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Thema: Achenseebahn in Insolvenz
gschnu - 26.03.20 10:02

Hallo,

traurig aber wahr. Seit gestern läuft das Insolvenzverfahren.
Wenn man so ein Unternehmen nach nackten Zahlen betrachtet, dann besteht wohl für einen Weiterbetrieb kein Raum.
Man hofft trotzdem auf Investoren.

https://www.tt.com/artikel/30725323/achenseebah...eiterfuehrung-unklar

Wäre wirklich schade, wenn die 1889 in Betrieb gegangene Bahn aufhören müsste.

Grüße Georg


Hallo,

das wäre wirklich schade. Bin seit 1990 schon mehrmals mit der Bahn gefahren. Zum Glück nochmal im Spätsommer 2018, hoffentlich nicht letztmalig.

Gruß
Rainer


Hallo Georg,

war da nicht was?:
-zu lange zu sehr auf Tourismus ausgerichtet
-Regionalverkehr veschlossen
-deshalb keine Zuschüsse mehr vom Land bekommen

Da hat auch die Idee der Elektrifizierung nicht mehr viel geholfen. Parallel der schnellere Bus, der zieht die täglichen Fahrgäste ab.
Das wird wohl das Schrotturteil für die Appenzeller Fahrzege werden?

Gruß Frank U

Hallo in die Runde,

nachdem was da die letzten Jahre immer wieder drüber in der Schienenverkehr aktuell zu lesen war, hat es da schon länger im Gebälk ordentlich geknirscht, da dürfte die aktuelle wirtschaftliche Prognose zur Entwicklung des Tourismus in Tirol bzgl. der derzeit grassierenden europaweiten Pandemie nur noch der Funke gewesen sein, der das Pulverfass zündete und die Geschäftsleitung veranlasst hat Insolvenzantrag zu stellen. Vielleicht gelingt es ja den zuständigen Beteiligten und betrieblichen Nachbarn die Strecke in irgendeiner Form zu erhalten, dazu müsste dann aber an Tiroler Landesgeregierung, die Gemeinde Jenbach und die Zillertalbahn erst einmal herangetreten werden und diese sich einig werden.

Schwieirg ist halt auch die Meterspur, die gegenüber der Zillertalbahn mit bosnischer Spur komplett andere Fahrzeuge benötigt, mitsammt betrieblicher Unterhaltungsanlagen. Aber gut das müssen die Verantwortlichen vor Ort abklären ob und wie die Strecke gerettet und der Nachwelt gesichert werden kann.

Vom romantischen planmäßigen Dampfbetrieb in Europa müssen wir uns eh langsam in den nächsten Jahren und Jahrzehnten immer mehr lösen, weil dieser bedauerlicherweise immer unwirtschaftlicher für selbstständig tätigte Wirtschaftsunternehmen wird.


Gruß, Matthias

Hallo Frank und Matthias,

ja da war einiges. Viel Politik.
Ein Aspekt dürfte auch sein, dass qualmende Fahrzeuge nicht gerade in das Bild des transitgeplagten und abgasbelasteten Tirol passen. Da wirds dann schwer für ein Land ein solches Unternehmen zu fördern, auch wenn der Schadstoffausstoß eigentlich völlig unerheblich ist.
Die gegenüberliegende Zillertalbahn hats da wesentlich leichter, weil sie auch als Transportmittel dient. Die Achenseebahn ist ja ausschließlich zum touristischen Gaudium geeignet.
Gruß Georg G.

Hallo georg,

Gaudium ja aber ein höchst interessantes und technikgeschichtlich wertvolles.
Ich finde es schade.

Grüße Torsten

Och nöööö! Ich hätte ja eher erwartet, man würde die Trasse bis Pertisau verlängern und dann auch "normalen" Nahverkehr anbieten, anstatt die Dieselbusse den Berg hoch zu jagen.

Na ja, eine Insolvenz ist ja noch kein Ende. Vielleicht kommen ja die Gemeinden auf die Idee, daß man da ein wertvolles Gut hat, welches vermutlich auch einen Teil der Gäste dazu verleitet, gerade dort hin zu reisen.

Vielleicht stehen auch gerade in diesen Zeiten andere Möglichkeiten offen, etwas für die Rettung zu tun.
Zudem habe ich die Züge immer recht voll erlebt. Irgendwie sollte das doch zu machen sein!

Gruß
Klaus

Hallo,
als Museumsbahn in einer Touristenregion müsste ein Überleben doch eigentlich möglich sein?

