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Thema: Monost.Relais unter Dauer-Strom, schädlich oder tolerierbar
Exitus - 12.08.18 16:25

Hallo Elektronik Experten,

vom Grundgedanken her soll ein monostabiles Relais beim Auslöseimpuls (Taster) ja nur kurz den Kontakt zwischen den relevanten Kontakten herstellen und danach in Ruhestellung eben diesen wieder unterbrechen. Soweit klar und bekannt.

Angenommen, das Relais wird statt über einen Taster mit einem Schalter in diese Kontaktposition (Relais zieht an) gebracht und dort belassen, nimmt das Relais das irgendwann übel und geht kaputt?

Gruß aus Nordertown

Edit... Titelzeile zu lang und daher verstümmelt



Hallo,

nein, dafür sind die Dinger ja ausgelegt
Bei passender Spannung mit geglättetem DC gibt es da überhaupt keine Probleme.

Was einem Relais auf Dauer "schadet", ist das Ein- und Ausschalten, da bei jedem Schließen/Öffnen der Kontakte Abreißfunken entstehen, die früher oder später die Kontakte lahm legen (abnutzen). Diese Schaltzyklen sind im Datenblatt enthalten und betragen in der Regel einige Millionen mal.
Natürlich müssen die Werte eingehalten werden! Werden die Umschaltkontakte mit unzulässig hohen Werten betrieben, brennen sie eben früher "ab", bzw. können auch mal "kleben" bleiben.

Gruß kkStB

Edit: vom Grundgedanken her ist das mit dem Impuls nicht ganz richtig. Es kann diese Aufgabe erfüllen, aber die eigtl. Aufgabe ist, mit einem kleinen Steuerstrom einen höheren Laststrom zu schalten und diesen (optional) auch noch galvanisch vom Steuerstrom zu trennen. Wobei eben Dauerstrom eher die Regel als die Ausnahme ist. Zu berücksichtigen wäre bei solchen Relaisschaltungen allenfalls der Stromverbrauch, der, je nach Anwendung (bei vielen Relais in Arbeitsstellung), relativ hoch sein kann.
Daher legt man solche auch so aus, dass sie eher kurz in Arbeitsstellung aktiv sind. Die Ruhestellung also der Normalfall ist.
Bei Sicherungsschaltungen wird das so gehandhabt, dass das Relais bei Stromausfall eben abfällt und so einen definierten, sicheren Ausgangszustand hat.





hallo Exius,

es gibt sogar Schaltbeispiele, bei denen monostabile Relais über einen Taster "Schließer" angezogen werden, durch ein Kontaktpaar des Relais wird dann parallel zu dem Schließer in angezogener Stellung gehalten. Für immer. Auch wenn der Schließer inzwischen wieder geöffnet ist.

Zum Abfallen des Relais ist in genau diesem Schaltkreis ein weiterer Taster "Öffner", das ist ein Taster, der im Ruhezustand geschlossen ist und beim Drücken geöffnet wird, der dann diesen permanenten Stromkreis öffnet, damit das Relais abfallen kann.

Bei Geräten, Maschinen usw. wird dies sehr häufig angewandt. Da ist dann der Schließer meistens grün, der Öffner meistens rot. Und bei Stromausfall fällt das Relais sofort ab (fail save), damit beim Wiederherstellen der Versorgungsspannung nicht die Maschine unkontrolliert wiederanläuft.

Bistabile Relais wären in dem Falle u.U. fatal.

meint ho, der gerade nicht herumlöten will - oder wie meine Frau sagt: herumblöden.

Dank an die Antwortenden,

dann bin ich beruhigt und kann diverse (bereits vor längerer Zeit) irrtümlich beschaffte Relais einer anderen Nutzung zuführen.

Gruß aus Nordertown

...ergänzend: Es gibt durchaus auch Bedingungen, bei denen das Relais bei Daueranschaltung kaputt geht. Der begrenzende Aspekt ist i.d.R. immer die Erwärmung der Relaisspule. Das bedeutet: Ein "hoher" Strom ist zulässig, wenn er nur "kurz" auftritt. Wenn der Strom "lang" auftritt (aka Dauereinschaltung), muss der Strom entsprechend "klein" sein.

