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THEMA: Digitale Zukunftssicherheit

THEMA: Digitale Zukunftssicherheit
Startbeitrag
Walter aus Bayern - 14.01.05 14:37
Die Gleisplanungen für meine neue Anlage sind weitgehend abgeschlossen. Nachdem die Anlage wieder einige Jahre überleben soll (meine bisherige hat immerhin sieben Jahre geschafft), soll sie in Bezug auf die Digitalisierung zukunftssicher sein. Natürlich werden Gleisabschnitte (z. B. im Schattenbahnhof, Haltabschnitte usw) elektrisch getrennt. Meine Frage: Reicht eine einseitige Schienentrennung oder ist eine beidseitige besser? Was würdet ihr sonst noch beachten? Als Digital-System ist Sx vorgesehen - vorausgesetzt die kommende Spielwarenmesse bringt nicht noch unerwartete Sensationen auf diesem Gebiet.
Danke für euere Tips!

Walter

Hallo Walter,

Trennstellen in Hinblick auf Digitalisierung bitte grundsätzlich IMMER 2polig ausführen. Falls für Brems- und Halteabschnitte beim gewählten Digitalsystem (SX) nur eine 1polige Trennung erforderlich ist (zum Vergleich bei DCC: 2polig) kann eine Seite immer noch überbrückt werden.

Entgegen der ursprünglichen Vorankündigung von Märklin wird das neue Trix Digitalsystem (Trix Systems mit Mobile und Central Station) doch mit DCC und Selectrix Protokoll ausgerüstet werden.

Grüße, Peter W.
Hallo Walter,

grundsätzlich brauchst Du erst einmal nur eine einseitige Schienentrennung. Du solltest Dir aber Gedanken machen über die gesamte Stromaufnahme Deiner Anlage, d.h. wieviele Loks fahren gleichzeitig und welche Zusatzverbraucher wie z.B. beleuchtete Züge hast Du in Betrieb. Bei größeren Anlagen bzw. größeren Betriebsaufkommen empfiehlt es sich dann die Anlage in Teilbereiche sogenannte Boosterkreise einzuteilen. Hier braucht dann jeder Kreis eine allseitige Trennung vom anderen Kreis.

Willst Du auch Besetztmelder einsetzen und digital schalten?

Thomas
@Peter
Da warst Du jetzt etwas schneller ...

Wieso eigentlich grundsätzlich immer 2-polige Trennung??? Oder ist das jetzt nur auf DCC bezogen? Ich fahre auf meiner Anlage mit SX und habe bis auf die Booster-Kreise nur einseitige Trennungen. Was spricht dagegen?

Fragt Thomas
> Was spricht dagegen?

Die unsaubere Potentialtrennung. Stell Dir vor, zwei Booster speisen zwei Gleisabschnitte und du hast nur eingleisige Trennstellen. Irgendwo anders kommt es zu einem Kurzschluss, so können (bei bestimmten Situationen) plötzlich Kurzschlussströme über beide Booster fließen.
Wenn Du zweipolig getrennt hast, ist das schon eher unwahrscheinlich...

LG

Enrico
@ Walter

Deine Wahl mit Selectrix ist absolut ok. Um zukunftssicher und komportabel zu steuern ist aber neben dem System auch die Wahl der Zentrale wesentlich. Ich selber fahre seit einigen monaten nun auch Selectrix und zwar mit der Zentrale von MÜT. Ist meines Erachtens nach mit Abstand die beste Zentrale auf dem Markt.  
Gründe:
- großes Grafikdisplay mit 128x64 Bildpunkten und Klartextanzeige
- zwei SX-Bus-Systeme und somit z.B. 100 Fahrzeugadressen und weitere 100
  Adressen
- EX-Bus um bis zu 17 Subzentralen über diesen Bus zu koppeln und somit
  endlose Adressenanzahl
- 270 Grad Drehregler
- 40 Multitraktionen mit je 5 Loks können gespeichert werden
- 50 Weichenstrassen können geschaltet werden
- Lokdatenbank für 200 Loks mit richtiger Namenszuweisung anstelle einer Nr.
- serielle Schnittstelle für PC-Anschluß integriert
- updatebar über serielle Schnittstelle
- zusätzliche Softwareerweiterungen wie Pendelzugsteuerung,
  Decodertyperkennung, intelligente Rückmeldung

Ich bin wirklich begeistert und äußerst zufrieden. Da kann natürlich die alte Zentrale aus dem Hause Minitrix nicht mithalten. Fahre übrigens auch nur Epoche I und II.

Wir könne  uns gerne mal austauschen (Mail oder telefonisch).

Gruß
Frank H. (poetrandy)




Also ich benutze die zentrale von Trix, die CC2000. Hab sie aus meinem Startset. Zusätzlich steuere ich mit PC, Software ist ST-Train. Da hab ich 111 Adressen zur Verfügung. Das reicht allemal.  Ich hab 40 Adressen für Loks vorgesehen, die restlichen für die Funktionsdecoder und die Besetztmelder (alles vom Müt). Sollte es einmal nicht mehr reichen, kann ich immer noch erweitern oder umstellen.