Gruß
Thomas

Gerade nochmal gelesen: In 2019 sind 250.000 Euro Miese gemacht worden. Das ist doch quasi nix! Wenn ich sehe, wieviel Geld zum Beispiel die Furka-Bergstrecke "verheizt", dann ist das doch nicht wirklich ein Problem, was man nicht lösen kann.

Gibts da keinen Verein, der sich um die Bahn stark macht?

Gruß
Klaus

Hallo,

Zitat

als Museumsbahn in einer Touristenregion müsste ein Überleben doch eigentlich möglich sein?


Ja, dann muss man aber auch was dafür tun, attraktiv sein und schauen, wie man zu Geld kommt.

Wenn das Gebiet im Winter von Skifahrern überflutet wird ist bei der Bahn Betriebsruhe.
31€ für eine Fahrkarte von Jenbach nach Seespitz und zurück sind reichlich Geld. Zumal in Jenbach sonst nix weiter ist, also eher der Weg das Ziel ist. Andersrum sind in Jenbach nicht sonderlich viele Touristen, als Tagesausflug von dort kommt dann schlimmstenfalls noch die Fahrkarte für das Schiff dazu. Für das gleiche Geld kann ich auch auf den Brocken fahren, für 47€ sogar hin- und zurück und hab dann da oben eine ordentliche Aussicht und eben noch was zum Gucken. Und die Brockenzüge sind rammelvoll...
Dann sind zwei Wagen schnell voll... ja, die Loks sind nur Zweiachser, die schaffen wahrscheinlich auch nicht mehr. Da müsste man evtl. Geld in die Hand nehmen und eine oder zwei leistungsstärkere Dampfloks bauen lassen. Winterthur hat doch genug Erfahrung, und dann ordert man die Lok mit Ölfeuerung und schon kann man sich den Heizer sparen.

Museumsbahn ist toll, aber trotz aller Nostalgie muss man auch irgendwo wirtschaften...

Grüße,
Rico

Hallo,

von unserer Fahrt im Spätsommer 2018 einige Bilder.

Gruß
Rainer

Die von RainerP zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login


Hi in die Runde,

ich glaube nicht unbedingt, daß die schon bestehenden Verbindlichkeiten der Grund für die Insolvenz sind...

Die angesprochenen 250.000 Euro dürften für die anliegenden Gemeinden und das Land Tirol eher "Peanuts aus der Tourismuskasse" sein.

Man sollte letztlich aber die aktuelle Situation nicht verdrängen, die Saison hat begonnen und man hat schlicht _0_ Einnahmen! Das dürfte im Verlauf des Jahres noch so manchen vom Tourismus abhängigen Betrieb treffen, egal ob eine Bahn, eine Bühne, Restaurationen oder eine Burg.
Und man kann eben auch bei dieser Bahn nicht einfach "ein Jahr ausfallen lassen", die Leute heimschicken für den Rest der Saison und "zusperren". Es sind Fristen einzuhalten bei der Wartung, die Anlagen müssen weiter betreut werden, egal ob da auch nur Besucher "vorbeikommt". Es gibt oft auch längerfristige Lieferverträge und sei es nur das berühmte, momentan so seltene Klopapier *lach*.

Ich denke, da wird der Betreiber eher so klug gewesen sein, kurzfristig die Notbremse zu ziehen bei der gegenwärtigen Lage. Um nicht hinterher auf allen für die kaputte Saison aufgelaufenen Kosten sitzen zu bleiben. Zudem dürfte die Kassenlage aus den Vorjahren nicht unbedingt so rosig sein, um zumindest einen Teil der Leute auch ohne Gäste weiter zu beschäftigen...

meint grüßend
Roland

Hallo,

Zitat - Antwort-Nr.: 8 | Name: teppichbahner

Gerade nochmal gelesen: In 2019 sind 250.000 Euro Miese gemacht worden. Das ist doch quasi nix! Wenn ich sehe, wieviel Geld zum Beispiel die Furka-Bergstrecke "verheizt", dann ist das doch nicht wirklich ein Problem, was man nicht lösen kann.



Also wenn der ausgewiesene Verlust von 2019 quasi nix ist, dann hast sicher kein Problem mal jedem hier in der Runde quasi nix, also was dich eigentlich eh nicht schmerzt mal netterweise abzugeben zur Förerung unseres Hobbies? ^^

Wenn ein Untnehmen trotz derart stolzer Preise für einmal 6,8km und retoure schaukeln derartig hohe Preise verlangen muss und dann noch Miese macht, dann ist das ein fettes Problem.

