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THEMA: Anfänger stellt Gleisplan zur Diskussion

THEMA: Anfänger stellt Gleisplan zur Diskussion
Startbeitrag
SpurN-Fan - 01.10.19 08:17
Hallo zusammen,
in diesem interessanten Forum lese ich nun schon eine ganze Weile mit und habe mich vor einiger Zeit angemeldet. Ich bin Anfänger im Bereich Modellbahn. Die Argumente für die Realisierung einer Modellbahn in Spur N haben mich überzeugt.
Auf Basis vieler Recherchen im und Anregungen aus dem Internet habe ich in den letzten Monaten einen Gleisplan mit SCARM entwickelt, den ich hier zur Diskussion stellen möchte. Der Raum, für den diese Anlage geplant ist, hat eine Grundfläche von ca. 4,20 m x 3,50 m, was mich zum Entwurf einer U-Form brachte. An der offenen Seite des U ist die Eingangstüre. Die Bahn soll in der Epoche III realisiert werden. Als Gleismaterial soll Peco 55 zum Einsatz kommen.
Im unteren Bereich des U, auf meinen Abbildungen links, liegt der Hauptbahnhof. Hiervon führen eine zweigleisige Hauptstrecke (gelb) und eine eingleisige Nebenbahn (hellblau) in beide Richtungen. Neben dem Hauptbahnhof findet sich ein kleiner Güterbahnhof, abzweigend von der Nebenstrecke. Die Haupt- und Nebenstrecke führen auf den Abbildungen nach oben an einem Betriebswerk (grün) mit seinen Abstellgleisen (orange) vorbei, passieren einen Hafen. Hier hat die Nebenstrecke einen Haltepunkt. Weiter geht die Fahrt. Die zweigleisige Hauptrecke führt schließlich über eine Gleiswendel in den Schattenbahnhof. Heraus aus dem Schattenbahnhof geht es über die Gleiswendel, wo die Fahrt zum unteren Ende der Anlage führt und dann wieder in den Hbf. Die Gegenrichtung der Hauptstrecke verläuft entsprechend.
Die Nebenbahn steigt vom Hafen - Gleise im Hafen sind dunkelblau gezeichnet - aus permanent an und führt über eine Gleiswendel und eine Brücke schließlich unten rechts zu einem Steinbruch mit einem Abstellgleis und einem Haltepunkt. Von dort aus geht es über Gleiswendel abwärts in das Tal mit einem Bach und zurück zum Hauptbahnhof.
Alle Steigungen sind kleiner als 2,5%
Ich freue mich auf Eure Anregungen.
VG, Georg

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* Der Gleisplan ist sehr "Züge kreisen lassen". Genügt dir das? Ich würde die Nebenbahn nicht als Oval machen und Möglichkeiten vorsehen wie Güterwagen und Kurswagen von der Nebenbahn auf die Hauptstrecke übergeben werden können.  So wie das ist hat der Bahnhof kaum Rangiermöglichkeiten.

* Der Schattenbahnhof ist über eine Wendel im Eck angebunden. Überlege mal ob nicht lange Rampen (Platz dafür ist denke ich schon, einmal "an der Wand lang" und einmal "an der Vorderkante lang") einfacher sind.

* Optisch wirkt es besser wenn die Hafengleise ein wenig tiefer als die Gleise der Hauptbahn sind.

* Es gibt kein Gesetz dass man hinten von der Hafenbahn keine Verbindung in den Schattenbahnhof machen darf (Also anstelle von Oval

Grüße,
Harald.


