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THEMA: Mindestradius Gleiswendel

THEMA: Mindestradius Gleiswendel
Startbeitrag
Herb - 25.01.05 21:39
Hallo Leute!

Jetzt ist es amtlich. Der Wiener spinnt komplett!

Frage: kann ich - rein technisch gesehen - eine Gleiswendel 80 cm hoch mit 25 cm-Radius (50 cm Durchmesser) bauen und betreiben? Die Steigung bzw. die Anzahl der Ebenen wäre beliebig wählbar. Einzig der Radius wäre aus örtlichen Gegebenheiten mit 25 cm vorgegeben. Wäre das betrieblich machbar oder haut es mir in jedem Fall alles Rollmaterial raus?

PS:
Vermutlich ein Thema das hier im Forum schon vielmals "ausgelutscht" wurde. Ich habe allerdings gesucht und gesucht. Aber nichts gefunden.

Hallo Herb,

habe mal schnell im WinRail den Wendel berechnen lassen (ich gehe von einer Mindesthöhe von 7 cm aus).

Folgendes Ergebnis:

Radius: 250 mm
Winkel zwischen Ein- und Ausfahrt: 0°
Gesamthöhe: 800 mm

Ergibt ein Wendel mit

Steigung: 2,7° = 46 o/oo (Promille)
Höhendifferenz pro Umdrehung: 73 mm
Gesamtlänge 17279 mm

Hoffe, das hilft Dir im Moment weiter.

LG Claus
Suppi, danke.

Auf ähnliche Ergebnisse allerdings mit mehr Drehungen und daher weniger Steigung bin ich auch schon gekommen.

Was mir schwere Sorgen macht ist der 25 cm-Radius....
Hallo Herb,

u kannst mir gerne hier reinschreiben, mit welcher Mindesthhöhe Du planst. Ich habe bei meinem plan 7 cm genommen, damit ich mit meinen Kohleschaufelhänden noch einigermassen bei Entgleisungen eingreifen kann.

Bei weniger Höhendifferenz pro Umdrehung gibt es natürlich mehr Umdrehungen und grösserere Gleislänge.

Bei Erfahrungen aus dem Fahrbetrieb muss ich leider passen.

LG Claus

P.S. Du kannst mich gerne anmailen, ich schicke Dir dann eine Hardcopy von der Winrail Berechnung.
Nachtrag zu 3:

Nur zur Sicherheit, Herb.

Die Höhendifferenz = höchste Lok + Gleishöhe + Trassenhöhe

Gruß, Claus
Hallo!

Würde mal sagen, es kommt auf die Zuglänge an. Wenn man die 250mm radius zur berechnung nimmt kommt man auf ca. 1570 mm gleislänge, wobei man aber noch etwas abziehen muß , da ja nicht der radius am Gleis gemessen ist ,oder?
nach der regel, die ich mal gelesen hab, sollte die länge des zuges nicht mehr als die hälfte einer Umdrehung betragen. das wären dann ca. 785mm Zuglänge  maximal. da sollte es keine probleme geben.

grüsse

Andreas Z.
Moin,

also 4,6% halte ich für reichlich zu groß:

meine Wendel hat bei einem Radius von 300mm (Gleismitte) und einem Höhenzuwachs von 50mm p. Umdrehung eine Steigung von ca. 2,6%. Einige Lokomotiven (Dampf-Loks) haben hier schon mit einer Zuglänge von ca. 70cm reichlich Schwierigkeiten!

Die Minitrix BR44 kann die Schneeschleuder (aus dem Set) nicht diese Wendel hochschieben. Die GFN BR56 schafft es allerdings. Durchweg haben meine Dampfloks mit Tenderantrieb in der Steigung eine deutlich höhere Zugkraft, als die Lokgetriebenen. Vermutlich, weil der Zug, auf der Steigung den Tender zusätzlich nach unten zieht und somit die Reibung des Tenderantriebes erhöht.

Eigentlich dürfte bei den oben genannten Werten nur Triebwagen und Drehgestell-Loks eine reelle Chance haben.


Liebe Grüße aus Hamburg

Jens
Nachtrag:
die anzahl der achsen, bzw ob schleifer f. licht drauf sind auch berücksichtigen!!

