1zu160 - Forum



Anzeige:
Spur N Ersatzteile

THEMA: Betrieb ohne Signale - geht das vorbildgerecht?

THEMA: Betrieb ohne Signale - geht das vorbildgerecht?
Startbeitrag
TomtowN - 06.02.18 17:48
Moin,

ich plane einen Durchgangsbahnhof an einer eingleisigen Strecke mit 6 Bahnsteig- und 2 Durchfahrgleisen. Nun stellt sich die Signalfrage. Wenn ich das richtig sehe, benötige ich pro Gleis 2 Signale. Das ich Epoche III fahre, kommen nur Formsignale in Frage.

Dann läuft das von Aufwand (Bauen, Verkabeln und auch finanziell) in eine Richtung, die ich eigentlich nicht will...

Welche mehr oder weniger vorbildgerechten Alternativen gibt es?

Gruppenein- und Ausfahrsignale? Wie viele Gleise bilden dann eine Gruppe?

Oder gab es damals Bahnhöfe, die ausschließlich ohne Signale, dafür aber mit einer entsprechenden Beschilderung betrieben wurden?

Für Hinweise oder Ideen bin ich dankbar. Auch einfach nur Infos, wie ihr das auf euren Anlage handhabt.

Gruß Tom

Hallo Tom,
auf Nebenstrecken wurde auch ohne Signale gefahren, z.B. auf der Görlitzer Kreisbahn. Mit den Details, also welche Beschilderung nötig ist, kenn ich mich aber leider nicht aus.

Viele Grüße
Carsten
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

  Das ich Epoche III fahre, kommen nur Formsignale in Frage.


Hallo !

Lichtsignale gab es schon in den 50er Jahren der DB.

Gruß : Werner S.
Moin Tom,

ganz einfach, Nebenbahnsignalisiertung mit Signaltafeln.

Gruß Kai
Die Frage ist, warum ein Durchgangsbahnhof an einer eingleisigen Strecke so extrem viele Bahnsteig-Gleise hat - als Faustformel hat ein Bahnhof eigentlich ein Gleis pro abgehendem Gleisstrang (das wären in deinem Falle zwei). Als einzige Erklärung fällt mir eine Strecke mit extrem viel Verkehr ein, bei der nur noch kein zweigleisiger Ausbau möglich war - und das wiederum bedeutet, dass hier Signale für jedes einzelne Gleis zwingend erforderlich sind.

Mein Rat wäre, das ganze auf lediglich 2-3 Bahnsteig-Gleise reduzieren, dann kann man sich auch die nötigen Signale leisten. In der Größe und bei sehr wenig Betrieb wäre dann jedoch auch ein Bahnhof ohne Signale glaubhaft.

Übrigens hat man mit der Entwicklung von Lichtsignalen schon lange vor dem Krieg angefangen. Die Frage ist nur, ob man den Kompromiss hinnimmt, dass die Modellsignale zumeist die Bauform 1969 darstellen oder ob es irgendwo die Bauform 1951 gibt.

Gruß Kai
Hallo,

ein Gleisplan würde helfen. Aber einen 8-gleisigen Bahnhof ohne Signalisierung kann ich mir partout nicht vorstellen. Da möchte ich nicht Fahrdienstleiter sein. Weniger Bahnhofsgleise, mehr Schattenbahnhof würde ich meinen.

Gruß Engelbert
Hallo,

man könnte sich auch überlegen, ob man nur Dummys ohne Antrieb und/oder Beleuchtung einbaut . Lichtsignalattrappen gibt es z.B. von Busch. Formsignale weiß ich gerade nicht, aber da gibt es sicher auch Bausätze oder Fertigmodelle ohne Antrieb und funktionsfähige Leuchten.

Das ist natürlich ein großer Kompromiss. M.A. nach aber ein kleinerer als einen "großen" Bahnhof ganz ohne Signale. Ist aber ganz klar Geschmacksache.

Andi
Hallo,

Zitat

finanziell



Wenn es eine eingleisige Strecke ist dann dürften bis auf die Einfahrsignale alle Signale zweiflüglig gekoppelt sein, und die gibt es für kleines Geld als Bausatz: https://www.conrad.de/de/n-viessmann-4401a-for...usatz-db-210400.html Der Zusammenbau ist auch recht zügig erledigt, ich habe dafür nicht mal eine Stunde gebraucht.

Grüße,
Rico
Hallo Tom,

Kai hat hier den Knackpunkt getroffen.

