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Thema: Ersatzmotor für V100 Ost BR 110/112 uä von Flm Baubericht
Hallenser 61 - 14.01.20 18:53

Hallo in die Runde,

nachdem sich vor über einem Jahr der Motor meiner BR 115 von Fleischmann trotz sehr weniger Nutzung verabschiedet hat (altbekanntes Problem dieser Baureihe) hatte ich Hoffnung auf den Lösungsansatz im Forum, siehe auch

https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show...r%20br%20110#x915724

leider tut sich da aber seit einiger Zeit nichts mehr oder ich habe einen anderen Thread verpasst, der Motor von SB war mir einfach zu teuer und der Preis der Ersatzmotoren von Fleischmann ist bei zweifelhafter Qualität grenzwertig.
Da stand ich nun mit meinem Latein: Keine Umbauerfahrung, keine Maschinen außer einem Dremel und an Fräsen habe ich mich noch nie herangetraut.
Da stand sie nun, die BR115 und rührte sich nicht. Diesen Sommer wurde ich bei eBay auf das Angebot von Tramfabriek aufmerksam: Glockenankermotor 0716 mit zwei Wellenenden und zwei 1,5mm Wellenadaptern für freundliche 21 € plus Versand, ich habe lange hin und her überlegt und endlich beschlossen, den Umbau zu wagen, kaputt war die Lok ja eh schon .
Aus jetziger Sicht ist es nicht perfekt geworden, einiges würde ich sicher beim nächsten Mal anders machen, vielleicht hat ja auch der eine oder andere auch bessere Vorschläge aber für mein Erstlingswerk geht es und die Lok fährt wieder .
Als erstes hieß es die Lok zu demontieren, beim Umlauf passierte das erste Missgeschick, beim Abnehmen des Deckels der Kupplungskulisse verabschiedete sich die erste Feder ins Nirgendwo, die zweite folgte beim Versuch das Ganze nach erfolgreichem Umbau wieder zusammenzusetzen, muss ich wohl Ersatz beim Hersteller ordern, allerdings ist mir schleierhaft, wie ich diese haardünnen Federn da wieder rein bekommen soll .
Als nächstes musste die Zwischenwand an der Schwungscheibe weichen- ach ja- die SWM kommt leider nicht wieder rein, da habe ich mit meinen Mitteln nicht gewusst, wie ich die wieder auf die Welle bekommen soll, da ich auch keinen Bohrständer zur Verfügung habe. Also musste die Zwischenwand dem Dremel weichen. Dann waren zwei Lagerböcke aus 1,5x4mm Messingprofil herzustellen, dazu wurden vier Stücke a 14 mm ab gelängt und miteinander zum einem L- Profil verlötet, welches dann in den Ramen geklebt wurde und zwar so, dass die Profile ganz nach außen angeschlagen kamen, das ergab einen Einbauraum für den Motor von 7mm- in der Theorie- in der Praxis musste ich mit dem Fräser von den senkrechten Backen noch einige Zehntel von der Innenseite abnehmen bis der Motor genau passt.
Vom alten Motor werden die Wellen mit dem Dremel abgeschnitten und die Wellenenden entgratet.
Der neue Motor bekam jetzt auf beide Wellenenden die Hülsen, dazu benetzte ich die Enden vorsichtig mit sehr wenig Sekundenkleber und steckte die Adapter dann auf, die abgelängten Wellen mit den Schnecken des alten Motors kamen dann ebenfalls in die Adapter, anschließend gab es einen winzigen Klecks Sekundenkleber an die Verbindungsstelle. Die Schnecken lassen sich relativ leicht auf der Welle bewegen, so dass sie dann richtig positioniert werden können, eventuelle Überstände der alten Wellen muss man dann hinter der Schnecke entfernen.
Der Motor passte mit den Wellen jetzt prima, als nächstes stand eine Funktionsprobe an wobei der Motor mit den Fingern ins Lager gepresst wurde und an die Kabelenden ein 9V Block gehalten wurde.
Alle Räder drehten sich. Jetzt kommt wahrscheinlich mein gravierendster Fehler- ich hätte wahrscheinlich zwischen Schnecke und Zahnrad irgendwie einen geringen Abstand schaffen müssen aber wie?
Jedenfalls wurde der Motor dann mit Loctite eingeklebt mit dem Ergebnis, das der Motor nun etwas rauh läuft weil er wahrscheinlich etwas zu fest auf die Zahnräder drückt, na ja, das läuft dann mal unter Erfahrung sammeln.
Von der Platine sind jetzt die Kontaktfahnen zu entfernen, die würden sonst einen Kurzschluss verursachen, jetzt kann die Platine wieder eingebaut werden. Der Motor ist nun anzuschließen, dabei Polarität beachten, sonst gibt es Stress .
Nachdem ich die Haltegriffe an den Lokenden wieder drangezittert habe, war der Umbau geschafft, nicht perfekt aber die Lok fährt wieder und das zu einem günstigen Preis!
Vielleicht ist mein Bericht ja für den einen oder anderen eine Inspiration, wie man mit wenigen Mitteln das Problem beheben kann und vielleicht gibt es ja Hinweise, wie man meine Fehler vermeiden kann oder noch besser: Jemand bringt einen bezahlbaren Tauschsatz .

