß sie überzogen haben. Bleiben wir doch mal technisch und picken nur mal ein Beispiel unter vielen heraus: IC-Wagen. Die gibts seit ich an der Moba hantiere. Die vielzitierten Entwicklungskosten? Woher denn? Mit den heutigen Techniken ist das bißchen Lackiervariante schnell getan. Bei den Tauri geht das auch wie's Katzenmachen. Warum nicht hier? Warum werden diese Wagen bei jeder Farbvariante teurer? Ein gutes Beispiel für den richtigen Weg. Sie werden mit Billig-Pantos geliefert und man überläßt das Tunen den Spezialisten wie Sommerfeldt. Ich tippe, daß sich keine 5% daran stoßen und dann wirlich auch umrüsten und nicht nur darüber labern.

Und die Zubehörteile wie Turmmasten, Bahnsteigkanten etc.! Kunststoffspritzmaschinen fertigen die Teile wie ein Maschinengewehr. Die Preise dafür sind zum Teil skandalös. Das geht einem auf, wenn man sich eine Peco-Preisliste zu Gemüte führt. Da sind ähnliche Bauteile für einen Bruchteil des Preises drin.

Überlegt mal: 195,- Euro für die neue Trix 189! Also 400,- Mark in richtigem Geld!
Das gebe ich im Monat für Lebensmittel aus. Gut die sind dann weg und die Lok ist noch da. Ihr versteht schon :)

Ich hoffe wirklich, daß jetzt bei der Kundschaft ein Umdenken stattfindet und die Hersteller auf diesen völlig überteuerten Modellen sitzenbleiben. Sonst wird das letztendlich wirklich ein Hobby für Reiche.

Gruss
Cox

#28, #30
Moinsens Herbert, Moin auch Claus,

ich finde, wir alle sind doch schon dabei, das zu zerdeppern, was uns quält.
Denn:
Ich fahre ein koreanisches Auto (bin stolz darauf), ich gehe auch zum ALDI einkaufen (und werde satt), ich helfe meinem Nachbarn bei Problemen und er hilft mir (und wir freuen uns), mein BWL Kamerad im Sparverein nöhlt über die schlechte Kaufmoral der Bevölkerung (und alle lachen ihn aus), viele Aktionäre sind ärgerlich über ihre Renditen (mangels Aktien freue ich mich).........

man könnte diese Litanei ewig fortsetzen, ändern wird sich nichts.

"Macht kaputt was euch kaputt macht"! Worte, die in den 60ern eine Anschauung darstellten. Heute sind sie m. E. Bürgerpflicht!
Zumal passiver Widerstand recht gut funktioniert.......

Grüße,
Günter

(der je 17,50 .-DM für seine Mä..... E10 und Mä..... E40 anno 65 gezahlt hat)
@Lothar: DU hast doch in Deinem Leben noch NIE gearbeitet. Also reg´ Dich auch nicht auf.
Meinen Senf zur Debatte:

Entweder ich investiere meine Zeit in ein Dingens - oder dann mein Geld. Ich habe die Wahl.

Es ist auch beim Auto so: Wer selber schrauben kann, spart einen haufen Geld. Wer nicht schrauben kann oder will, muss sich ein Auto zulegen, dessen Werkstätte er sich leisten kann.

Ist bei der Moba nicht anders.

Bei der Moba spricht u.a. der Spassfaktor fürs Selbermachen: In der vielen Zeit, die ich brauche, um mit viel Befriedigung irgendetwas selbst zu bauen, brauche ich fast kein Geld ausgeben... Moba kann auch ein preisgünstiges Hobby sein, wenn es nicht gerade Stuggtart Hbf sein muss.

Felix
der nicht selbst am Auto schraubt
Hi,
Denkt mal andersrum:
Wenn eine Lok sagen wir mal 25.- und ein Wagen 4.- kosten würden,dann hätte ich wohl die 10fache Menge.Aber hätte ich auch mehr Freude daran?
Ich will hier nicht die Philosophie "was nix kostet is nix wert" vertreten.
Aber ohne eine gewisse Entbehrung und "Unerreichbarkeit" wird doch der ideelle Wert enorm gesteigert.
Oder sehe nur ich das so?

Jürgen H.
EIn Hobby für Reiche wird das nicht, denn Reiche haben Hobbies mit einem gewissen Protzpotential - Golfen, Yachten und teure Autos
Die Crux an der Geschichte ist: gehen die abgesetzten Stückzahlen aufgrund abnehmender Nachfrage runter, werden einfach die Preise erhöht, denn Umsatz und Gewinn müssen gleich bleiben, wenn sie schon nicht steigen können. Durch die vielen Sonder- und Kleinserien wird dieser Effekt zusätzlich verstärkt, die fixen Kosten werden anteilig höher. Mit moderner Spritzgußtechnik bietet es sich doch an, mehr zu niedrigeren Preisen abzusetzen, weil ich damit die Kunden binde und den Umsatz von übermorgen wahrscheinlicher mache. Wenn das MTX und Märklin nicht kapieren, die Chinesen werden es ihnen vormachen. Wer 2 Züge hat, kauft irgendwann einen dritten. Wer 20 hat, irgendwann den 21sten. Wer aber beim Kauf des 1sten Zuges von so hohen Preisen abgeschreckt wird, den habe ich als Kunde wohl verloren. In das Kurzzeitdenken von bwl-orientierten Managern paßt diese Einsicht aber nicht rein.

