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THEMA: Fleischmann-Drehscheibe kaputt

THEMA: Fleischmann-Drehscheibe kaputt
Startbeitrag
stf - 14.01.05 22:17
Hallo, Forum;

hat jemand Erfahrung mit der Reparatur einer Fleischmann-Elektro-Drehscheibe und kann mir Tipps geben? Ich habe mich noch nicht an das Dings ´rangetraut aus Angst, mehr kaputt- als heilzumachen

Ich habe zwei von diesen Drehscheiben; die eine funktioniert seit rund 20 Jahren einwandfrei, die andere hat jetzt nach ca. 15 Jahren den Dienst quittiert: Wenn ich den Schalter betätige, dann klickt sie müde, sonst passiert nichts... Bei Betätigung des Schalters an der Bühne gibt´s nicht mal das Klicken. Klinkt man mit dem Schalter die Bühne aus dem Antrieb aus, so läßt sie sich ohne Hakeleien per Hand drehen.

Vor ein paar Tagen dann ein ganz seltsamer Effekt: Plötzlich lag am Drehscheibenbühnengleis Fahrspannung an - und das, obwohl alle Trafos (Analogbetrieb) auf "0" standen! Eine auf das Bühnengleis gestellte Lok fuhr mit mittlerer Geschwindigkeit los (insofern kann nicht die Wechselspannung für den Drehscheibenmotor angelegen haben). Nach dem (manuellen) Drehen der Bühne um 180 Grad trat im Fahrstromkreis des Bühnengleises ein Kurzschluss auf. Nochmaliges Drehen um 180 Grad ließ den ganzen Spuk wieder verschwinden, als wäre nichts gewesen.

Was mag meiner Drehscheibe fehlen und wie repariere ich es?

Gruß - und Dank im voraus

Stf

Alle Trafos auf 0 und trotzdem fuhr was los? Irgendwoher muss die Gleichspannung aber gekommen sein!
Und, nach meinem bescheidenen Elektrikwissen, verwandelt sich Wechselstrom nicht einfach so in
Gleichstrom, dazu braucht's einen Gleichrichter.
Hm, der Drehbuehnenmotor braucht doch auch Gleichstrom?

Wenn Du ausschliessen kannst, dass die Leitungen zur Drehscheibe ein Problem haben (also alles
mal abstellen und direkt Strom zufuehren so nah an der Buehne wie's geht, damit Schalter, Relais usw
als Fehlerquelle ausgeschlossen werden koennen), dann muss was in der Drehbuehne kaputt sein.

Ausbauen ist recht einfach, hm, vielleicht nicht bei einer eingebauten Drehscheibe. Du musst dazu
1 oder 2 von den Zugangsgleisstuecken auf genau gegenueberliegenden Seiten rausnehmen, die
Buehne per Hand dahin. Ich glaube, ein Bodenblech abnehmen und die Schraube darunter loesen,
dann kannst die Buehne rausnehmen. Angaben ohne Garantie.

Ich hatte mal eine Beschreibung in drmb gepostet vor ein paar Jahren, wie man die Buehne komplett
auseinandernimmt, und vor allen Dingen, wieder zusammen bekommt.
Falls es soweit kommt, google danach oder ich poste es hier nochmal, habe den Text zu Hause.

Lutz
Die Gleichspannung kommt über den Fleischmann-Schalter und von da durch den vermutlichen Fehler in der Bühne aufs Gleis. Die Bühne hat einen Gleichstrommotor. Da sie aber lt. Schaltplan an Wechselspannung angeschlossen werden muss, brauchts einen Gleichrichter und der sitzt im Fleischmann-Schalter.
Du hast jetzt vermutlich irgendwo einen Schluss vorliegen, so dass die Gleichspannung für den Bühnenmotor aufs Gleis kommt. Da hilft nur eins: Aufmachen und suchen...
Gruß
Dieter
Dass das ein Gleichrichter im Schalter sitzt, wußte ich gar nicht - aber ist ja logisch, die Bühne kann ja linksrum und rechtsrum laufen... Jedenfalls ist mit jetzt klar
- dass ich keine Gespenster auf der Anlage habe, die heimlich 9-V-Batterien ans Gleis halten (war echt schon fix am Grübeln, wo der Gleichstrom herkam...)
- und dass meine Drehscheibe wirklich dringend repariert werden muß.

Bloß - wie kriege ich das Ding auf, ohne hinterher vor einem Scherbenhaufen zu stehen...

Auf jeden Fall schon mal danke für die Hinweise

Gruß, Stf
Hi,

hier ein fuer Dich aufs Wesentliche gekuerzter Text, ich hatte damals die Buehne komplett
auseinandergenommen um sie zu saeubern und zu gucken, wie man eine Einzelgleisschaltung
basteln kann. Ich wusste, der Text wird irgendwann noch mal gebraucht werden. Frag mich
bloss  nicht, WAS ich da vor drei Jahren geschrieben habe, die Buehne ist laengst wieder
in der Schachtel verschwunden. Bei Bedarf hole ich sie wieder raus und kann zumindest
nachgucken, ob man die Buehne rausbekommt, ohne die Anschlussstuecke ausbauen zu muessen.
Ich bezweifel es aber.

