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Thema: unbekannter Decoder - bis jetzt ohne Funktion
Horst_K - 11.03.19 16:38

Hallöchen,

ich hatte die Gelegenheit, einen Arnold Kittel DT günstig zu erwerben. Äußerlich ist er top, jedoch fährt er lt. Beschreibung nicht. Das war mir gerade recht, weil ich dachte, der Motor ist defekt und ich wollte sowieso einen Glockenankermotor einbauen.

Beim Öffnen kam dann die Überraschung: Es ist ein mir bislang unbekannter Decoder eingebaut. Es fehlt allerdings die OVP und deshalb habe ich auch keine Papiere, schon gar nicht bezüglich des eingebauten Decoders.

Mit meiner FCC lässt sich der Decoder allerdings nicht auslesen, weder in SX noch in DCC, und es zeigt sich auch nicht das sonst übliche leise klacken beim Auslesen. Fahrversuche schlugen ebenfalls fehl, vielleicht aber auch nur, weil ich die eingestellte Adresse nicht kenne. Analog zeigt sich ebenfalls keinerlei Reaktion.

Vermutlich handelt es sich um einen recht alten Decoder, aber bevor ich ihn nun rausschmeiße, würde ich allerdings gerne wissen, um was es sich dabei handelt. Auf der Fahrzeugunterseite ist noch ein Etikett mit der Nummer "07515" (silber auf rotem Grund) aufgeklebt. Diese Nummer bringt mich auch nicht wirklich weiter.

Mir fällt auch auf, dass die Kabelfarben ungewöhnlich sind und nicht der aktuellen Norm entsprechen. Blau und weiß sind mit dem Gleis und rot und schwarz mit dem Motor verbunden, gelb führt zur Glühlampe (welche bei diesem Modell serienmäßig "für alles" zuständig ist).

Wer kann mir Tipps geben, was ich mir da eingehandelt habe? Danke schon mal im Voraus!

Beste Grüße
Horst

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Hallo Horst,

es ist ein alter Arnold Decoder.
Ich meine das er von Lenz kam in den späten 1990er.

Gruß Christian

Hallo Christian,

danke schon mal. Dann sollte er doch über DCC mit 14 Fahrstufen ansprechbar sein? Wie finde ich die eingestellte Adresse heraus?

Gruß Horst

Hallo,

der Decoder beherrscht nur 14 Fahrstufen und den alten Registermodus. Ich bin mir jetzt nicht sicher ob die DCC den kann - vermute ja?!?

Die Registerbelegung gemäß dem alten Stand ardard ist:

R1 Adresse
R2 Vmin
R3 Beschleunigung
R4 Anfahrverzögerung
R5...R8 unbenutzt

Es gibt also weder Hersteller ID, noch Version und auch keinen Reset.

Grüße, Peter W

Hallo und danke für die Antworten.

Soweit ich weiß, kann die FCC keine Registerprogrammierung. Jedenfalls nicht mit dem hauseigenen PC-Programm.

Ich habe mir mal den Spaß gegönnt und mit DCC und 14 Fahrstufen alle denkbaren Adressen durchprobiert, es sind ja nur 99 mögliche. Und auf keine dieser Adressen hat der Decoder reagiert. Im Netz habe ich Hinweise darauf gefunden, dass diese Dinger wohl recht häufig kaputt gegangen sind, was hier in meinem Fall nun offenbar auch der Fall ist.
Damit ist für mich klar, dass er nun für die Innenausstattung des Mülleimers dienen wird. Man liest ja im Netz ansonsten "nur schlechtes" über so alte Decoder.

Mir fiel auch auf, dass das weiße Plastikteil, welches die Inneneinrichtung darstellen soll, bei diesem Fahrzeug anders aussieht als bei den sonstigen analogen Fahrzeugen dieser Baureihe. Dort wo der Decoder untergebracht ist, befindet sich anstelle der sonst angedeuteten Sitzbänke eine glatte Fläche, die auch nicht nachträglich abgefräst wurde, sondern bereits ab Werk so gewesen sein muss (erkenntlich an der glatten Oberfläche, wie eben Kunststoff aus der Spritzform kommt). Damit handelt es sich offensichtlich um ein Fahrzeug, das bereits ab Werk digital mit diesem Decoder ausgestattet worden war.

Ich habe nun auch herausgefunden, dass die Bezeichnung "LDE30" auf dem Chip auf Arnold-Decoder aus der kurzen Zeit der Zusammenarbeit mit Märklin hinweist, genauso, wie es mir bereits gesagt wurde. Normalerweise wurden damals in die diversen Fahrzeuge ab Werk Platinendecoder verbaut, aber weil der Kittel von Haus aus keine Platine besitzt, ist das dann wohl eine Sonderbauart speziell für dieses Modell. Das erklärt dann auch, dass das Aussehen des Decoders so ganz von anderen alten Arnold-Decodern abweicht, die man so im Internet abgebildeten findet.

