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THEMA: Übergang 2gleisige Strecke auf 1gleisige Strecke im Bahnhof

THEMA: Übergang 2gleisige Strecke auf 1gleisige Strecke im Bahnhof
Startbeitrag
TomtowN - 03.08.19 12:34
Moin,

meine (hoffentlich) finale Gleisplanung steht an. Hauptthema der Anlage wird ein relativ großer Bahnhof (7 Bahnsteiggleise, Abstellgleise und BW) sein. Von der einen Seite soll die Strecke eingleisig, von der anderen zweigleisig sein.

Haben solche Bahnhöfe eine spezielle Bezeichnung (ein Trennungsbahnhof ist das wohl nicht)? Und gibt es ein paar Gleispläne der echten DB solcher Bahnhöfe in ähnlicher Größe (Epoche 3 der 4)?

Für Hinweise oder Ideen sagt ich schon jetzt DANKE.

Gruß Tom

Hallo Tom,

7 Bahnsteiggleise? Wie lang sind die Bahnsteigkanten? Danach richtet sich, ob wir eher Richtung Nebenbahnknoten oder eher Richtung Hauptbahn-Ramba-Zamba-Durchgangsbahnhof suchen.

Neben den eigentlichen Bahnsteiggleisen dürfte in einem Bahnhof dieser Größe auch noch das eine oder andere Durchgangs-/Überholgleis für Güterzüge drin sein.

Übergang von zwei- auf eingleisig; da  fallen mir für 50er - 80er Jahre spontan noch nicht vollständig fertiggestellte Ausbauten wie Bodenseegürtelbahn bzw. kriegsbedingte Rückbauten wie Eifel oder Lahn ein. An letzterer ist Nassau mit wimre 3 Bahnsteigkanten das Größte. Für die Eifel kommt dann Gerolstein in Frage.

Braucht es wirklich 7 Bahnsteigkanten? Mit notwendigen Kreuzungen wird die eingleisige Strecke sicherlich nicht komplett befeuert  werden. Eher werden da manche Garnituren in Deinem Bahnhof wenden. Von daher kommen wohl auch Bahnhöfe am Rande heutiger S-Bahn-Betriebe in Frage.

Bin gespannt

Michael
Hallo Tom,

einen besonderen Namen haben solche Bahnhöfe nicht. Prinzipiell gibt es solche Bahnhöfe natürlich, aber ich wüsste jetzt keinen so großen. Wenn Du eine Strecke mit 7 Bahnsteiggleisen hast, passt das nicht ganz zusammen. Denn eine eingleisige Strecke kann kaum einen solchen Verkehr generieren, dass Du 7 Bahnsteggleise brauchst. Und wenn es da nur von ein- auf zweigleisig wird, gibt es da auch keinen Grund für ein BW.
Ganz grob kann man in einem größeren Bahnhof kalkulieren: 2 Bahnsteige je Streckengleis und Strecke (bei kleinen ist eher eher einer bis anderthalb). Bei Dir ist es ja nur eine Strecke mit maximal 2 Gleisen. Also mehr als 4 Gleise sehe ich da nicht.

Ein mögliches Szenario, dass ich mir vorstellen könnte, wäre am Rande eines Ballungsraums. Der Vorortverkehr (z.B. S-Bahnen) endet von der 2 gleisigen Strecke kommend her und danach fahren nur verienzelte Züge weiter. Aber selbst da komme ich auch kaum mehr als 5 Bahnsteiggleise:
2 Durchfahrgleise
1 Puffergleis für Züge, die entgegenkommende Züge von der Eingleisigkeit abwarten
2 Gleise für im Bahnhof beginnende und endende Züge (Vielleicht als Kopfgleise)

Anstelle eines BW brauchst Du dann aber eher lange Abstellgleise für ganze Zuggarnituren die Außerhalb der Hauptverkehrszeit abgestellt werden. Ein Großer Industrieanschließer der nur von einer Richtung aus bedient wird, kann auch ein Grund sein, dass eine Zweigleisigkeit endet.
Am Ehesten kann man die Bahnsteiganzahl und das BW in einem Kopfbahnhof begründen: Dor kommen eben eine zwei- und eine eingleisigen Strecke an.

Typisch beim Vorbild sind solche Gleiswechsel ohne Trennungsbahnhof wo man mal ein zweites Gleis zurück gebaut hat. Die sind dann aber meist nur klein mit vielleicht 4 Gleisen (manche haben auch nur zwei Gleise, es gibt sogar den Fall, dass der Bahsnetig noch im eingleisigen Abschnitt liegt - da ist der Übergang zur Überleitstelle dann fließend).

Auch wenn es nicht ganz die Antwort ist, die Du vermutlich gesucht hast, hoffe ich, Dir trotzdem etwas geholfen zu haben.

Viele Grüße

Dirk
Hallo Tom

Da fällt mir doch sofort ein Bahnhof ein: Berchtesgaden.
Obwohl, es wurde so nie gebaut sondern nur geplant.
Von Freilassing eingleisig, nach Salzburg zweigleisig. Zumindest in den Tunnel wurde damals schon zweigleisig fertiggestellt.  
Und es gab/gibt nur vier Gleise.
Eine besondere Bezeichnung ist mir für diese Art aber nicht bekannt.