Hallo Georg,

hab ich das richtig verstande? Du bist Anfänger in Sachen Modellbahn? Und dann willst du gleich mit so einem Großprojekt starten?
Meine Empfehlung: Fang erst mal was kleines an und ermittele für dich, was dir dann beim Betrieb den meisten Spaß macht. Ich habe als Kind schon angefangen und baue jetzt seit über 20 Jahren an einer Anlage, die kleiner ist als dein Projekt, auf der ich aber genau das realisiert habe, was mir den meisten Spaß bringt. Und das Ganze, denke ich, kommt auch vom Vorbild aus betrachtet relativ glaubhaft rüber. Was mich überhaupt bewogen hat dir hier Tipps zu geben, ist, dass dein Anlagenkonzept meinem ähnlich ist. Mir sind die folgenden Dinge wichtig:
- Haupbahnhof an einer zweigleisigen Strecke
- abzweigende Nebenbahn (die brauche ich als Alibi für ein BW)
- möglichst lange Züge (bei mir bis zu 8 lange Personenwagen, also 8x165mm)
- Rangiermöglichkeiten, Zugabstellung für die Nebenbahn, Lokwechsel von E auf Dampf oder Diesel.
- Rangieren von Güterwagen hat keine Priorität, daher auch kein Güterbahnhof oder sonstige Güteranlagen. Ich beschränke mich da auf lange Durchgangsgüterzüge und das Beistellen von Übergaben von der nebenbahn an Güterzüge auf der Hauptbahn.

Was bei dir ähnlich ist, ist das dem Bahnhof vorgelagerte BW und die abzweigende Nebenstrecke. Prinzipiell könnte man das so bauen, landschaftlich würde ich aber eins ändern, die Nebenstrecke würde ich nicht direkt neben der Hauptstrecke im Tunnel verschwinden lassen. Beim Vorbild würde man die Nebenstrecke in solchen Fällen nach dem Tunnel ausfädeln. Schau dir das mal am Beispiel Trennungsbahnhof Blankenheim östlich von Sangerhausen bei Google Maps an. Ich würde die Nebenstrecke auf deiner Anlage vor dem Berg mit der Burg außerhalb des Tunnels in einem weiten Bogen, evtl. in einem kleinen Einschnitt, lang führen.  
Die Nebenstrecke als Ring auszuführen hat hat nicht nur Nachteile. Ich würde es jedoch versuchen so gut wie möglich zu kaschieren indem ich zwei aus dem Hbf führende Nebenstrecken verargumentieren würde. Beide können ja optisch nicht sichtbar zum selben Bahnhof im Gebirge führen. Hat den Vorteil, dass man nicht immer rangieren muss, kommt besser wenn man mal Besuch hat.

Wie auch immer, mein Zipp noch mal wiederholt: Probier erst mal was Kleines, ist am Ende billiger falls es nicht so klappt wie du es dir vorstellst. Man braucht Erfolgserlebnisse.

Grüße Torsten
Moin Georg

Erstmal Willkommen bei der Moba, insbesondere deine Entscheidung für N ist zu begrüßen!

So. Dein Vorhaben ist für einen Anfänger schon ein ambitioniertes Objekt.

Aber fangen wir mal unten an. Schattenbahnhof ja. Schonmal gut. Aber ICH würde einen Schattenbahnhof an der geplanten Stelle für eine Richtung (und dafür mit mehr Gleisen oder zumindestens der Möglichkeit der Erweiterung) bauen, während der zweite an der bis jetzt zweiten (unteren) Zunge läge. Das ganze entweder wie jetzt als Ringstrecke oder mit einer zweiten Wendel in der linken unteren Ecke und dann als "Hundeknochen" ausgeführt. Man könnte dann sogar die SB verbinden, so dass "im Keller" eine Ringstrecke entstünde, was einerseits schon beim Bau ein fahren der Züge und zweitens einen Pendel voller und leerer Zug ermöglicht...
Die zweigleisige Hauptstrecke ist … naja, die ist halt da.
Die Nebenbahn krankt an einigen Stellen:
Die Züge können im Bahnhof nicht kreuzen und nur in eine Richtung auf die Hauptstrecke wechseln.
Ein laaanger Abschnitt parallel zur Hauptstrecke.
Betrieblich ungünstig und unpraktisch angeordneter Anschluss des Hafens.
Apropos Güterverkehr: Der war in Ep. III noch sehr verbreitet und stark. Dementsprechend umfangreich waren auch die Güterverkehrsanlagen wie Ladegleise, Güterschuppen, Anschließer, Abstell-  und Rangierbereiche. Das fehlt auf deinem Plan so gut wie komplett.
Dagegen ist das Bw für den Bahnhof etwas zuu groß geraten, wobei ich nachvollziehen kann, dass man seinen Loks ein Zuhause geben möchte...

