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THEMA: Dampfloks mit 8mm Motor umbauen

THEMA: Dampfloks mit 8mm Motor umbauen
Startbeitrag
JE_N_s - 01.10.19 22:46
Hallo,

ein 8mm Motor bietet bei vielen N Dampfloks neue Möglichkeiten des technischen Umbaus.
Liegt der Motor im Langkessel, gewinnt man viel freies Bauvolumen im Führerhaus
und im Bereich der Wasserkästen....

Wie hier auf dem Bild anbei bei der Fleischmann BR 81 ergibt sich im Bereich da,
wo der Motor vorher eingebaut war, der Platz für eine Next18 Schnittstelle,
einen Sounddecoder und (darunter) eine Pufferschaltung.
Der Lautsprecher passt ins Führerhaus.

Ich werde hier in Folge die Umbauten noch weiter dokumentieren.

(zunächst BR81 und BR86 ... und ggf. BR78)

Das Umbauprinzip müßte sich auch noch bei weiteren Loks anwenden lassen
  

mit Grüßen

Jens

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Moin Jens,

"... hier auf dem Bild ..." führt automatisch zu der Frage aller Fragen...

Gruß
Kai
Hallo Jens,

leider fehlt das Bild, um das freie Bauvolumen bestaunen zu können.

Gruß, Steffen
Jetzt ist es doch da...Geduld!

Viele Grüße,
Pierre
Hallo Jens,

schön gemacht.
Hast Du mal das Lokgewicht vor und nach dem Umbau bestimmt?

Grüße Michael Peters
Moin,

(sorry für die Verspätung bei dem ersten Bild)

Die erste 81er ist schon im Testbetrieb - mit Sound aber noch ohne Licht. Ein paar Bleistücke habe ich auch verbaut - ein wenig leichter ist sie vermutlich geworden. Eine zweite 81 ist im Bau mit ein paar Verbesserungen/Optimierungen. Ich werde dann bei Gelegenheit mal das Gewicht bestimmen.

anbei noch ein Bild von der ersten 86er (noch im Aufbau). Der Decoder ist verdeckt durch die Platte mit den Kontaktflächen für den Lautsprecher.
Unter der Next18 Adapterplatine sitzt eine Pufferschaltung mit 880µF .

mit Grüßen

Jens




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Hallo,
Super Sache. Warum eigentlich eine Next18- Schnittstelle? Hat das einen besonderen Grund?

Beste Grüße
Dalmi
Hallo Jens,

der Thread verspricht ein Bestreader zu werden ... sehr interessant, auch wenn ich nur interessehalber mitlesen werde und "irgendwann" einmal etwas so umbauen werde.

Welchen Motor hast du verbaut? Oder ist das der von Carsten? Woher hast du die zu den Lokgetrieben passenden Schnecken?

Bei der 86 stelle ich mir den Einpassvorgang ins Gehäuse schwierig vor: erst beim Aufsetzen desselben erhält die Schnecke den Formschluss mit den Stirnzahnrädern des Fahrwerkes - das muss eine ewige Justiererei sein (wie ist der Motor eigentlich im Kessel fixiert?) und ist der schlussendliche Getriebelauf nicht von vermuteten Toleranzen beim Gehäuseaufsetzen abhängig?

Viele Grüße
Frank
Moin Jens,

ein interessanter Ansatz! Bei der 86 hast Du den Motor in den Kessel eingesetzt? Wie bist Du vorgegangen, den Durchmesser der Schnecke zu ermitteln, im Bezug zum durch die Lage des Motors festgelegten Wellenabstand und dem Kopfspiel? Wie hast Du bei aufgesetztem Gehäuse das Kopfspiel geprüft?
Gibt es da passende Schnecken, oder ist das eine Anfertigung?

Interessiert mich sehr, wollte ich bei meiner 86 auch so machen.

Schönen Gruß

Björn

Moin,

Den 8mm Motor habe ich über Carsten (1001) bezogen - gibt aber auch andere Quellen (Tramfabrik..).

Das Gehäuse der Flm 86er hat eine Gehäusebefestigung am Langkessel - hiermit ist die Position zum Lokrahmen definiert. Auch hat das Gehäuse eine Auflagefläche vorne an der "Schleiferplatte". Somit konnte ich die Höhe des Zahnrades über der Schleiferplatte messen und auch den Abstand der Anlagefläche zur Motorwelle. Ein Freund hat mir dann die passende Schnecke gefertigt.
Die Modul 0.4 Schnecke ermöglicht relativ viel Spiel und der 8mm Motor hat auch ein wenig Luft im Kessel - ein Klemmblech (0,1mm) fixiert den Motor und bot mir die Möglichkeit ggf. auch den Getriebeeingriff korrigieren zu können  - ich hatte Glück und es passte aber auf Anhieb.