Gruß
Rudi
Noch eine Ergänzung:

Ich hatte mal vor geraumer Zeit einen Beispielbahnhof zum Übergang von zwei auf eingleisige Strecke entwickelt: https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=856506 Vielleicht kann da eine Anregung dabei sein - auch wenn es hier eine andere Größenordnung ist

@Michael: Ich sehe, wir sind uns einig

Viele Grüße

Dirk
Hallo Tom,

wie viel Platz hast Du für die Anlage zur Verfügung?

In der Epoche 3 würde mir ein "Nachkriegs Szenario" einfallen, bei dem die ursprüngliche 2gleisige Strecke noch nicht wieder hergestellt ist. Das würde vom Betriebsablauf ermöglichen auch D-Züge fahren zu lassen, die im Bahnhof den Gegenverkehr abwarten müssen. Das frühere Ausfahrtgleis 2 andeuten aber als gesperrt markieren, damit dieses Betriebsthema auch glaubhaft ist.

Du brauchst dann auch keine große Abstellgruppe (Vorschlag von Dirk @2). Das Bahnwerk einzubinden müsste dann auch gehen. Vorort!

Es hängt also sehr vom Platz ab.

VG
Christian
Hallo Christian,

das habe ich auch schon aufgeworfen, dann braucht man aber auch keine 7 Bahnsteige. Wir gehen dann ja von einem Durchgangsbahnhof an zweigleisiger Strecke aus. Mir fällt noch nicht einmal einer mit mehr als 4 Bahnsteigen ein...

Viele Grüße
Dirk
Hallo Tom,

spontan fällt mir kein reeller Bahnhof in Deutschland ein der hier für deine Beschreibung passen könnte. Auch wäre es mir neu das es hierfür einen speziellen Namen geben soll. Wenn noch eine zusätzliche Strecke von diesem Bahnhof abzweigen würde, dann wäre es ein Trennungsbahnhof.
Aber es könnte ein Stadtbahnhof in der Nähe einer Großstadt sein in dem z.B. eine oder zwei S-Bahn Linien, die meisten Nahverkehrszüge (und auch der Fahrdraht) enden und die Strecke eingleisig mit Dampf-/Dieselloks weiter geführt wird. Ähnliche Situationen gab es in den Großräumen Stuttgart und München, eventuell auch im Raum Frankfurt/Main oder bei der S-Bahn Rhein/Ruhr.

Zeigst du uns auch mal dein Gleisplan?

Grüße
Markus
Moin,

jo, die Antworten helfen schon. Kurze Erklärung: der Bahnhof liegt sozusagen in einer Wendeschleife ähnlich wie bei Weyersbühl 2 mit dem Unterschied, das eben von einer Seite der Bahnhof zweigleisig angefahren wird.

Von links kommt die 2gleisige Strecke in den Bahnhof, geht rechts in eine eingleisige Strecke über. Und diese 1gleisige Strecke macht hinter dem Bahnhof einen Bogen (getarnt) und geht dann wieder in die zweigleisige Strecke zurück. Der Bahnhof ist natürlich trotzdem von beiden Seiten befahrbar. Keine elegante Lösung, aber mein Platz lässt nichts anderes zu. Und eine durchgehend eingleisige Hauptstrecke gefällt mir einfach nicht.

7 Bahnsteiggleise sind wohl ein bissi viel, sehe ich ein. Im Hinterkopf hatte ich auch, den Bahnhof ein bisschen als "Schattenbahnhof" zu missbrauchen. Dieser Gedanke ist nicht wirklich gut, sehe ich ein. Ich plane mal ein bissi kleiner mit 4 bis 5 Gleisen...

Über das BW (nebst Drehscheibe) wird nicht diskutiert - ist ein Kindheitstraum und deshalb ein MUSS. 4 oder 5 lange Abstellgleise für ganze Garnituren sind vorhanden.

Die Idee mit dem großen Industriebetrieb ist nicht schlecht - werde ich im Kopf behalten...

Dies sollte auch noch keine Gleisplandiskussion werden. Ich hatte nur die Vermutung, dass solche Bahnhöfe eine spezielle Bezeichnung haben welche mir dann das suchen nach Gleisplänen erleichtert hätte - aber die gibt es wohl leider nicht...

Wenn mein Plan fertig ist, zeige ich ihn mal hier...

Gruß Tom


Hallo Ihr,

dann schaut mal nach Buchs/St.Gallen. DER Bahnhof, der die Herzen der Modellbahner höher schlagen lässt, die möglichst viel auf engem Raum zusammenkleistern.
Eingleisige Rheintalbahn, eingleisiger Abzweig nach Österreich, kleines BW, Güterbahnhof, große Abstellgruppe, Güteranschluss zur Industrie, aber auch nur fünf Personenbahnsteige, wobei davon ein Gleis abgebaut wurde.

