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THEMA: Ledschaltung und fragen dazu

THEMA: Ledschaltung und fragen dazu
Startbeitrag
spencer - 01.08.19 06:45
Liebe Gemeinde,
ich habe ein Problem, welches ich (wahrscheinlich) mangels Wissen nicht gelöst bekomme.
ich habe 3 Smd LED Typ 0402 (wobei das egal ist, das Phänomen tritt bei jedem Typ auf). Die LED sollen von einem Decoder einzeln geschaltet werden, sprich jede an einem Funktionsausgang. Dazu habe ich den gemeinsamen Pluspol mit dem nötigen Widerstand versehen. Bis hierher alles gut.
Schaltet ich die weiße LED ein, tut sie was sie soll. Jetzt kommt es, egal welche farbige LED ich dann schaltet, die weiße erlischt. Egal an welchem Funktionsausgang. Farbige aus und schon geht die weiße wieder an.

Kann mir das jemand erklären?

Danke für Eure Hilfe

Viele bastelnde Grüße
Thomas

Hallo Spencer
Jede LED braucht einen Vorwiderstand. Mit einem gemeinsamen Widerstand funktioniert das nicht, weil die LEDs unterschiedliche Innenwiderstände haben und wahrscheinlich auch der Spannungsabfall an den LEDs unterschiedlich ist.
Gruß, Dieter
Hallo Thomas,

wie von Dieter bereits erwähnt: Jede LED braucht einen separaten Vorwiderstand. Grund hierfür sind die je nach Farbe der LED unterschiedlichen Durchlaßspannungen. Konkret: Bei einer weißen LED gehe von einer solchen (Vf genannt) von ca. 3 V aus, eine rote hingegen weist nur eine Vf von ca. 1,8 V auf. Schaltest Du beide LED parallel und verwendest nur einen gemeinsamen Vorwiderstand, wird nur die rote leuchten, weil die sich über ihr einstellende Betriebsspannung von 1,8 V nichtmehr für die weiße ausreicht.

Versiehst Du jede LED mit einem eigenen Vorwiderstand, wird sich in jedem Zweig die für die jeweilige LED passende Betriebsspannung einstellen, der (unterschiedliche) "Rest" der Gesamtspannung wird über dem Vorwiderstand abfallen. Beispiel für 12V Betriebsspannung:

Fall weiß:  LED 3V, Spannungsabfall über Vorwiderstand: 9 V
Fall rot:     LED 1,8V, Spannungsabfall über Vorwiderstand:10,2V

Grüße, Jürgen
Da nicht alle LED identisch sind sollte man bei Paralellschaltung immer allen LED einen eigenen Vorwiderstand geben, auch bei gleicher Farbe. Sonst "klaut" eine LED den anderen den Strom. Wenn die LED allerdings alle in Reihe geschaltet sind dann geht natürlich durch alle der gleiche Strom (es gibt ja keine Verzweigungen) und dann reicht ein Vorwiderstand für alle. Daumenregel: In jeden Ast gehört ein Vorwiderstand.

Grüße,
Harald.
Hallo zusammen,

muß auch noch meinen Senf dazugeben: 1) Unterschiedliche LEDs haben auch unterschiedliche Ströme, was in die Berechnung des Vorwiderstands mit einfließt. In den Datenblättern zu den LEDs gibt es meist eine Kennlinie Vorwärtsspannung/Vorwärtsstrom, und dort sollte man sich einen Arbeitspunkt aussuchen. 2) auch gleiche LEDs sollten nicht mit einem gemeinsamen Vorwiderstand parallel betrieben werden. Fällt eine aus, steigt der Strom und die Spannung an den anderen, und die können dann eher/auch kaputtgehen.

Klaus
Hallo Thomas und Hallo Gemeinde,

Wie hier ausreichen erwähnt muss ein Vorwiderstand vor jede LED.
Jeder Hersteller gibt Spannungs Werte an wie ein LED betrieben wird.
Über das Ohmsche Gesetz kann man das Berechnen.

Beispiele sind auch genannt worden.
Ich, für mich, schalte einen 2,2k Ohm Wiederstand dazwischen. Mir reicht es.

Solltest Du auf den Widerstand verzichten, leuchtet die LED 1x, wenn überhaupt, auf. ☹️

Die LED ist Kaputt. Tod.
Alle Ausgänge am Decoder stellen nur wenig Strom Bereit. Glück wenn er vorm Platzen nur Abschaltet.