LG Uwe

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Hallo,


Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

die SWM kommt leider nicht wieder rein


Ganz schlecht bei einem Glocki.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

da habe ich mit meinen Mitteln nicht gewusst, wie ich die wieder auf die Welle bekommen soll, da ich auch keinen Bohrständer zur Verfügung habe.


Anheizen? Schraubstock? Ggf. Aufbohren, das kann ohnehin nicht schief gehen, solange der Bohrer nicht schlägt, weil ja schon eine Zentrierbohrung drin ist.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

zwischen Schnecke und Zahnrad irgendwie einen geringen Abstand schaffen müssen aber wie?


Indem man einen Draht um die Schnecke wickelt. So wie es SB macht  Das ist aber nun wirklich nichts neues.

Grüße, Peter W

Hallo Uwe,

für den ersten Umbau dieser Art lässt sich das Ergebnis doch sehen.
Und Erfahrung ist nunmal die Summe aller Fehler die man gemacht hat. und durch die man auch noch lernt.
Übrigens, ich habe bei keinem meiner Umbauten (mit Ausnahme der Roco V200) die Schwungmassen wieder verwendet.

Viele Grüße
Dieter

Hallo Uwe,
entsprechende Motoren und Adapterhülsen hab ich doch schon lange im Angebot, also von wegen da "tut sich nichts mehr". Lediglich der Ansatz mit Maxon ist aus Kostengründen gescheitert.

Den Umbau hab ich vor ner Weile schon genauso gemacht, die Lok läuft auch ohne Schwungmasse prima.

Viele Grüße
Carsten

Hallo Uwe

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Jetzt kommt wahrscheinlich mein gravierendster Fehler- ich hätte wahrscheinlich zwischen Schnecke und Zahnrad irgendwie einen geringen Abstand schaffen müssen aber wie?
Jedenfalls wurde der Motor dann mit Loctite eingeklebt mit dem Ergebnis, das der Motor nun etwas rauh läuft weil er wahrscheinlich etwas zu fest auf die Zahnräder drückt,



Könnte aus die Haltbarkeit der Schneckenzahnräder gehen, du wirst es merken.

Von da her noch mal den Motor ausbauen und mit Abstand einsetzten - 0,25 oder 0,3 mm Draht in die Schneckengänge wickeln.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

die SWM kommt leider nicht wieder rein, da habe ich mit meinen Mitteln nicht gewusst, wie ich die wieder auf die Welle bekommen soll,


1. vermutlich hättest du etwas mehr fräsen müssen, um dafür Platz zu haben
2. Für Demontage und Montage sind Abzieher und (kleiner) Schraubstock  sowie passende Hülsen / Scheiben von Vorteil.

Bei jedem Umbau lernt man dazu.

Gruß Detlef

Hallo Carsten,

mit "da tut sich nichts mehr" war von mir die Hoffnung auf einen Tauschsatz gemeint, weil ich mir einen Umbau mit Fräsen und so eigentlich nicht zugetraut hatte.
Hattest Du einen Umbaubericht hier eingestellt, ich hatte nichts gefunden?

Viele Grüße
Uwe

Hallo,

guter Umbaubericht. Welche Länge hast du für die Messingadapter gewählt? Es gibt ja den größeren 0816 Motor mit längeren Wellen. Warum viel deine Wahl auf den 0716? Passt der 0816 nicht richtig oder wäre der Bau der Laberböcke für den Motor schwieriger geworden?

