Anzeige:
THEMA: Decoder mit Eigenleben
THEMA: Decoder mit Eigenleben
Diesel - 02.02.05 00:19
Moin zusammen,
habe grade einen Decoder verbaut, der einen (für Decoder) recht ungewöhnlichen eigenen Willen hat:
Decoder: Rautenhaus SLX870F
Lok: GFN BR140, neu
System: Lenz DCC, 128 Fahrstufen
Der Decodereinbau war problemlos, Decoder sitzt seitlich am ausgefrästen Brückenrahmen. Thermische Probleme sind somit ausgeschlossen. Kurzschlüsse / Massebrücken / Kriechströme wurden ebenfalls keine gemessen. Keine kalten Lötstellen.
Der Decoder wurde, wie schon ohne Probleme 5 weitere des gleichen Typs zuvor, mit folgenden Einstellungen programmiert:
CV 29: Wert 38 (=28/128 Fst., DCC only, lange Adresse verwenden)
CV 49: Standard belassen
CV 50: Standard belassen
ACC: 2
DCC: 2
VMAX: 5
ADR: 1401
Wie gesagt, diese Einstellungen (bis auf die Adresse, latürnich :o) wurden auch bei 5 weiteren SLX870F verwendet und ergaben keine Probleme.
Nur bei diesem wird's lustig:
Der Herr Decoder entschließt sich von Zeit zu Zeit dazu, die Lok nach seinem eigenem Gusto zu fahren. Teils führt er Fahrtstufenänderungen bis zu 10 Sekunden zu spät aus, oder auch gar nicht. Er weigert sich beispielsweise auch konstant, von Fahrstufe 64 auf Fahrstufe 80 zu gehen. Erst bei Eingabe von Fahrstufe 96 will er wieder. Solches Insistieren auf Ausführung meiner Befehle quittiert er aber zumeist mit längerer Nichtkommunikation mit mir...
Am ehesten ist ihm noch bei eingeschaltetem Licht auf die Schliche zu kommen:
1. Licht ist an, Lok reagiert (bis auf FSt. 64>80...)
2. Licht schaltet sich plötzlich aus, Decoder beginnt sein Eigenleben und ist nicht mehr ansprechbar. Dazu ist es egal, ob eine Taste am Handregler gedrückt wurde, oder ob ich grade pi... war.
3. Licht schaltet sich wieder an, Decoder spricht wieder mit mir.
4. Beginne wieder bei 1.
Wie gesagt, dieses ungezogene Verhalten legt er unabhängig von Benutzerinteraktionen selbsständig an den Tag. Auch hält er sich nicht an erkennbare Intervalle, sondern betätigt sich lieber als Zufallsgenerator.
Einen Reset des Decoders habe ich auch schon durchgeführt. Er hat sich unbeeindruckt gezeigt.
Da ich ihm dieses Verhalten, auch mit Rücksicht auf die anderen Loks, nicht durchgehen lassen möchte, bitte ich nun um Rat:
"Heftiges Wedeln mit dem Fetisch und Absingen von Kisuaheli- Beschwörungsformeln?"
"Drei mal kräftig dagegentreten und abwarten was passiert?"
"Decoder mit der 5000- Tonnen- Blechpresse von Ford Köln auf Briefmarkendicke und 20 Meter Durchmesser umformen, falten und als Brief an den Hersteller senden?"
Danke für die Rückmeldungen!
Cheers!
Diesel
habe grade einen Decoder verbaut, der einen (für Decoder) recht ungewöhnlichen eigenen Willen hat:
Decoder: Rautenhaus SLX870F
Lok: GFN BR140, neu
System: Lenz DCC, 128 Fahrstufen
Der Decodereinbau war problemlos, Decoder sitzt seitlich am ausgefrästen Brückenrahmen. Thermische Probleme sind somit ausgeschlossen. Kurzschlüsse / Massebrücken / Kriechströme wurden ebenfalls keine gemessen. Keine kalten Lötstellen.
Der Decoder wurde, wie schon ohne Probleme 5 weitere des gleichen Typs zuvor, mit folgenden Einstellungen programmiert:
CV 29: Wert 38 (=28/128 Fst., DCC only, lange Adresse verwenden)
CV 49: Standard belassen
CV 50: Standard belassen
ACC: 2
DCC: 2
VMAX: 5
ADR: 1401
Wie gesagt, diese Einstellungen (bis auf die Adresse, latürnich :o) wurden auch bei 5 weiteren SLX870F verwendet und ergaben keine Probleme.
Nur bei diesem wird's lustig:
Der Herr Decoder entschließt sich von Zeit zu Zeit dazu, die Lok nach seinem eigenem Gusto zu fahren. Teils führt er Fahrtstufenänderungen bis zu 10 Sekunden zu spät aus, oder auch gar nicht. Er weigert sich beispielsweise auch konstant, von Fahrstufe 64 auf Fahrstufe 80 zu gehen. Erst bei Eingabe von Fahrstufe 96 will er wieder. Solches Insistieren auf Ausführung meiner Befehle quittiert er aber zumeist mit längerer Nichtkommunikation mit mir...