Jetzt sind vergleiche mit dem Harz oder der Furka-Bergstrecke etwas unpassend aus meiner Sicht, gar der Vergleich von Äpfeln mit Birnen.

Die Furkabergstrecke hat auch wieder besondere Eigenheiten, Bekanntheit und Mitglieder in der ganzen Welt die Frondienste leisten und zudem liegt diese weltbekannte Bahn in der nicht ganz so armen Schweiz.

Die HSB macht auch ÖPNV und zusätzlich buttert das Bundesland dazu, Stichwort Finanzierungsvereinbarung zwischen Land Sachsen-Anhalt und der HSB und die Tatsache das es weit und breit in Norddeutschland bis zur Küste ist keine zweite derartige Touristenbahn, erst recht nicht so in eine Tourismusregion eingebunden gibt.

Im Falle der Achenseebahn ist die Zillertalbahn als "auch" touristisches Verkehrsmittel in direkter Konkurrenz und dort werden auch historische Dampfzüge unterm Jahr in direkter Konkurrenz angeboten und dies zu humaneren Fahrpreisen. Dem allgemeinen Durchschnittsopa der mal mit dem Enkel mit dem Dampfzug fahren will ist es wahrscheinlich zu 99% egal ob er das mit der Achenseebahn oder dem Dampfzug der Zillertalbahn tut. Aber aufs  Geld schauen die Leute eher als auf die Lok, oder die Spurweite bzw. betriebliche Besonderheiten. Es machen da auch klar mehrheitlich nicht ferrophile Leut dort Urlaub und die nehmen Dinge gern mit wenn der Preis  und für Sie die Leistung passt, aber nur mehr zahlen weil da ne hundert Jahre alte Zahnraddamplok davor hängt, werden sie nicht zwingend.

Aus meiner Sicht würde es nur Sinn machen die Bahn unter Beteiligung der Gemeinden Jenbach und Eben am Achensee zu fördern, es für den Bezug von Landesmitteln des Landes Tirol in den ÖPNV voll zu integrieren, betrieblich der Zillertalbahn zu unterstellen um die Verwaltungs, Personal und die Betriebskosten zu straffen und das ganze dann auch unter der Zillertalbahn mit zu vermarkten.
Dazu müssten aber dann auch ggf. Ausflugsschiffe auf dem Achensee mit einbezogen werden.
Zudem bräuchte es durchgängige Tickets mit denen die Angebote kombinierbar sind, so dass man gut durchgetaktet vom Zillertal herraus mit dem selben Ticket auf sein Ausflugsboot am Achensee gelangt. Unter den gegebenheiten ist auch aus finanzieller Hinsicht ein Dampfbetrieb nicht förderlich, da dieser in dem Konzept eingebunden die Preise zu unattraktiv machen würde. Es muss halt alles unter einem Dach vermarktet werden und dass geht nur wenn alle, aber auch alle beteiligten an einem Strang ziehen. Die Achsenseebahn ist nur unter dem wirtschaftlichen Hintergrund errichet worden Leut vom Bahnhof Jenbach zum Achensee zu bringen und nicht um ein paar Ferrophilen zu gefallen. Und auf genau diese wirtschaftliche Kernkompetenz sollte man sich bei der Insolvenz, meiner Meinung nach konzentieren, denn nur diese schöpft das volle wirtschaftliche Potenzial über das Jahr aus und nicht ein paar ferrofile Sonntagsausflügler die bei schönem Wetter gern nette Fotos machen.


Gruß, Matthias


Zitat - Antwort-Nr.: 9 | Name:

Zumal in Jenbach sonst nix weiter ist, also eher der Weg das Ziel ist. Andersrum sind in Jenbach nicht sonderlich viele Touristen, als Tagesausflug von dort kommt dann schlimmstenfalls noch die Fahrkarte für das Schiff dazu.


Also wir haben sehr viele Jahre in Stans (Nachbarort von Jenbach) unseren Sommerurlaub verbracht. Also das da nix weiter ist kann man nun nicht behaupten. In Kitzbühel mag sicher mehr los sein. Aber die Gegend hatte doch viele Urlauber aufzuweisen. Jedenfalls war das in den 90ern und 2000ern so. Aber auch als wir wieder mal 2018 dort waren, trieben sich doch etliche Leute dort rum. Und zur Erinnerung, auf der anderen Seite der Bahnlinie geht es ins Zillertal mit der Bahn. Ach ja, steht ja auch im Beitrag über mir. Wir selber sind allerdings wesentlich öfter mit der Achenseebahn als mit der Zillertalbahn gefahren.