Gruß

Ronny

Hallo Detlef,

Dem Motor werde ich wohl nicht mehr heraus bekommen

VG Uwe

Hallo Ronny,

die Hülsen werden von Tramfabriek mit 7 mm geliefert, der 0816 hat zwar längere Wellen aber nicht lang genug, ich brauchte Platz für die Hülsen und da der Motor breiter ist, wäre ich mit meinem Lager nicht hin gekommen.

LG Uwe

Hallo Uwe,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Dem Motor werde ich wohl nicht mehr heraus bekommen


was für eine Kleber hast du genau gewählt?
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

wurde der Motor dann mit Loctite eingeklebt


das sagt mir nichts darüber welchen Kleber du verwendest hast.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

dazu benetzte ich die Enden vorsichtig mit sehr wenig Sekundenkleber und steckte die Adapter dann auf, die abgelängten Wellen mit den Schnecken des alten Motors kamen dann ebenfalls in die Adapter, anschließend gab es einen winzigen Klecks Sekundenkleber an die Verbindungsstelle.



Dann hoffe ich mal für dich, das der Sekundenkleber hält.
Da gibt es besseres. Welle-Nabe Fügekleber, oder 2K Kleber
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Die Schnecken lassen sich relativ leicht auf der Welle bewegen, so dass sie dann richtig positioniert werden können,


Eigentlich nicht befürchten, aber sollte die Schnecke durchrutschen, festkleben, s.o..

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

ich brauchte Platz für die Hülsen und da der Motor breiter ist, wäre ich mit meinem Lager nicht hin gekommen.


Platz kann man sich fräsen. Ich mache das auch ohne stationäre Fräse sondern "frei Hand" mit einer Proxxon (Dremel geht natürlich auch) und entsprechenden Metallfräsern. Den Rahmen spannen ich dazu gepolstert und eine kleinen Schraubstock ein.

Gruß Detlef

Hallo Uwe,

wenn Du den Motor mit Loctite eingeklebt hast - meinst Du den Kleber für Schraubensicherungen? Kenne ich ja eher von einem anderem Verkehrsmittel: meinem Fahrrad. Sollte dies so sein: Hast Du eine Möglichkeit, die Klebestelle vorsichtig so zu erwärmen, dass Dir nichts anders wegschmilzt?

Gruß, Steffen

Hallo Uwe,
ohne Fräsen gehts leider nicht, da die Motoren 1 mm länger sind als die originalen. Ich hab erstmal einen Probeumbau gemacht und den noch nicht dokumentiert. Aus Zeitmangel ist leider noch kein Umbaubericht entstanden.

Der 0716 ist besser geeignet, weil erstens die Wellen des 08ers zu kurz sind, um ohne Verlängrung auszukommen, aber zu lang, um einfach per Adapter ein Stück anzustückeln. Zweitens dreht der 07er langsamer, was der kleinen Rennsemmel entgegen kommt.

Uwe, den Motor kannst du evtl. mit einen Schraubendreher raushebeln. An der glatten Oberfläche der Motoren hält der Kleber nicht unendlich fest.

Viele Grüße
Carsten

Moin,

bei solchen Motorumbauten lohnt es sich eine Platte auf dem Lokrahmen zu verschrauben und auf diese Platte dann den Motor zu kleben.
So bleibt der Motor demontierbar.
zusätzlich hat man die Möglichkeit den Eingriff der Schnecke ins Zahnrad zu korrigieren durch Zwischenlagen oder durch Beschleifen der Platte.  

mit Grüßen

Jens

- der auch noch 1-2 V100 mit neuen Motoren ausrüsten möchte.


Hallo in die Runde,

der Kleber ist Loctite 3090, ein hochfester 2K Kleber, den Motor bekomme ich ohne größere Schäden anzurichten so nicht mehr heraus- der Drops ist gelutscht! Beim nächsten mal bin ich schlauer!

Grüße Uwe

Hallo Uwe,
setz doch einfach mal nen Schraubendreher neben dem Motor an und dreh ihn, so dass du den Motor seitlich wegdrückst. Wie gesagt geht der 2k-Kleber normalerweise von so glatten Oberflächen auch wieder ab. Zumindest, solange man nicht zu viel benutzt hat. Die Motoren müssen nicht bombenfest sitzen, deswegen setze ich sie immer nur in ein kleines Bett aus Kleber.