Am ehesten ist ihm noch bei eingeschaltetem Licht auf die Schliche zu kommen:
1. Licht ist an, Lok reagiert (bis auf FSt. 64>80...)
2. Licht schaltet sich plötzlich aus, Decoder beginnt sein Eigenleben und ist nicht mehr ansprechbar. Dazu ist es egal, ob eine Taste am Handregler gedrückt wurde, oder ob ich grade pi... war.
3. Licht schaltet sich wieder an, Decoder spricht wieder mit mir.
4. Beginne wieder bei 1.
Wie gesagt, dieses ungezogene Verhalten legt er unabhängig von Benutzerinteraktionen selbsständig an den Tag. Auch hält er sich nicht an erkennbare Intervalle, sondern betätigt sich lieber als Zufallsgenerator.
Einen Reset des Decoders habe ich auch schon durchgeführt. Er hat sich unbeeindruckt gezeigt.
Da ich ihm dieses Verhalten, auch mit Rücksicht auf die anderen Loks, nicht durchgehen lassen möchte, bitte ich nun um Rat:
"Heftiges Wedeln mit dem Fetisch und Absingen von Kisuaheli- Beschwörungsformeln?"
"Drei mal kräftig dagegentreten und abwarten was passiert?"
"Decoder mit der 5000- Tonnen- Blechpresse von Ford Köln auf Briefmarkendicke und 20 Meter Durchmesser umformen, falten und als Brief an den Hersteller senden?"
Danke für die Rückmeldungen!
Cheers!
Diesel
Hallo Diesel,
warum meldest Du dich nicht direkt bei Herrn Radtke? Er ist bestimmt selbst am meisten über das ( Fehl )Verhalten seiner Decoder interessiert !
Grüße
Ingo
warum meldest Du dich nicht direkt bei Herrn Radtke? Er ist bestimmt selbst am meisten über das ( Fehl )Verhalten seiner Decoder interessiert !
Grüße
Ingo
Hallo Diesel,
Keine Gewaltaktionen, nicht zerstören! Ich würde den Decoder ausbauen und im "Trockentest" (zwischen Zentrale und Gleis) mit einer x-beliebigen Analoglok nochmals ausprobieren. Verhält er sich genau so, ist er fehlerhaft und wird Dir sicher ausgetauscht werden.
Grüße, Peter W.
Keine Gewaltaktionen, nicht zerstören! Ich würde den Decoder ausbauen und im "Trockentest" (zwischen Zentrale und Gleis) mit einer x-beliebigen Analoglok nochmals ausprobieren. Verhält er sich genau so, ist er fehlerhaft und wird Dir sicher ausgetauscht werden.
Grüße, Peter W.
Hallo Diesel,
schau mal hier
http://www.mtkb.de/selectr.htm etwas runterscrollen da gibt es einiges zu decoderprobleme zu lesen, vielleicht kommt dir ja was bekannt vor.
Gruß
Werner D.
schau mal hier
http://www.mtkb.de/selectr.htm etwas runterscrollen da gibt es einiges zu decoderprobleme zu lesen, vielleicht kommt dir ja was bekannt vor.
Gruß
Werner D.
So, habe den Thread noch mal nach oben geholt. Hatte die Lok damals erst mal in die Ecke gestellt, weil ich mit was Anderem beschäftigt war.
Jetzt am Wochehende habe ich dann einen anderen Decoder eingebaut: Das gleiche Verhalten!
Also alles durchgemessen, und die Lok genau untersucht. Dann des Rätsels Lösung: Bei dieser Lok (GFN BR 141, gebraucht gekauft) wird der Massekontakt zwischen Drehgestellen und Lokrahmen mittels einer Federzunge hergestellt, die auf einem in den Rahmen eingelassenen, runden Messingkontakt läuft. Dieser Kontakt liegt aber nicht in der Lokmitte, sondern etwas seitlich versetzt. Wenn dann die Drehgestelle vertauscht werden, läuft die Federzunge teilweise auf dem Gußblock - daher die Kontaktprobleme!
Kleine Ursache - große Wirkung. Seit ich die DG wieder richtig eingebaut habe, ist Ruhe.
Cheers!
Diesel
Jetzt am Wochehende habe ich dann einen anderen Decoder eingebaut: Das gleiche Verhalten!
Also alles durchgemessen, und die Lok genau untersucht. Dann des Rätsels Lösung: Bei dieser Lok (GFN BR 141, gebraucht gekauft) wird der Massekontakt zwischen Drehgestellen und Lokrahmen mittels einer Federzunge hergestellt, die auf einem in den Rahmen eingelassenen, runden Messingkontakt läuft. Dieser Kontakt liegt aber nicht in der Lokmitte, sondern etwas seitlich versetzt. Wenn dann die Drehgestelle vertauscht werden, läuft die Federzunge teilweise auf dem Gußblock - daher die Kontaktprobleme!
Kleine Ursache - große Wirkung. Seit ich die DG wieder richtig eingebaut habe, ist Ruhe.
Cheers!
Diesel
Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->
Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account
Zum Seitenanfang
© by 1zu160.net;