Gruß Frank U
Mir fällt da der Bahnhof Lübbenau ein. Nach Berlin zweigleisig, in Richtung Cottbus eingleisig. Heute sind noch Reste eines BW mit Drehscheibe, Rundlokschuppenund Wasserturm vorhanden. In Ep. IV war das eine belebte Einsatzstelle.
Nur 3 oder 4 Bahnsteige, aber dafür zahlreiche Wartegleise für Güterzüge. Heute leider weitgehend zurückgebaut.

Grüße aus Berlin
Hallo Tom,

mir fällt dazu spontan meine alte Heimat Geldern am Niederrhein ein.
Die Stadt liegt an der Strecke zwischen Krefeld und Kleve.
Die Verbindung war ursprünglich durchgehend 2gleisig, aber nach dem Krieg wurde zwischen Geldern und Kleve ein Gleis abgebaut.
Heute ist vom Bahnhof nicht mehr viel übrig, aber um 1960 sah das anders aus.

Gruß, Georg
Hallo,

Ein passendes Beispiel:

Emden HBF, 5 Bahnsteiggleise, parallel dazu 6-7 Abstellgleise für Reisezüge, hier endet die 2 gleisige Emslandstrecke und führt 1 gleisig weiter bis nach Norddeich.

Gruß
Gabriel
Weiteres Beispiel: Bahnhof Hof in EP 3 und 4. Hier wurde auch das zweite Gleis Richtung Ostdeutschland nach 45 abgebaut, es gibt auch einen Nebenbahnanschluss Richtung Bad Steben, damals noch bis Lichtenberg. Es sind sogar 2 BWs vorhanden, das sächsische und das bayerische. Auch gibts nen großzügigen Güterbahnhof. Zahl der Bahnsteige kommt auch hin...
Hallo Tom!

Zu Zeiten der deutschen Teilung war es auch im Bahnhof Walkenried im Südharz so. Von Westen kam zweigleisig die Strecke aus Soest - Altenbeken - Northeim, nach Osten führte sie eingleisig über die Grenze nach Ellrich - Nordhausen. Die Eingleisigkeit war allerdings ein teilungsbedingter Rückbau der ursprünglich zweigleisigen Strecke. Inzwischen ist sie auch wieder zweigleisig.

Ähnlich war auch vor der Wende die Situation im Bahnhof Ludwigsstadt.

Die Zahl der Gleise muß abhängig vom geplanten Zugverkehr sein. Gabriel hat schon Emden Hbf genannt. Im südlichen Nachbarbahnhof Leer kommen die Strecken von Hannover und Münster zusammen. Das führt dazu, daß sich zweistündlich zwei IC-Züge aus südlicher Richtung in Emden einfinden, einer aus Leipzig - Hannover, einer aus Köln. Beide halten gegenüber am selben Bahnsteig, nur einer von beiden fährt weiter nach Norddeich. So etwas kannst Du Dir ja fiktiv auch vorstellen. Dann brauchst Du noch zwei oder drei Gleise für den Nahverkehr.

Ich selbst habe übrigens auf meiner Modellbahn auch einen Bahnhof in dem eine zweigleisige Strecke eingleisig weitergeführt wird. Ich habe vier Bahnsteiggleise, von denen allerdings nur zwei Durchgangsverkehr erlauben. In meinem Bahnhof endet auch die Oberleitung, so daß für manche Züge dann auch noch Traktionswechsel angesagt ist.

Herzliche Grüße
Elmar
Ihr Guten,

ich werfe Niebüll in die Diskussion, von Süden zweigleisig, Richtung Norden eingleisig weiter, zwei abzweigende Nebenbahnen, davon eine mit eigenem Bahnsteig, in der Summe immerhin fünf Bahnsteiggleise. Und gigantische Rangiermöglichkeiten ...

Gute Grüße,
Rainer
Hallo!

Ich muß eine Angabe von mir aus #14 korrigieren: Laut Eisenbahnatlas ist die Strecke von Walkenried nach Nordhausen weiterhin eingleisig.

Herzliche Grüße
Elmar

Hallo

Zitat - Antwort-Nr.: 10 | Name: Carsten

Mir fällt da der Bahnhof Lübbenau ein. Nach Berlin zweigleisig, in Richtung Cottbus eingleisig. Heute sind noch Reste eines BW mit Drehscheibe, Rundlokschuppenund Wasserturm vorhanden. In Ep. IV war das eine belebte Einsatzstelle.

In der Tat ein sehr schöner Bahnhof, besonders zu der Zeit, als das BW noch richtig in Betrieb war. Allerdings zweigen nach Osten ZWEI eingleisige Strecken ab, nach Calau und nach Vetschau. Wobei die Calauer Strecke sogar noch ein zweites Gleis hat, das aber für Kraftwerks-/ Braunkohleverkehr gedacht ist.

Ich stamme aus Lübbenau, habe dort aber nur die ersten zwei Jahre gelebt. Bei späteren Besuchen habe ich dann öfter das Bahnhofsareal umrundet. Daher ist mir das Ostende mit den zwei getrennten Bahnübergängen in besonderer Erinnerung.

Dietrich


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