Große Schnecken sind nicht unbedingt die optimale Lösung - der Reibradius ist relativ groß - anderseits frisst auch jedes Zwischenzahnrad Energie und einen kleinen Schwungmasseneffekt gibt es auch.
Da die Lok so gut fährt, kann es nicht so falsch sein.....

Warum die Next18 Schnittstelle ?

gerade größere Dekoder lassen sich meist nicht so in der Lok verbauen, dass nicht irgendetwas darunter ist, woran man gelegentlich dran muss. Somit braucht man eine Kabelreserve um den Dekoder bewegen zu können. Bei vielen Kabeln kommt da schnell ein beachtliches Kabel-Volumen zusammen. An eine fest verbaute Adapterplatine kann man die Verdrahtung kurz und fest verlegen.
Die Lötflächen an der Adapterplatine sind auch besser verlötbar als die Anschlüsse auf dem Dekoder selbst. Oft kann man auch die Adapterplatine in die vorhandene Lokplatine einarbeiten - so nimmt sie praktisch keinen zusätzlichen Platz in Anspruch.
Bei ausgeclipsten Decoder kann man gefahrlos Messungen und Tests durchführen.
Auch bei Fräsarbeiten während des Umbaus kann man den Decoder leicht entfernen
und die Option eines Dekodertausches kann auch hilfreich sein.
Man gewinnt also viele Vorteile in der Handhabung ohne das man in den meisten Fällen Platz verschenkt.

anbei ein Bild vom Umbau des Minitrix BR41/BR03 Tenders

mit Grüßen

Jens
  

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Hallo Björn, #8


Das Spiel kann man überprüfen durch bewegen der Räder - das  Stufenzahnrad, welches in die Schnecke eingreift (kann man im Rahmen sehen), muss sich ein wenig/minimal bewegen lassen - dann hat es minimal Spiel im Eingriff und klemmt dort nicht - läßt es sich zu viel bewegen, droht die Schnecke über zu springen.    
(Axialspiel der Motorwelle ist ggf. mit zu berücksichtigen)

mit Grüßen

Jens
Moin Jens,

schönen Dank für die ausführliche Information! Ob Du den Aussendurchmesser der Schnecke für die 86 nennen kannst?

Gruß

Björn
Super, sehr anregend. Eine Frage in die Runde, meint ihr, ein solcher Motor wäre bezüglich Kraft und Tempo ausreichend in einer Hobbyzrain 18.3 oder 18.1? Mein Traum ist nämlich ein Soundumbau, sowie die dann noch verbleibenden Hohlräume mit Blei auszustopfen.
Herzlich, Martin
Hallo,

der Motor 0816 ist mit Sicherheit ausreichend für die beiden genannten Dampfloks.
Der lässt sich z.B. auch in den FL-Loks 01.10 bis 012 verwenden oder der BR 39, bei der BR 38 sowieso.

Was das Tempo angeht macht "Versuch klug".

Bei der 01.10 bzw. 012 habe ich die Motorschnecke und das Schneckenrad auf Modul 0.3 und dann mit 27 Zähnen geändert mit für mich vorbildgerechter Geschwindigkeit.

Bei den Hobbytrain-Loks wäre natürlich ein gedrehtes und gefrästes Ballastgewicht anstelle des Original-Motors anzuraten, wenn die Möglichkeit dazu bestünde.

Herzliche Grüße

Karl Heinz
Hallo,

meine Roco V200 zieht locker 10 Vierachser die 2,5% Rampe rauf und hat noch Luft nach oben.

https://www.youtube.com/watch?v=zQmDQMlCGZA

Viele Grüße
Dieter
Hallo Björn, #11


Die Schnecke der BR 86 sollte:

M 0.4 mit 6,5mm Durchmesser haben.

- so hatte ich es mir bestellt und so habe ich noch drei liegen - die Verbaute kann ich gerade schlecht im Kessel nachmessen ...

--------------
Die Leistung des 8mm Motor sollte vergleichbar sein mit einem FH 1016 oder dem Maxon 8mm Motor
- also knapp 0,5 Watt

Sollte also für die meisten N-Loks ausreichend sein -  halbwegs passendes Getriebe und normaler Rollwiderstand der Lok vorausgesetzt.
Für ICE-Tempo mit schweren Zügen wird es vermutlich nicht ganz reichen....

mit Grüßen

Jens

Herzlichen Dank Karl-Heinz und allen für die vielen inspirierenden Informationen!
sagt Martin
Hallo Jens,


nimmst Du eine gekaufte Adapterplatine Next18 oder hast Du diese selbst gefertigt??

Danke, Thomas
Hallo Thomas,

Ich nutze bisher nur die gekauften Adapterplatinen von D&H  und  von Fischer Modell... je nach dem was am besten in die Lok passt.

mit Grüßen

Jens


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