Lutz


Das Riffelblech zwischen den Gleisen laesst sich auf der Seite des Steuerhauses abnehmen.
Kleiner Schraubenzieher drunter und vorsichtig raushebeln. Das Teil ist halb so lang
wie die Buehne.
Dann sitzt dort ein Sprengring, den abmachen, drei oder vier Gleisanschlussstuecke pro
Seite rausnehmen und dann kann man die Buehne rausholen.
Es sind dann fuenf Schleifringe auf dem Koenigsstuhl zu sehen. Zwei fuer die Gleisstrom-
versorgung, drei fuer den Drehmotor. Wenn Du Glueck hast, ist dort schon Dein Kurzschluss, also Buehne im ausgebauten Zustand testen!

Die Stromversorgung fuer die Anschlussgleise geschieht einfach ueber kleine (was sonst)
Kupferbleche, die unterhalb der Schienen in der Buehne sind. Man muesste je eins
pro Seite isolieren (damit die Buehne immer Fahrstrom hat) und je eine Strippe wieder
zurueck zum Stellpult kriegen, damit ja festlegen kann, welche Seite jetzt mit Strom
versorgt wird.
Die eine Seite sieht ja einfach aus, auf der anderen ist der Motor drunter. Der Motor ist
auf einem Schlitten der genau auf der Buehnenunterseite aufliegt. Da ist kein Platz,
um da noch ein Kabel unterzubringen, man muesste den Schlitten rausnehmen (die drei
Kabel von den Schleifern aus ihren Fuehrungen holen und dann kann man den Schlitten
ein bischen nach aussen ziehen und dann nach oben bzw. Buehnenunten, hochheben,
dann gibt's da noch vier Schrauben die man loesen kann. Es gibt diverse Federbleche die versuchen zu fluechten, sowie ein oder zwei duennste Draehte die mit einer Spule verbunden sind und sehr zerbrechlich aussehen, also Vorsicht!


Beim Zusammenbau drauf achten, dass das Zahnrad, was ueber die Buehne hinaussteht (
und dafuer sorgt, dass sich die Buehne auch dreht) richtig liegt. Eine der Achsen muss
mit der Laengsachse der Buehne uebereinstimmen, weil die Stange, die den Antrieb
steuert dort eingreift. Hat ein bischen gedauert, bis ich das Zusammenspiel kapiert habe.
Den grausamen Rest spare ich mir, falls tatsaechlich einer bis hierhin gekommen ist,
schafft er den Rest auch, falls nicht, email schicken. [ Aeh tja, das wirst Du jetzt,
drei Jahre spaeter, allein hinkriegen muessen Ich meine mich erinnern zu koennen,
dass es viele seitenabhaengige Teile gab, also beim Auseinanderbauen die Buehne mit Motor
nach links liegen haben und bei Zusammenbauen ebenso. Dann muss man keinen geistigen
Spagat machen. ]

Das ganze Auseindernehmen muss man aber leider machen, wenn man die Schleifkohlen
wechseln muss.

Danke für die Tipps; ich sammle jetzt Mut und dann probier ich´s mal

Gruß, stf
Nur Mut, noch kaputter als kaputt geht nicht
Berichte mal, was draus geworden ist.
Gruß
Dieter
Hallo stf !
Wenn du genug Mut gesammelt hast, dann probier´s mal so:
Das Riffelblech zwischen den Schienen auf der Seite mit dem Häuschen lässt sich rausnehmen.
In der Mitte der Bühne ist ein Blech mit Sicherungsring, diesen rausmachen.
Dann 3 Stk. der Seitenteile an der Grube rausnehmen, vorzugsweise welche ohne Gleise, dann mit der Handentriegelung das Zahnrad zurückschieben, und nach oben rausnehmen. Wenn es nicht geht die 3 gegenüberliegenden Seitenteile auch noch rausnehmen, dann springt sie fast alleine raus.
In der Bühne ist das ganze elektrische untergebracht, einfach mal durchmessen. Schau dir auch mal die Schleifringe in der Grube an, nicht das dort evtl. dein Problem liegt.
Viel Spass, ist nicht wirklich schwierig, höchstens der Wiederzusammenbau
Gruß Uwe
@mosi: Hallo Uwe, der Wiederzusammenbau ist immer das grösste Problem, speziell wenn nach dem zusammenbau noch ein paar Teile übrig sind
Gruß aus leidiger Erfahrung
Dieter
Schau mal hier: http://www.deutsche-reichsbahn-spur-n.de/Digitaltips/Bilder/scheibe1.jpg
Der erste und vierte Schleifer (von oben gezählt) versorgt das Bühnengleis. Diese Schleifer sind direkt an den Schienen befestigt. Die anderen Schleifer sind an der Pertinaxplatte befestigt. Sie versorgen den Magneten und den Motor. Zwischen den Gleisschleifern und den anderen Schleifern muß irgeneine Verbindung bei Dir existieren, die da nicht hin gehört.
Jens


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