Sorry für die umfangreiche Kritik, aber du hast es so gewollt.

Aber wir können schreiben, anregen und kritisieren wie wir wollen - entscheidend ist, dass die Anlage DIR gefällt!

Und nicht vergessen, zwischendurch auch mal etwas fahren lassen (also am besten die Züge). damit kein Frust aufkommt! Denn das ist schon ein vermutlich länger dauerndes Projekt.

Gruß  Ralph
Bei dieser Größe würde ich als Erstes die Planungssoftware tauschen.

Der Bahnhof und die Nebenbahn wurde ja schon als Spielzeug angesprochen. Das Gleiche gilt für den Hafen, der passt nicht zu dem Gebirge. Schaue dir mal als kleinen Hafen Gernsheim an.
(oder in der Tube suchen, dort gibt es einen Gleisplan).

Zum Schluss den Zugspeicher (vlg Sbh): Wieso nicht dem ganzen Untergrund als sequentiellen Zugspeicher nutzen? Zudem ist ein(e) Wendel/Rampe vollkommen ausreichend, die Strecken trennen sich ein paar Einheiten höher: so ist Rundum (Kreisverkehr) als auch P2P möglich, d.h. die Züge kommen aus der Richtung zurück, in die sie abgefahren sind.

Helko
Nur kurz zum "Hauptbahnhof": Der funktioniert einfach gar nicht! Probier einfach mal auf dem Papier mit ein paar Legosteinen mit verschiedenen Zügen rein und raus zu fahren. Geht einfach nicht. Da steht sich alles im Weg. Gerade die Nebenbahn ist gar nicht in den Bahnhof integriert, das Gleis läuft nur zufällig in der Nähe dort vorbei  

Gruß
Klaus
Hallo Georg
Mein Tipp, achte auf die Proportionen! Wo sind die Gleise bzw der Bahnhof die ein solch großes Heizhaus rechtfertigen?
2. Durchfahrgleise und Behandlungsgleise! Du wirfst alles durcheinander! Und wie fährt ein Zug in den Hafen ein und aus?
Lg Peter
Hallo zusammen,
danke für Euer schnelles Feedback und die Anregungen. Ich glaube, hier muss ich den Plan wohl ziemlich grundsätzlich überarbeiten und vielleicht tatsächlich mit etwas kleinerem anfangen .
Mein Gedanke war, den Betrieb auf der Hauptstrecke weitgehend automatisch fahren zu lassen - bis halt auf die Fahrten zum BW. Die Nebenstrecke sollte dann dem Fahr- und Rangierbetrieb dienen und so den "Spieltrieb" befriedigen.
SCARM hatte ich gewählt, weil das Planen der Flexgleise hiermit gut funktioniert und ich sofort die Radien in mm sehe. @Helko: Welche Planungssoftware würdest Du empfehlen?
LG, Georg
Hallo Georg,

lass dich nicht "einschüchtern". Ich baue gerade eine Anlage (ca. 12 x 6 Meter) als Anfänger. Was wurde mir hier nicht alles erzählt (Testkreise usw.). Ich habe glaub ich 17 Testkreise gebaut, bin 4 Mal von "Freunden" versetzt worden, habe für 4000,- Fleischmann Material gekauft, dann wieder verkauft, weil der nächste "Helfer" mit anderem Material bauen wollte usw.
Was ich damit sagen will ist: Mach dein Ding, frag keine Anderen. Es ist dein Plan und wenn er dir so gefällt...dann mach ihn auch so!

PS. Moritz war in KW38 bei mir und wir haben "meine" Anlage in Angriff genommen.
600km um einem Freund zu helfen !!!