Viele Grüße
Carsten

Hallo,

auch wenn es vllt. lächerlich klingt und die Profis Schnapp-Atmung bekommen, genau aus dem Grund der eventuellen Demontage verwende ich als Motor-Fundament Karton oder Balsholz (je nach benötigter Unterlagenstärke).
Das gibt auf jeden Fall ohne Zerstörung an Motor oder Lokrahmen nach.

Viele Grüße
Dieter

Hallo Dieter,
warum Schnappatmung? Im Gegenteil, ich finde das sehr sinnvoll, aus genau den von dir genannten Gründen.

Viele Grüße
Carsten

Hallo Dieter,
ich finde das auch einen sehr praktikablen Weg.
Viele Grüße,
Pierre

Hallo,

ich nehme als Motorunterlage Bleiplatten... hat quasi den selben Effekt.

Aus der Erfahrung ist zumindest der UHU-2k-Kleber recht empfindlich gegenüber Wärme, Dampföl und diverser anderer chemischen Mittelchen. Eventuell könnte sich ja damit noch was machen lassen.

Grüße,
Rico

Hallo Rico,
das gefällt mir noch besser, warum hab ich daran noch nicht gedacht? Hab noch ne Rolle 1mm Blech hier das ich immer zum befüllen der Hohlräume nutze.
Viele Grüße,
Pierre

Hallo Uwe,

so wie es Rico schreibt sind 2K Kleber durchaus temperaturempfindlich, und der Loctite 3090 sogar noch empfindlicher als UHU 3000 Endfest.

Von daher kein Problem den Motor wieder raus zu bekommen, selber schon gemacht.

Mit dem Lötkolben - Billig Teil mit 20W oder 30W reicht und dessen Spitze ist es egal - die Klebestelle erwärmen und gleichzeitig vorsichtig den Motor an der Stelle raushebeln.

Gruß Detlef

Hallo,

wie verklebt ihr die Hülsen auf der Motorwelle? Erst Kleber entsprechend auf die Welle und danach die Hülse aufgeschoben oder erst Hülse aufgeschoben und das Ende der Hülse mit der Welle verklebt?

Gruß

Ronny

Hallo Ronny,

weder noch.

Füge Kleber Welle-Nabe in die Hülse geben und dann auf die Welle schieben, habe ich so schon bei den Getriebeumbauten mit Glasmachers Schnecke (gibt es leider nicht mehr) gemacht.
Vorher die Endposition ermitteln und aus dünnem Karton  ein Begrenzung basteln.
Vorteil ist dabei das überschüssiger Kleber nicht in Richtung Motorlager geschoben wird und diesen womöglich verklebt.

Gruß Detlef

Hallo Ronny,
ganz genau wie Detlef schreibt, mache ich das auch. Wenn einmal Kleber ins Motorlager kommt, kannst du den Motor wegschmeißen. Die oben beschrieben Methode hat sich bewährt, um das Problem zu vermeiden.

Viele Grüße
Carsten

Hallo,

aber wenn ihr Kleber in die Hülse gebt, dann schiebt die Welle den Kleber ja ggf. in der Hülse weiter und man bekommt von der Gegenseite das Wellenstück mit der Schnecke nicht mehr eingesteckt? Bzw. ist die Menge Kleber so zu regulieren, dass dies nicht passieren sollte?

Gruß

Ronny

Hallo Ronny,
du brauchst nur einen kleinen Tropfen Kleber, da wird nicht so viel geschoben. Abgesehen davon bleibt zwischen den Wellen im Adapter immer ein Stück "leer". Du drückst dort ja auch Luft zusammen, die nicht raus kann.

Viele Grüße
Carsten

Hallo,

Ok. Danke für die Infos.

Gruß

Ronny

Hallo Carsten,

bei Wellenkupplungen von Minitrix habe ich schon öfters ein kleines Loch in dem Messingröhrchen gesehen. Jetzt verstehe ich den Sinn. Damit die Luft beim Aufpressen heraus kann!

Grüße, Peter W.

Hallo Peter,
nicht nur das, da können auch Späne von der Fertigung leichter ausgeblasen werden. Mein Fertiger hatte auch gefragt, ob der das bei den 30 mm-Wellen machen kann, aber ich war mir nicht sicher, ob das bei der langen Welle nicht die Stabilität negativ beeinflusst und hab nein gesagt.

Viele Grüße
Carsten


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