Gruß - Ralf
Ich habe mir für Großserienloks ein Limit bei so ca. 200,-- € gesetzt. Dadurch sind bei mir die M*-Loks der letzten Jahre durch's Rost gefallen, zumal die für mich nicht nachvollziehbare "überzeugende Technik" in meinen Augen nur zur Preistreiberei dient. Die DR-Loks der  58, 44, 52.80 habe ich mir versagt, obwohl ich sie  gerne hätte. Das geschieht auch mit der 57 in DR-Ausführung, die für mich produzierte Lok kann M* in ihr Museum stellen. Nicht das ich am Hungertuch nagen würde, wenn ich sie mir gekauft hätte. Ich mache bloß diese Preistreiberei nicht mehr mit.

Mit Sorge sehe ich auch die Preisentwicklung bei Flm. Wenn die so weitermachen, verlieren auch die mich als Lok-Kunden. Dieses Jahr ist das schon geschehen, allerdings weil sie keine DR-Lok aufgelegt haben. Diese Jahr macht M* und Flm bei mir Null Umsatz.

Die einzige Ausnahme, die ich mir vorstellen könnte das Preislimit zu überziehen, wäre eine echte DR-Lok, wie 22, 23.10, 50.40, 58.30, 83.10, oder auch die 18.0 bzw. 19.0. Das wird aber sicher nicht passieren, so daß ich bei mir im Prinzip von einer abgeschlossenen Sammlung sprechen kann.
@RainerP

Ich habe fast alle Minitrix-Dampfer mit der "überzeugenden Technik"! Nie käme es mir in den Sinn, in den nächsten Laden zu tigern und am Ende 250 Euro dafür zu bezahlen, wenn ich die gleichen Loks bei ebay-Händlern für ca. 150 bekommen kann! Letzteres habe ich dann auch gemacht, wobei man sogar die BR58 auch schon mal für 110 oder 120 erwischen kann - von einem Händler mit Garantie und Rückgaberecht!

Also lasse ich zumindest dieses Argument nicht gelten, dass die Loks durchweg zu teuer sind bzw. über 200 Euro liegen. Man muss halt mal genau die Quellen aussondieren. Selbst bei Lokshop kosten einige der genannten Loks unter 200 Euro (Deinem persönlichen Limit; meines in etwa übrigens auch)!

Gruß, Claus
Als kleines Beispiel die BR58 der DR:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&am...&ssPageName=WDVW

Ich glaube kaum, dass diese Lok teurer als 150 Euro werden wird. Der Anbieter ist ein Händler, mit dem ich selbst auch nur allerbeste Erfahrungen gemacht habe.

Gruß, Claus
Ihr habts ja noch gut!

Bei mir kommt zu chronischer Pleite noch der lausige Dollarkurs dazu.
Importhändler haben Phantasiepreise, und das Bisschen, das auf US-ebay angeboten wird, ist preislich auch jenseits von gut und böse. Ich kann zwar in DE bestellen und mir die Märchensteuer ersparen, aber da wird dann bei den Frachtkosten zugelangt.

Meine Wohnzimmertischbahn wird auf Budget gebaut: Die billigsten Gleise (Atlas, Roco, das alte Bachmannzeug), die ich bei ebay finden kann, Gebäude kitgebasht aus Gratiskartonmodellen, Bäume im Selbstbau. Da klappt das dann auch besser mit der Gemahlin

lg,
Claus
@Claus

Klar, bei Dir kommt noch der schlechte Dollarkurs dazu. Ich kenne allerdings einige Sammlerkollegen aus Übersee, die haben mittlerweile ein deutsches Konto (im Zeitalter des Onlinebanking kein Problem), lassen alles an eine deutsche Adresse (Sammlerkollegen, Verwandte) schicken, bis sich ein Paket zu ihnen "lohnt". So lässt sich zumindest einiges an Kosten sparen! Ich selbst sammle gelegentlich Artikel für einen Australier. Der kann sich schlecht jeden einzelnen ersteigerten Artikel dorthin schicken lassen - einfach zu teuer!

Gruß, Claus
Auch ich lass zu meiner Schwägerin in Weil am Rhein schicken, damit ich die hohen Spesen für internationalen Versand (Post + MWST) sparen kann. Und ich sitze bloss "südlich des Grossen Kantons"...

@53 noidea
Häuser und Bäume selber bauen ist doch voll ok! Damit kannst du mehr als der Durchschnitt, und flexibler und billiger ist es obendrein.

Felix
Ehm, Felix, ich habe nur was von Selberbauen gesagt. Von Können war da keine Rede.

lg,
Claus
Wie war das noch mit den Loks über 200 Euro UVP und demzufolge zu teuer?

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=7310919743

Wer sich dieses Limit setzt, bekommt nahezu jedes Großserienmodell, UVP hin oder her!

Gruß, Claus


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