Gruß Frank
bei der Anlagengröße kommt für mich nur Wintrack in Frage
vor allem wenn es mit mehreren verschiedenen Ebenen geht oder falls "Spantenbauweise" in Frage kommt

Beispiele
https://www.youtube.com/watch?v=uyofY6JgJtw&...UriobLDU_wzyvAaqGd-_
oder falls es nicht geht, Gleisplan Spur N suchen

Helko
Hallo Georg,

lass dir nicht dein BW ausreden. Schauen wir uns mal den Bahnhof Gotha an. Den kannst du eigentlich schon fast 1:1 nachbauen und wenn du magst um einen Bahsteig an der Hauptstrecke vergrößeren. Braucht man aber nicht wirklich. Jetzt kommen zwar wieder die Epoche III Schreiber mit ihren Güteranlagen, die es heute nicht mehr gibt. Aber... die denken wir (also auch ich) uns einfach in der Verlängerung des Bahnhofes und zwar dort hin wo wir sie nicht sehen. Das sollten wir natürlich ein wenig kaschieren, z.B. durch eine Brücke. Auf meiner Anlage verschwindet die Bahnhofsausfahrt hinter dem Lokschuppen im Tunnel, da denke ich mir dann den Güterbahnhof hin. So kann ich auch mit Lokomotiven solo aus dem BW auf die Strecke.

Zurück nach Gotha.
von Süden kommt die Nebenbahn aus Gräfenroda, das sieht man links unten bei Maps. Für sie ist der im Bild untere Bahnsteig (Gleis 4 und 5 vom EG aus). An diesem kann man auch eine Lok umsetzen lassen. Außerdem ist die Nebenbahn nach rechts (Richtung Erfurt) mit der Hauptstrecke verbunden, d.h. Züge können von der Hauptstrecke auf die Nebenstrecke und zurück. Man kommt sogar auf die andere nebenstrecke, was aber nur zum Rangieren genutzt wurde. Für dich ergibt sich aber daraus durchaus die Möglichkeit Züge von nebenbahn zu Nebenbahn zu fahren

Die Hauptstrecke spreizt sich auf und liegt mit Gleis 2 und 3 am längeren Bahnsteig.

Gleis 1 ist das Hauptgleis für die Nebenstrecke, die bei Vorbild die eingleisige Hauptstrecke nach Leinefelde ist. Züge aus Erfurt, also von rechts, fahren dort ein, die Lok setzt dann über Gleis 2 ans andere Ende und der Zug fährt nach links oben aus. Neben dem EG gibt es noch ein Stupfgleis, da steht bei Google im Moment ein Walfisch. Früher hat dort eine Ferkeltaxe (oder Blutblase) gewendet.
Dann gibt es rechts ein Gleisdreieck, das wurde erst in den 90ern gebaut, lass es weg.

Das BW: hier waren in der Epoche III die Lokomotiven für die Hauptbahn nach Leinefelde und die Nebenbahn nach Gräfenrode stationiert. Das BW hat damit, obwohl der bahnhof recht übersichtlich ist, stattliche Ausmaße. An Lokomotiven gab es 38.10, 78, 55, 58 und sogar Akku Triebwagen (bei der DB 179) Kannst ja mal Bilder googlen nach BW Gotha. Später natürlich Dieselloks und heute ist die Hauptstrecke elektrifiziert.

Güteranlagen in Gotha, waren oben links neben dem EG. Da wäre auf deiner Anlage auch Platz für einen Schuppen und eine Ladestrasse.
Außerdem gab es das AW Gotha, das war dort wo aktuell Weichen usw rum liegen. Musst du nicjht weiter betrachten. Außerdem gab es links Gütergleise aber wie gesagt, denk dir die einfach und gut.
Innerhalb des jetzt vorhandenen Gleisdreiecks gab es Gleise auf denen Wagen des AW abgestellt waren.  

OK, das Ganze ist jetzt eine Situation aus dem Osten aber bei der DB im Westen sah es in den 60ern auch nicht wirklich viel anders aus. Und da du offen lässt ob du eher bei der DB oder der DR zuhause bist, dürfte das zunächst auch egal sein.

so oder so ähnlich baut man sich das im Kopf zusammen. Wenn du den Bahnhof mal nachzeichnest, so wie er bei Gogle aktuell zu sehen ist, dann wirst du erkennen was dir in deinem Plan alles fehlt.