Tip: Spgs Werte und Strom ermitteln, dann Widerstand nach Deinen Bedürfnissen errechnen.
Den Strom mit maximal 8 - 10 mA nehmen. ☺️

Bei Fragen einfach anschreiben.

Gruß Roger
@5 bitte bitte bitte bitte hört auf mit der Empfehlung den Widerstand zu berechnen. Der UP ist ja offensichtlich nicht vom Fach. Wenn man das selbst auch nicht ist, was aufgrund der Postings klar ist, und gar kein Wissen über die gegenständlichen LEDs hat wie viel Strom die für eine gewisse Helligkeit brauchen, dann ist das noch größerer Unsinn als das Hoppala das dem UP passiert ist! Dem war das aber klar und hat gefragt...

Ganz konkret: man muß heutzutage wirklich schwer suchen um so schlechte LEDs im Modellbau zu finden die 8-10mA brauchen! Sehr gute LEDs begnügen sich mit 250µA-500µA um im Modellbau ausreichende Helligkeit für ein Scheinwerferlicht zu erzeugen! Somit ist die Empfehlung um Größenordnungen daneben. Ich weiß es ist gut gemeint, aber bitte hört mit dem ungemein fehlleitenden Empfehlungen auf! Da man dan Strom der LED nicht kennt ist es besser auszuprobieren und nach persönlichen Empfinden die Helligkeit einzustellen.

Kaum ein Bastelbauteil Anbieter kann die Eigenschaften der verkauften LEDs benennen, noch weniger Käufer würden damit was anfangen können.

Miese LEDs mit 10mA Strombedarf habe ich schon vor 25 Jahren nicht mehr gekauft - klar gibt's sicher noch solches Zeugs nur sehr selten und die Käufer die sich sowas antun sind die gerechten Opfer solcher Händler!
-AH-
Hallo,

dafür gibt es ja die LED Tester, damit kann man sich vorab einen Eindruck verschaffen wie viel Licht bei wie viel Strom abgegeben wird.

Grüße, Peter W
Hallo Thomas

ganz pragmatisch?
Meine SMD LEDs haben je nach Farbe im Durchschnitt 2 bis 3V und ca. 0,020A, also ist ein Widerstand um die 800-1000 Ohm geeignet. Angenommen du hast auch ähnliche:

Schalte vor jede LED einfach einen Widerstand. Um den richtigen zu finden beginne mit einem grösseren Widerstand, also erstmal ein LED und ein Widerstand in Serie anschließen an den gelben oder weißen Anschluss deines Decoders. Versuche erst mit 3k (3000) Ohm, dann versuche mit 2k Ohm und so weiter bis es hell genug ist - Vorsicht, kein Ersatz für die Zimmerbeleuchtung! ; ).
Ich würde ohne genaue Berechnung nicht unter 800 Ohm gehen.

Nachdem du für alle LEDs ein geeigneten Widerstand gefunden hast, kannst Du diese in Parallel mit jeweils seinem eigenen Widerstand einbauen.

Wenn Du diese aber wie geschrieben einzeln anschalten möchtest musst du diese auch getrennt an die Litzen anschließen, ansonsten gehen ja alle gleichzeitig an. Also, jeweils gelb oder weiss an LED inkl. seinem Widerstand in Serie löten, und dann beide Stränge zusammen an schwarz.

Diese Seite fand ich ganz gut und schaue selbst immer rein. Ich denke das hilft dir mehr als viele Worte:
http://www.modding-faq.de/index.php?artid=506
Beispielberechnung im Bild ; )

Gruß
Christian


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Hallo zusammen,

@Christian
Deine Berechnungen sind grundsätzlich absolut korrekt, allerdings möchte ich anmerken, dass man eine LED niemals mit seinen Grenzwerten dauerhaft betreiben sollte, da es die Lebensdauer der LED ganz erheblich herabsetzt.
Meine Faustregel ist "Grenzwerte minus 10%" - damit habe ich uralt LED's seit 1975 immer noch in Betrieb.

Viele Grüße aus Landsberg am Lech

Ralph
Hallo nochmal,

Danke für Eure Hilfe.
Bin heute erst dazu gekommen zu basteln und zu schreiben.
Funktioniert nun einwandfrei und ich bin glücklich und zufrieden.

Viele Grüße
Thomas


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