Gruß
Rainer

Hallo,

naja, in Jenbach mag nicht viel los sein aber ein paar Meter hin ist Münster, dann Schlitters mit dem See, Strass usw. Das sind doch alles Urlaubsorte.

OK, als Verkehrsmittel um an die Seilbahn ins Rofan zu kommen ist die Bahn nicht geeignet. Wahrscheinlich auch nur für die Touristen in der Region, die Talwanderungen machen. Und bei schlechtem Wetter macht es auch keinen Spaß.
Und ich muss gestehen, ich bin selber noch nie mitgefahren.

Ich hänge mal ein bild an, "Modellbahn" Blick vom Rotzspitz.

Grüße Torsten

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Hallo, hier ein Link zu einem Artikel zum Thema Achenseebahn Fakten-Check:

https://in-motion.me/articles/2020-03-24_Achens...C-Privatbahn-und-MIP

Beste Grüße, Phil


Zitat

trotz derart stolzer Preise für einmal 6,8km



Bin da völlig anderer Meinung! Ich habe 24 Euro bezahlt und hatte ein perfektes Erlebnis. Verglichen mit Seilbahnen, ist der Preis eher gering. Wenn ich nur mal mit Brienzer Rothorn oder Wengener Bahn vergleiche, letztere "nur" Elektro-Fahrzeuge, dann weiß ich wirklich nicht, wie billig denn so etwas sein soll, um es Deinen Vorstellungen anzupassen.

Zitat


Die Furkabergstrecke hat auch wieder besondere Eigenheiten, Bekanntheit und Mitglieder in der ganzen Welt die Frondienste leisten und zudem liegt diese weltbekannte Bahn in der nicht ganz so armen Schweiz.



Ein Modell, welches man ja auch hier überlegen könnte. Furka macht das über Aktien, man wird also Miteigentümer und weiß eigentlich, daß man nie eine Rendite erwirtschaftet. Ist doch eine schöne Idee! Auch der dortige "Frondienst" ist ja gut organisiert und die meisten Leute lernen sehr viel dabei. Wer nicht zwei linke Hände hat, kommt quasi nebenbei zu einer Ausbildung. Vom sonstigen Spaß mal ganz abgesehen.

Zitat


Die HSB macht auch ÖPNV und zusätzlich buttert das Bundesland dazu,



Die HSB verheizt vor allem ihr Personal und fährt die Fahrzeuge kaputt! Der dortige Betrieb ist ruinös und auf Verschleiß ausgerichtet. Zu hohe Zuglasten und zu kurze Fahrzeiten sorgen für so viele Betriebsstörungen, daß einem schlecht wird. Rahmenrisse und Kesselschäden sind da allgegenwärtig! Möge kein technisches Denkmal so mit Füßen getreten werden die HSB!

Zitat

Im Falle der Achenseebahn ist die Zillertalbahn als "auch" touristisches Verkehrsmittel in direkter Konkurrenz



Kann ich nicht nachvollziehen. Beide Bahnen sind eine Nutzung wert. Der Charakter beider Strecken kann unterschiedlicher nicht sein. Und in einem Urlaub irgenwo dort würde ich immer beide Bahnen nutzen. Eine Konkurrenz kann ich nicht erkennen, im Gegenteil, ein Aufenthalt dort ist um so lehnender, je mehr solcher Angebote existieren!

Zitat

Aber aufs  Geld schauen die Leute eher als auf die Lok, oder die Spurweite bzw. betriebliche Besonderheiten.



Die Gäste, die eine historische Danpfbahn nutzen wollen, schauen genau auf die Dinge, die Du verneinst. Und selbst die Omi freut sich über das schnaufende "Ding" und genießt den rußgeschwängerten Fahrtwind. Wir reden hier doch nicht über die Frackträger die zum Flugzeug müssen. Ich verstehe nicht, was Du da erzählst!

Zitat

Es machen da auch klar mehrheitlich nicht ferrophile Leut dort Urlaub und die nehmen Dinge gern mit wenn der Preis  und für Sie die Leistung passt, aber nur mehr zahlen weil da ne hundert Jahre alte Zahnraddamplok davor hängt, werden sie nicht zwingend.