Und jetzt deine Anlage an den Bahnhof anpassen:
Die Nebenbahn kommt rechts aus dem Gebirge runter, also nicht links von der Hauptbahn sondern auf der anderen Seite, dort wo du eigentlich diese Siedlung bgeplant hast.
Das BW bleibt wo du es geplant hast und wird einfach an Gleis 1 bzw 1a angeschlossen.
Die Nebenstrecke könnte man jetzt noch um das BW hinten herum führen. Mit der Brücke über den hafen müsste man sich was einfallen lassen, möglich wäre auch die Nebenstrecke vor dem BW aber nicht über die Brücke sondern den Bogen vor dem Hafen rum führen. Den Hafen würde ich um 90° drehen

Grüße Torsten

Moin George,

ich würd mich von der Größe jetzt auch nicht abbringen lassen. Vom Gleisplan aber unbedingt...

Der "Hauptbahnhof" ist maximal öde. Eine besserer Haltepunkt vielleicht. Abgesehen von den symmetrischen Gleisen ist der Bahnhof auch nicht flexibel nutzbar.
Wenn man die Einfahrten schon mit in die Bögen legt, kann es aufgelockerter werden, weil sich keine Symmetrie mehr anbietet.
Eine weitere Variante (die ich bei einem Hbf bevorzuge) wäre es weitere Strecken abzuzweigen. Diese können dann auch in einem Tunnel wieder zusammen geführt werden.

Auch würde ich die Nebenbahn im Bahnhof komplett einbinden, sodass auch Wechsel von der Hauptstrecke zur Nebenbahn möglich sind. Ggf. in den Hbf einfädeln und ein paar Meter hinterm Hbf wieder ausfädeln.

Die orangenen Abstellgleise würde ich entweder komplett weglassen oder noch ein paar mehr daneben setzen. Die 2 Gleise wirken im Vergleich zum Lokschuppen falsch dimensioniert. Die Weichen am Ende würde ich weglassen. Die kann man ja nur nutzen, wenn ein Abstellgleis frei ist. Dann lieber schauen, dass man die Gleisführungen für ne Rangierlok optimiert, die die Wagen rein und raus bringt. Wobei die Zuglok idealerweise schon im BW angehängt wird.

Den Hafen würde ich auch an die Hauptstrecke anbinden. Und im Hafen ggf. noch eine Umfahrmöglichkeit für Loks. Ansonsten müssen die Züge auf freier Strecke geschoben werden. Geht auch, aber eher selten.

Gruß Moritz
Hallo Georg,

herzlich willkommen im Forum.

Bei anderen und bei mir beobachte ich, dass vieles nicht auf Anhieb so klappt wie geplant oder erhofft, vor allem als Anfänger. Eine Möglichkeit wäre die angesprochene kleine Übungsanlage. Einerseits eine gute Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln, andererseits kann es demotivierend sein zu palnen und bauen, falls es anschließend "für die Tonne" sein sollte.

Eine andere Variante ist, bewusst in Etappen zu bauen. Denn diese Anlage braucht vermutlich Jahre bis Jahrzehnt(e) bis sie fertig ist. So wäre es möglich am Schattenbahnhof eine Wende anzubauen, mit der Du aus dem SBH herausfährst und dann gleich wieder zum SBH kommst. So könntest Du den SBH ausgiebig testen (sind die Gleise sauber verlegt, Schalten die Weichen zuverlässig, welche Steuerung, funktioniert sie einwandfrei, wo welche Rückmelder usw.). Zudem kannst Du so schon frühzeitig die ersten Züge fahren lassen und brauchst nicht Jahre warten bis sich was bewegt. Und wenn Du der Wende ein Stück Steigungsstrecke spendierst (vielleicht zwei Zuglängen oder etwas mehr), dann kannst Du auch schon sehen ob und wie Deine Züge mit der Steigung zurechtkommen. Und wenn dann Korrekturen nötig werden, ist das Lehrgeld noch überschaubar.

Und parallel dazu könntest Du ein Geländeelement herausgreifen und gestalten, das Du später (wenn es zu Deiner Zufriedenheit geworden ist) in die Anlage einbauen kannst. Z.B. könntest Du den Steinbruch, das Dorf oder den Hafen nehmen.