Wie auch immer, das alles erleichtert nun meine Entscheidung sehr, dieses alte Ding wirklich zu entsorgen. Wenigstens ist dann der Einbau eines aktuellen Decoders recht einfach, weil keine Leiterbahnen oder dergl. mehr aufgetrennt zu werden brauchen. Und ob mich die aus heutiger Sicht falschen Kabelfarben stören und ich diese dann ebenfalls gleich mit austausche, muss ich mir noch überlegen.

Beste Grüße
Horst

Hallo zusammen,

um es noch einmal zu erwähnen, da es komischerweise noch niemand explizit gesagt hat: der Decoder auf dem Bild ist der Arnold 81100 (11 x 18,5 x 5,5 mm). Er stammt aus der mit dem Start des Arnold-Digital-Systems von Lenz entwickelten ersten Familie von Lokdecodern und ist damit keine "Sonderbauart", sondern war zusammen mit dem 81101 (13 x 17 x 5,5 mm) und später dem 81102 (zweiteilig, baugleich Lenz LE075) offiziell auch separat für die Umrüstung von Triebfahrzeugen erhältlich. Es ist daher naheliegend, dass er auch für serienmäßige Digitalmodelle verwendet worden ist.

Viele Grüße,
Sebastian

Hallo,

danke Sebastian, das erklärt auch, warum die Decoder, die ich im Internet gefunden habe, anders aussehen. Dort bin ich, wenn überhaupt, dann nur auf die Artikelnummern 81200 bzw. 81210 gestoßen. Hier handelt es sich also um einen aus der Generation noch weiter zurück, offenbar erkenntlich an der 1 an der dritten Stelle der Artikelnummer (wenn man das weiß).

Also ist er definitiv reif fürs Museum - äh für die Mülltonne. Oder will ihn jemand von euch haben?

Gruß Horst

Hallo,

möglicherweise hatte jemand versucht, den Decoder per R1 auf eine Adresse >99 einzustellen.
Da die Firmware in dem Controller (von Philips) so programmiert wurde, dass dieser je nach Adresse entweder als Lokdecoder oder als Schaltdecoder arbeiten kann, ist dies die häufigste Todesursache.
Möglicherweise ist er nur scheintot. Die Programmierung einer Adresse von 1 bis 99 kann den Chip wiederbeleben, soferne der Quarz und der ASIC L11 (Motorbrückentreiber, Lichttreiber, 5 V Regler) in Ordnung ist.

Die Motorbrücke ist mit den damals (und selbst heute noch) verfügbar SMD Transistor BC817-40 (6C) und BC807-40 (5C) plus 2 einfache Doppeldioden aufgebaut und ist gegen Störspitzen empfindlich.
Einmal habe ich im guten Glauben, dieser sei bei der Digitalversion unnötig, den Kondensator am Motor entfernt. Der Decoder ging daraufhin nach kurzer Fahrt in Rauch auf...

Die Entwicklungsgeschichte war wie folgt:
LE10, LE20, LDE30, LDE33, L(D?)E40.
Dann war Schluss mit Philips Microcontrollern, und Lenz stellte auf PIC um. Mittlerweile verwenden sie Atmel AVR (ATmega). Dadurch hat sich zu meinem Leidwesen der zuvor immer hervorragend funktionierende Analogbetrieb wesentlich verschlechtert. (Und Lenz hat mich als Decoderkunde verloren, was denen vermutlich "Blunzn" ist),

Grüße, Peter W.

Hallo,

zum Programmieren über Register fehlen mir die Möglichkeiten, aber das ist nun auch nicht weiter tragisch. Inzwischen ist er ausgebaut und bei dieser Gelegenheit habe ich mir den Motor auch mal genauer angeschaut.
Der Motor hängt fest bzw. lässt sich nicht von Hand drehen, vermutlich hat sich eine der Kohlen verklemmt und das Kunststoff-Motorgehäuse ist an dieser Stelle auch etwas verzogen. So vermute ich, dass der Motor durch die Blockade zu viel Strom gezogen hat und damit den Decoder getötet hat.

Jetzt kommt definitiv ein Glockenankermotor rein und ich muss sehen, ob der 7mm oder der 8mm Motor von tramfabriek.nl besser geeignet ist, sobald die dort aufgegebene Bestellung da ist. Wenn der Platz seitlich neben dem neuen Motor es erlaubt, werden dann auch gleich ein paar Pufferkondensatoren eingebaut. Ein aktueller DH10C liegt auch schon bereit und ein paar Duo-LEDs habe ich auch noch hier liegen. Wenn schon umbauen, dann also gleich richtig.

Gruß Horst

Hallo Horst

bitte berichten wenn du den Motorumbau fertig hast.Habe hier auch noch einen mit defekten Motor liegen.

MfG
Michael


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