Aber sie zahlen definitiv und gerne mehr, wenn da was historisches fährt. Nur mal als Randbemerkung: Die Loks dort sehen alt aus, sind aber teilweise faktisch Neubauten! Neuer Rahmen, neuer Kessel, neues Fahrwerk. Nur wenige Teile sind noch "original". So haben zum Beispiel die Triebstangen und Achsen eine weitere Verwendung gefunden. Einfach mal genau hinschauen: Nieten sind aufgeklebt und fehlen an einigen Stellen


Zitat


Aus meiner Sicht würde es nur Sinn machen die Bahn unter Beteiligung der Gemeinden Jenbach und Eben am Achensee zu fördern, es für den Bezug von Landesmitteln des Landes Tirol in den ÖPNV voll zu integrieren, betrieblich der Zillertalbahn zu unterstellen um die Verwaltungs, Personal und die Betriebskosten zu straffen und das ganze dann auch unter der Zillertalbahn mit zu vermarkten.



Um Gottes Willen NEIN! Warum soll wieder das Personal bluten? Wie bei der HSB? Dann fahren da wieder Leute auf den Loks die weder den Sachverstand noch den nötigen Respekt zur Technik mitbringen? Nein danke! Einen Lokkessel fährt man auf einer Schicht in die Tonne, wenn man will. Von fliegenden Stehbolzen, ausgeglühten Aschkästen usw. kann ich Dir so manche Geschichte erzählen.

Eine bessere Vermarktung macht immer Sinn, scheint mir hier aber gar nicht das Problem zu sein, denn die Züge waren eigentlich gut gefüllt. Wie ich oben schon schrieb, wäre eine Verlängerung um 2 km bis Pertisau ganz nett. Ob das dann dem Schiffsverkehr wieder die Gäste klaut, ist das nächste Problem.

Wie auch immer, solch museal erhaltungswürdigen Dinge muß man nicht dem Kapitalismus zum Fraß vorwerfen. Und eine gesamtheitliche Betrachtung wird sicherlich aufzeigen, daß die Bahn sich auch dadurch bezahlt macht, indem sie zusätzliche Gäste anlockt!

Zitat

Die Achsenseebahn ist nur unter dem wirtschaftlichen Hintergrund errichet worden Leut vom Bahnhof Jenbach zum Achensee zu bringen und nicht um ein paar Ferrophilen zu gefallen.



Was ist das denn? Und die historische Windmühle in der Xantener Stadtmauer ist jetzt wofür gebaut worden? Und was hat das mit der heutigen Bedeutung zu tun? Ich verstehe echt nicht, was Du sagen willst!

Die Bahn ist auf jeden Fall einen Besuch und vor allem eine Mitfahrt wert!
Sie liegt inmitten einer touristisch überaus attraktiven Gegend. Sowohl der Achensee mit seinen Seitentälern ist für Wanderer sehr interessant. Der Achensee selbst ist ein Paradies für jede Art von Wassersport und das Rofahngebirge ist durchaus auch wanderbar, hier sogar mit Seilbahn. Und auf der anderen Seite liegt das Zillertal, ebenso lohnenswert und einen Besuch per Bahn wert.

Ich kann mir echt nicht vorstellen, daß man hier einfach die Schienen rausreißt und die Geschichte vergißt. Ich meine, so doof ist man nur hier in D.

Aber vielleicht ist ja die Insolvenz der beste Schritt in eine neue und breitere Trägerschaft, die alles auf ein breiteres Fundament stellt.

Ein paar "Aktien" würde ich gerne kaufen. Und ich kann zur Not auch mal 'nen Rohrsatz wechseln, daran sollte es nicht scheitern.

Achenseebahn weg geht einfach nicht!

Gruß
Klaus

@ 16 Hallo Klaus,
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Ich kann mir echt nicht vorstellen, daß man hier einfach die Schienen rausreißt und die Geschichte vergißt. Ich meine, so doof ist man nur hier in D.



Dein Wort in Gottes Ohr, da ist in den letzten Jahren auch viel schiefgelaufen in Ö, z. B. die teilweise Stilllegung und Abtragung der Donauuferbahn, die nun keine direkte Durchbindung mehr hat, von vielen kleineren Nebenbahnen mit Potenzial (u. a. z. B. Neuberger Bahn, die "Kaiserbahn") mal ganz zu schweigen. Spätestens seit der Eskalation der Klimabewegung (gut, jetzt dreht sich eh wieder alles um) jammert man jedem stillgelegten Eisenbahnkilometer nach. Und Tirol hat momentan leider auch andere Probleme, aber man sollte die Hoffnung nicht aufgeben...