Was soll passieren falls Du einmal umziehen müsstest ? Alles abreißen weil der neue Raum dann eh andere Maße hat ? Oder die Anlage so aufbauen, dass sie (mit überschaubaren Aufwand) in handhabbare Teile zerlegt werden kann, die durch Türe und Treppenhaus passen und transportierbar sind ? (Auch die Verkabelung müsste dann teilbar sein.)

Dir wünsche ich weiterhin viel Freude beim Planen und dann beim Bauen und Spielen
Viele Grüße, Joni
Hallo zusammen,

Euch allen herzlichen Dank für Euer Feedback und die vielen nützlichen Anregungen. Mache mir bereits erste Gedanken zur Um-/Neugestaltung des ganzen Vorhabens. Auch der Vorschlag, den Aufbau später in Etappen zu realisieren, ist mehr als hilfreich.

Da ich beruflich gut eingespannt bin, wird es wohl ein Weilchen dauern, bis ich Neues habe. Aber Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut.

Liebe Grüße in die Runde
Georg
Moin Moin Georg!

Ich komme jetzt mal von einer ganz anderen Seite:

Ich habe mir damals als Einsteiger den "Minitrix-Ratgeber für Planung, Bau- und Fahrbetrieb" besorgt. Ich weiß, Du bevorzugst ein anderes Gleissystem, aber dennoch stehen da auch viele grundsätzliche Tipps drin, die Du als Neueinsteiger sicher gut brauchen können wirst, z.B. über lichten Raum, Steigungen, Konstruktionshinweise u.a. . Ausserdem sind da viele, interessante Gleisanlagenvorschläge drin (auch für sehr große Anlagen!), die Dir sicher eine Menge Anregungen geben können. Und auch Modulvorschläge. Du kannst sie ja bei Gefallen mit Deiner Gleisplanungssoftware für Dein Gleissystem nachvollziehen.

Den digitalen Teil (soweit in der betr. Version enthalten) allerdings hat mittlerweile die technische Gegegenwart überholt.
Es hat die Artikelnummer 56900100 und es gab im Laufe der Zeit verschiedene Versionen. Mußt mal im großen Online-Auktionshaus antiquarisch danach suchen, manchmal gibt´s das noch relativ günstig.

Willst Du erstmal online reinschnuppern, gibt es zwei -allerdings schon neuere- PDF-Versionen hier:
https://www.trix.de/de/service/technische-informationen/minitrix-ratgeber-pdf/

Freundliche Grüße von
Hans-Jürgen.



Hallo Georg,

noch eine Idee: Du schreibtst, Du bist Anfänger in Sachen Modellbahn. Was meinst Du dazu ein Oval mit je zwei oder drei Bahnhofsgleisen und Abstell- / Industrieanschlussgleisen aufzubauen (einen Gleisplan wie die typischen Startpackungen haben) ? Noch ohne Landschaft. Da hättest Du schon mal zügig was zum Fahren, Rangieren, Spielen. Dann könntest Du auch ein erstes Gefühl für den Gleis- und Weichenaufbau bekommen, könntest dann in einem nächsten Schritt die Weichen elektrisch ansteuern, eventuell Gleisbesetztmelder einbauen und eine PC-Steuerung ausprobieren (wäre zwar für diese Anlagengröße überdimensioniert, aber zum Gefühl bekommen und üben gut geeignet). Zusätzlich könntest Du entweder hierauf Landschaftsgeschaltungselemente ausprobieren oder ein kleines Diorama aufbauen um auch hierfür ein Gefühl zu bekommen. Und dann die gewonnenen Erfahrungen in Deine Planung Deiner Anlage einfließen lassen. Was meinst Du dazu ?

Viele Grüße, Joni

PS: Das Oval könntest Du später auch wieder abbauen und das Material für Deine Anlage verwenden.

PPS: Was gelingt, kann als Motivation zum Weitermachen dienen. Was schliefläuft, würde nur im Kleinen und nicht im Großen schlieflaufen.



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