Andreas Z.
Hy,
mein Gleiswendel habe ich zweigleisig mit Fleischmann R 3 & R 4 gemacht bei einer Steigung von ca. 2,5 % . Ich wollte ihn so auslegen das ich mit 7 Wagen runter und rauf fahren kann um im Schattenbahnhof lange züge abzustellen. Als durchfahrhöhe habe ich ca. 65 mm genommen.
Ich hoffe das hilft. War eine mords arbeit und hat ein Haufen Geld gekostet da ich ausschließlich 100% Neuware im Wendel verwendet habe. Insgesammt mache ich 2,5 Umdrehungen mit dem Wendel.
Gruss
Michael
Ich hab R230 mit 60mm Höhenzuwachs gebaut, ergibt 4.2% , und hab davon zweimal 1 1/2 Umgänge gemacht. Nr.5 hat recht. Es ist problemlos möglich, wenn die Züge nicht übertrieben lang sind. Aus dem Bauch sage ich, so 100-120cm Zuglänge sind kein Problem, solange die Lok das zu ziehen vermag. Längere Züge landen auf dem Bauch im Kurveninneren.

Das Vorbild in der Schweiz (Südostbahn) fährt fast durchgehend 5%, aber nicht auf 0.25m*160 = 40m Radius. Für 15-Wagen-Züge ist Vorspann erforderlich. Also: Die grosse Steigung allein macht noch nichts aus.

Felix
Also ich hab in meiner Gleiswendel Mtx R3+R4 verbaut, Höhenunterschied pro Umdrehung 60 mm. Ergibt eine Neigung von ca 2,5%. Ein Zug mit einer Länge von ca. 1,50m fährt problemlos die sechsstöckige Wendel hoch.

MfG

Rainer
Hallo N-Bahner!
Vielen Dank für eure Infos und Praxisberichte. Ich sehe schon, daß ich leider ein paar wesentliche Infos vergessen habe:

1.) Die Wendel soll 1-gleisig bleiben.

2.) @5 Andreas hat Recht: der Radius 250 mm ist an der Trassen-Außenkante zu messen und der Gleisradius wird (leider) noch enger. R230 wird wohl hinkommen.

3.) Ich möchte mit der absoluten Minimalsteigung (Trassenbrett + Gleishöhe + Lokhöhe + 3-5 mm Sicherheitsabstand) arbeiten.

4.) Bei Entgleisungen denke ich an einen "Eingriff" mit einer 60 cm-Gurkenzange und einem "Fangnetz" ganz am Boden unter der Wendel.

5.) Eine "Überhöhung" der Gleise wäre auch denkbar.

6.) Ich rechne mit "sehr langen" Zügen zwischen 170 und 200 cm. Eventuell könnt ihr da für mich disbezügliche Tests durchführen?

Tja, das war´s fürs Erste. Verrückt. Oder?
Salü Herb

wir hatten vor, unseren Wendel mit R1(192cm) / R2(225,6cm) zu bauen. Nicht zuletzt hier im Forum erfuhr ich, dass dies nicht gehen würde, da zu steil und zu eng. Nun, man glaubt ja nicht alles, wir haben einen Versuchswendel (R2)mit zwei Umdrehungen gebaut (Unterbau aus Lego) und mussten feststellen, dass die Warnungen gerechtfertigt waren. Nach unserer Erfahrung wirst Du mit so langen Zügen höchsten hinunter fahren können, aber was machst Du, wenn der Schattenbahnhof voll ist . Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, anstatt eines konv. Wendels eine Rampe- Schlaufe- Wendelkompination zu realisieren.

Mit Gruss

Walo
beitreibe seit 8 Jahren fogende Wendel im Realeinsatz als Wendeschleife einer Modulanlage:

42cm Radius, Steigung ca 2,4% Zuglänge maximal 4m, Konstruktionshöhe 50mm (drunter geht einfach nix)

Wenn ich das auf die von Dir angesprochenen Dimensionen umsetzte komm ich zu folgendem Ergebnis: selbst bei Doppeltraktion mit Drehgestellloks wird man wohl kaum mehr als 1,5m Züge da drüber schaffen könne. die gut 4% steigugn wärend a nicht so schlimm, aber der Radius mit ca. 22 cm ist tötlich. Die Wagen kippen nach innen, weshalb auche ien Überhöhung sinnlos ist. vor allem bei Wagen mit KK wird durch die schräg auslenkende Kupplung eine zusätzliche Kraft auf die Radsätze übertragen, was das ganz noch verstärkt.
Aus meiner Sicht so nicht machbar. Ich fahre in Meiner Wendel innen mit 30cm Radius in knapp 4% Gefälle wieder runter, geht das schon kaum noch udn dann willst Du noch krasser nach oben?!?!?