Gruss
Rainer
kann mich Rainer und Frank nur anschliessen...

Ich bin vor 2 Monaten von DCC auf SX gewechselt, allerdings mit CC2000 Zentrale weil die recht günstig über ebay hergehen. Der Preis der MÜT Zentrale hat mich abgeschreckt. Ich hab für meine CC2000 und das passende Interface 121 Euro bezahlt.
Bin sehr zufrieden, läuft Prima. Nun warte ich noch auf die Lieferung meiner Flüsterantriebe von MDVR und auf die 8i Besetztmelder von MÜT, dann hab ich alles um meine Testanlage in Betrieb zu nehmen.

Gruß Marco
ach ja, ich trenne meine Schienen nur einseitig, ausser an Stromkreis (Booster-)übergängen - da wird beidseitig getrennt. Für meine Computersteuerung reicht auch ein Melder pro Block.
Um Missverständnisse auszuräumen:

Belegtmelder innerhalb eines Booster-Versorgungs-Abschnitts können nur richtig funktionieren, wenn die einzelnen Meldeabschnitte nur einseitig voneinander und bei mehrfach Belegtmeldern zusätzlich immer auf der gleichen Gleisseite getrennt sind.
Die Belegtmelder arbeiten nach dem Stromfühlprinzip, d.h. wenn sich ein Triebfahrzeug in dem Meldeabschnitt befindet, so fließt ein Strom (Digitalstrom) vom Booster durch den Stromfühler des Belegtmelders (meldet Stromfluß = belegt) , zum Melde-Gleisabschnitt, durch das Triebfahrzeug (Decoder bzw. Motor) und zum Booster zurück.
Würden die Gleise beidseitig getrennt sein, würde der "Rückleiter" fehlen, und kein Triebfahrzeug könnte gemeldet werden oder würde fahren können.

Bei großen Anlagen mit mehreren Booster-Versorgungs-Abschnitten ist es sinnvoll die Gleise zwischen zwei Abschnitten beidseitig zu trennen, damit Kurzschlüsse in einem Abschnitt keine Auswirkungen auf andere Abschnittte haben.

Im Moment des Überfahrens einer solchen Trennstelle mit el.leitenden Rädern werden beide Booster parallel geschaltet. Um einen Kurzschluß aufgrund unterschiedliche Phasenlage zweier Booster zu vermeiden, müssen bei Verwendung identischer Booster Klemme a bzw. b von Booster1 und Klemme a bzw. b von Booster2 an die jeweils gleichen Gleisseite der jeweiligen Versorgungs- Abschnitte angschlossen sein. Bei unterschiedlichen Boostern gilt entsprechendes. Die richtige Phasenlage kann man das mit Hilfe eines Glühlämpchens herausfinden.  

Fazit:
Bei Belegtmelde-Abschnitten             -> einseitige Trennung
Bei Booster-Versogungs- Abschnitten -> beidseitige Trennung
Das gilt für ALLE Digitalsysteme.

Christian
@9

vielen Dank Chritian, für Deine klärenden Worte. Kam grad etws ins Grübeln. Wri haben unsere Halteabschnitte vor den "denkenden" Weichen nur einseitg getrennt und es funktioniert bestens.

Mit Gruss

Walo
Ich hab eine beidseitige Trennstelle alle ca. 200 bis 250 cm. Jeder dieser Blöcke entspricht einem Besetztmelderanschluss. So hängen im Schattenbahnhof 38 Blöcke an einem Booster. Dort fahren maximal 8 Züge gleichzeitig. Sollte der 3- Amp. Booster nicht reichen, kann ich ihn jederzeit mit einem 6- Amp. Booster austauschen (alles Müt).

Gruss

Rainer
Hallo,
zu @7:
Flüsterantriebe mit dazugehörigem Decoder gibt`s mittlerweile auch bei mttm; siehe unter Produkte bei www.mttm.de

Grüsse

Ingo
Hallo liebe N-Bahngemeinde,
auch ich baue z.Zt. eine neue Anlage.
Eine Frage zur fachgerechten Boostertrennung.
1./ Mit Kunststoffschienenverbinder (z.B. die roten Dinger von Arnold)
2./ Trennung mit Trennscheibe (was passiert beim Überfahren dieser Trennstellen mit Metallrädern?)
Gruss
Ht
Vielen Dank für eure Tips - wenn ich euch mal behilflich sein kann, laßt es mich wissen ...
Gruß

Walter
Ich habe auch immer zweipolig getrennt, um flexibel zu bleiben - im Augenblick sind eh noch fast alle Trennstellen im Stellpult überbrückt. Und bleiben es auch für eine Schienenseite


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