Beste Grüße, Phil


Na es geht ja schon los

https://www.openpetition.eu/at/petition/online/...turerbe-achenseebahn

Ich hoffe schwer, daß sich nun so etwas wie ein Förderverein etabliert, der ein bißchen Koordination übernimmt.Falls sich da was tut, bitte hier informieren!

Danke
Klaus

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Wenn ich nur mal mit Brienzer Rothorn oder Wengener Bahn vergleiche, letztere "nur" Elektro-Fahrzeuge, dann weiß ich wirklich nicht, wie billig denn so etwas sein soll, um es Deinen Vorstellungen anzupassen.



Hallo,

bitte nicht vergessen, dass diese beiden Bahnen in der Schweiz liegen und dort per se alles schonmal richtig Geld kostet. Für ein Stück mit dem Postbus ist man zu zweit mal eben 30 Euro los, wo man in D die Strecke mit dem Taxi hin und wieder zurück fahren könnte.

Ich kann nicht einschätzen, ob es bei der Achenseebahn zu wenig Gäste oder nur zu hohe Kosten gibt, finde aber, dass dies zum reinen touristischen Nutzen irgendwie nicht attraktiv genug ist. Ich wollte mal mitfahren und habe es gelassen, weil Anfangs und Endpunkt mit  dem Auto nur ein paar Minuten auseinanderliegen. Dann lieber den Zug vom Auto aus beobachten und dann am Achensee mit der Seilbahn auf einen Berg mit Aussicht. Würde das Züglein irgendwo den Berg hochschnaufen, sähe die Situation vermutlich anders aus.
Ein Fahrt aufs Brienzer Rothorn ist damit nicht annähernd vergleichbar - die ist aus meiner Sicht spektakulär, die Achenseebahn nett .

VG Nico

Hallo,

als alter Achenseebahnfahrer finde ich gerade die viel interessanter, als irgendwelche Berge hochschnaufen. Hier fahre ich früh los, laufe/fahre eine Strecke Schiff (je nach Gusto) den See lang. Esse Mittag und laufe/fahre Schiff weiter. Irgendwie/irgendwann wieder zurück zur Bahn und dann wieder mit der Bahn nach Jenbach, wo ein paar Schritte gegenüber der ankommenden Züge das Auto den ganzen Tag kostenlos parkte und auf die Fahrt ins Quartier wartete.

Das haben wir, wie schon gesagt, mehrmals im Urlaub gemacht (nicht jedes mal, aber oft) und einen vollen schönen Tag mit Technik und Wandern verbracht. Das Geld dazu haben wir niemals bereut. Das gilt für unsere Familie genauso wie für unsere Freunde. Natürlich gibt wie bei jeder Eisenbahnveranstaltung die Nebenherfahrer, die kein Geld zahlen. Nun gut, das ist so und damit muß man leben.

Gruß
Rainer

Hallo
Ist immer ein schöner Tagesausflug von Wien aus.
Mit dem ersten Railjet nach Jenbach, mit der Achenseebahn zum Schiff, eine Runde am See,  wieder runter mit dem Zug,dann mit der Zillertalbahn nach Maierhofen gefahren und ein verspätetes Mittagessen genossen. Um 5 nach Jenbach zurück und mit dem Railjet nach Hause.
Hoffe,das ich dieses Jahr auch fahren kann.
Schöne Grüße
Herbert

Hallo Herbert,

das mit dem Railjet könnte vielleicht klappen.

Gruß
Rainer

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Hallo,

ich denke es bräuchte eine Gesellschaft wie die NÖVOG oder die SLB in Tirol.

Grüße, Peter W

Das sollte jetzt nicht heißen, dass ich da kein Geld für zahlen will. Ich bin mit nahezu allen größeren/bekannten Bergbahnen in den Alpen gefahren, und da sind schon einige bei, wo man für den Fahrpreis schon ein gutes Spur N Lökli bekommt
Gerade diese Bahn bringt mir als jemand, der gerne Auto fährt, nichts. Am See parke ich, fahre eine Runde Elektroboot auf dem See und fahre dann zum Essen lieber mit der Seilbahn hoch und genieße dabei die Aussicht.

VG Nico


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