Martin
Ist das für das gleiche projekt, wie der Bahnhof? Vielleicht kommt man ja gemeinsam auf eine andere Lösung?*dummfrag*

Andreas Z.
Hallo zusammen,
also ich kann aus Platzgründen auch nur einen Wendel mit R2 bauen bei einer Steigung von 30 o/oo. Allerdings benötige ich diesen Wendel mit 2 1/2 Umdrehungen prinzipiell nur zum Runterfahren, aufwärts will ich da allenfalls mal mit ganz kurzen Garnituren (Triebwagen, Lokalzüge) hoch. Im Probebetrieb hat sich nämlich erwartungsgemäss gezeigt, dass sich die Loks - wie auch in @6 ausgeführt - mit längeren Zügen sehr schwer tun und das will (und muss) ich ihnen nicht antun. Ich würde also für den Aufwärtsfahrten keinen Wendel unter R3 bauen.

lg Friedrich
Herb, damit wirst Du nicht glücklich.
Wenn möglich, schleife die Wendel außen um die Anlage herum.

Gruss
Cox
Ich habe 2 Wendeln mit 5 cm Höhenabstand und etwas über 100 cm Durchmesser und überbrücke damit rund 60 cm an Höhe. Es gibt mit 1.90 m langen Zügen keine Probleme. Falls Interesse besteht gibt es auch Bilder davon.

Grüsse TK
# 6 hat Recht und # 9 hat vermutlich keine Dampfloks - 4% ist zu steil wenn du Dampfloks fahren willst. Drehgestell Loks haben grundsätzlich mehr Zugkraft.
cheers
Norman
Liebe Leute!
Wieder einmal bewesit sich die hervorragende Qualität des Forums bzw. der User aufs eindruckvollste!

Vielen Dank für eure zahlreichen Tipps und Infos. Aufgrund eurer Hinweise und Informationen ist das Projekt in der "angedachten" Form für´s erste gestorben! Ihr habt vollkommen Recht! So geht es nicht. Punktum. Muß mir eben etwas anderes einfallen. Allerdings möchte ich hier noch nicht allzuviel verraten. Wenn es soweit ist, wird die N-Szene ohnehin "brodeln"

Nochmals vielen Dank und liebe Grüße aus Wien
enby,
hier und im Herimoforum gab es schon mal einen Thread bezüglich Zugkraft und Dampfloks. Es wurde sogar eine Zugkrafttabelle hinsichtlich der Zugkraft einzelner Loks aufgestellt. Da wunderst Du dich was die zugkraft vieler Dampfloks zeigt. Die Dampfschlepptenderloks mit Tenderantrieb haben meist äußerst große Zugkräfte, welche den Drehgestelloks nicht nachstehen. Du solltest mal über Suchfunktion den Thread anschauen.
H-W
Hallo zusammen,
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, daß der Radius so groß wie nur irgend möglich und der Trassenabstand so gering wie möglich gemacht werden sollte. Ich mußte meine Wendel zweimal umbauen wegen zu geringen Radius und zu großem Trassenabstand.
Gerade Dampfer (z.B.BR 17 (alt)) mit geringem Reibungsgewicht haben sonst Schwierigkeiten einen Zug hochzuziehen, besonders wenn die Haftreifen nicht mehr ganz neu sind.
Bei meiner doppelgleisigen Wendel mit 80cm Durchmesser gehts im inneren Kreis abwärts, äußerer Kreis nach oben (etwas geringerer Kurvenreibungswiderstad). der Trassenabstand ist knapp 5cm, verbaut habe ich nur Flexgleise von Roco.

Grüße Michael Peters
@21
> Radius so groß wie nur irgend möglich und der Trassenabstand so gering wie
> möglich

Du hast natürlich vollkommen recht *lach* aber im konkreten Fall ist da das leidige Platzproblem... und wenn jemand die Wahl hat, eine Moba mit steilen, engen Kurven zu bauen oder gar keine, ist der Fall auch klar... So ging es damals mir. Bereut habe ich es nie.

Zur Durchfahrhöhe (Höhenzuwachs): 50mm ist ok für Dampf und Srinkdiesel - für Eloks mit ausgefahrenem Stromabnehmer, aber ohne Fahrleitung ist mir das zu gefährlich. So bin ich auf 60mm gekommen:
6mm Trassee + 4mm Flansch (Trasseebrett-Verbindung) + 3mm Kork + 4mm Gleishöhe + 2mm Reserve macht 41mm lichte Weite für die Elok mitsamt Stromabnehmer. Weniger trau ich mich nur mit eingezogenem Stromabnehmer - und das will ich nicht.

Felix
enby,
hier die eine Tabelle bezühlich Zugkraft: http://www.kazmedia.de/bahn/zugkraft.html
H-W


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