Wie sieht dein Betriebskonzept aus. Welche Züge sollen deine Gleise belegen? D.h. woher kommen und wohin fahren die Züge auf den 6 Bahnsteiggleisen. Eigentlich ist das ein Knotenbahnhof und den hätte man sicherlich nicht "mitten" an einer eingleisigen Strecke gebaut. Welche Züge sollen über die Durchfahrgleise fahren? Planst du Überholungen?

Selbst wenn: es wäre ein sehr dichter Verkehr auf der Strecke. Der lässt sich ohne Signale, z.B. im Zugleitbetrieb nicht durchführen. Das geht erst in Epoche 6 mit ETCS Level 2

Wenn du viele Gleise haben möchtest z.B. weil der Bf. eine Schattenbahnhoffunktion mit übernehmen soll: baue die vielen Gleise als Nebengleise, d.h. sie können nicht als Zugfahrt von und zur Strecke erreicht werden. Umfangreiche Ladeanlagen (Ladestraße, Holzverladung, Baustoffe, Mühle  etc.) sollte es dann geben, dann lassen sich auch längere Gleise zur reinen Abstellung argumentieren lassen. Zumindest für den Güterverkehr.

Im Personenverkehr wird das schon schwieriger. Es könnte ein Fall wie Schiltach sein, wo die Direktionsgrenze ist. Mit etwas Phantasie: Die Züge kommen von beiden Seiten und enden, da könnten man dann auch zusätzliche Bahnsteigkanten argumentieren (aber keine 6 in Summe).

M.E. bleibt nur die Kombination aus zwei Maßnahmen, die dein Arrangement gleichzeitig authentischer machen:

- Reduktion der Hauptgleise
- (Nicht signalisierter) Zugleitbetrieb

Durch die Reduktion der Hauptgleise könnte der Aufwand für Signale auch wieder überschaubar werden...

Viele Grüße,

Simon

Moin,

danke für die Antworten - besonders @4 und @9 hatte ich befürchtet...  

Ich denke noch mal neu nach. Vermutlich ist eine Reduktion mit vorbildgerechter Signalisierung die bessere Wahl...

Ein Bahnsteiggleis benötigt dann also links und rechts jeweils ein Signal. Was ist dann der Unterschied zwischen 2 Flügel gekoppelt und ungekoppelt? 2 Flügel ungekoppelt können Hp0, 1 und 2 anzeigen. Gekoppelt dann wohl nur Hp0 und 2. Wenn dem so ist, wäre ein einflügliges Signal doch wohl besser, oder ?

Gruß Tom
Es würde auch reichen, jeden Bahnsteig nur in einer Richtung zu signalisieren - dann fahren die Züge eben immer nur aus dem für sie rechten Gleis durch den Bahnhof. Denkbar wäre auch, dass das durchgehende Gleis in beiden, das Ausweichgleis aber nur in einer Richtung befahren und signalisiert wird.

Ganz wichtig: Nur Zugfahrten brauchen Signale, Rangierfahrten auf Nebenstrecken nicht! Insofern bleiben die ganzen Gleise ohne Bahnsteig auch ohne Signale.

Wenn man von einem Gleis aus nur über den abzweigenden Strang einer Weiche fahren kann, nimmt man ein gekoppeltes Signal - denn Hp1 wird hier ohnehin nie angezeigt. Auch für die Einfahrsignale würde ich gekoppelte nehmen. Und die Ausfahrt aus dem geraden Strang hat dann ein einflügeliges. In Summe landest du bei 4-5 Signalen, davon keines mit zwei getrennten Antrieben. Geht doch…

Gruß Kai
Hallo,

wie schon geschrieben,  ein Gleisplan wäre nicht schlecht... .
Ein Signal darf nur dann Hp1 zeigen,  wenn daran mit der Streckenhöchstgeschwindigkeit vorbeigefahren werden darf. Auch bei Nebenbahnen dürfte dies meist nur im durchgehenden Hauptgleis möglich sein. Von dem her wirst du bei den ESig um die ungekoppelte Version nicht herumkommen. Für die Asig am durchgehenden Hauptgleis (alle Weichen werden im geraden Strang befahren) reichen dann einflüglige Signale, an den anderen gekoppelte zweiflüglige. Es muss aber nicht zwangsläufig auf beiden Seiten eines Hauptgleises ein Signal stehen. Wird das Gleis nur in eine Richtung genutzt, reicht auch ein ASig.

Grüße aus dem Allgäu

Michael
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Nur Zugfahrten brauchen Signale, Rangierfahrten auf Nebenstrecken nicht!



Was für eine geballte Ladung "Fachwissen".
Dann kannst du jetzt ja eine 30-seitige Abhandlung über Signaltafeln und wann eine Nebenstrecke sogar Sperrsignale braucht schreiben - die bringt uns nur bei der Planung hier kaum weiter.


Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;