Fiktives Beispiel: Ein Relais für 12V Nennspannung kann gemäss Datenblatt zwischen 80% und 150% der Nennspannung im Dauerbetrieb betrieben werden.

Zweckdienliche Hinweise gibt das Datenblatt des verwendeten Relais. Tante Google weiss Rat.

Felix

Hallo Hans-Jürgen,

ein monostabiles Relais ist ja oft auch in analogen Blocksteuerungen enthalten und soll dort den nachfolgenden Blockabschnitt spannungslos schalten, wenn der (z.B. mit Gleisbelegtmelder) überwachte Abschnitt besetzt ist.

Im sicheren Fall analog Heinrichs Beispiel sollten die monostabilen Relais beim Besetztmelden des überwachten Blocks abfallen und den nächsten Abschnitt dadurch abschalten. Wenn der Block frei ist, sollten die Relais dann anziehen und den Folgeblock freigeben (Kontakt schließen).

Meist ist aber genau dieser Fall elektrisch logisch nicht über einfache Transistorschaltungen herzustellen und/oder zusätzlich die umgekehrte unsichere Logik mit den meistverwendeten preiswerten Relaistypen (Öffner) eingebaut. Dann werden beim Abfall der Versorgungsspannung der Relais leider alle Kontakte geschlossen für die Folgeblöcke und die Züge fahren mit der Gleisspannung unkontrolliert weiter. Die monostabilen Relais (Öffner) sind also bei Belegtmeldung längere Zeit eingeschaltet und erst bei Freimeldung fallen sie zeitverzögert ab und schließen.

Bei dieser im Modellbahnsektor benutzen Logik steht aber ein Aspekt dahinter, der bei Modellbahnanwendungen wieder den sicheren Zustand herstellen sollte, indem die Versorgungsspannung der Relais (Wechselspannung) und die Gleisspannung (Gleichspannung) am gleichen Trafo abgegriffen und damit nur parallel an-/ausgeschalten werden, womit also nur Wackelkontakte an der Relaisversorgung den unsicheren Zustand erzeugen würden.

Viele Grüße,
Danilo

Hallo,

falls die falschen Relais (#3) z.B.  nur 5V (Relaisspule) vertragen, kann man diese auch mit einem Vorwiderstand (100-200 Ohm) an 12V betreiben. Schwieriger wird es bei 24V.... glatten DC benötigen allerdings alle, da wird, wenn nötig, ein Elko mit 50-100 uF dazu geschaltet.
An den Kontakten wird es sicher nicht scheitern, die sind in der Regel bis 125V und 1-2A tauglich.

VG kkStB

P.S. im Falle einer analogen Blocksteuerung ziehen die Relais nur bei "Freimeldung" an. So ist sichergestellt, dass bei Fehlern in der Stromversorgung die Relais abfallen, also "Besetzt" melden.


Hallo ho,

das nennt sich dann Selbsthaltung... diese Schaltung ist die Grundlage jeder Schrittkette einer Ablaufsteuerung. Für jeden Schritt wird da ein Relais gebraucht, das bei Erreichen der Weiterschaltbedingung bestromt wird und solange eingeschaltet bleibt, bis die Schrittkette zuenden geführt wurde. Wäre fatal wenn Relais dabei Schaden nehmen würden. Logisch, heute macht man das mit SPS, da sind Schrittketten in der Software mittlerweile fest eingebaut. Anfangs (S5) hat man das noch selber gebaut, jedenfalls mussten wir das damals noch lernen.


Gruß Torsten

Hi Folks,

ich stelle immer wieder fest, wie Horizont-erweiternd dieses Forum ist. Da lag ich mit meinem "Grundgedanken" wohl etwas daneben. Naja, einem Elektroniklaien kann man das schon mal durchgehen lassen, oder?

Auf jeden Fall lerne ich immer wieder dazu - danke dafür.
In einem anderen Thread (Hallsensoren betreffend) werde ich nochmal nachfragen müssen. Da komme ich noch nicht weiter, vielleicht bin ich dafür zu.... Aber das ist hier nicht das Thema.

Gruß aus Nordertown

hallo Thorsten,

ja, es gibt noch leute, die das gelernt haben.

mfg ho


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