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THEMA: 3D Drucker für Modellbau

THEMA: 3D Drucker für Modellbau
Startbeitrag
Glatz4711 - 17.01.18 12:57
Hallo Zusammen,

ich spiele mit dem Gedanken mir einen 3D Drucker zu kaufen. Nun fragt man sich natürlich, was das richtige Gerät wäre. Die Auswahl ist groß und die Preisunterschiede entsprechend.

Hat jemand von Euch einen Rat mit welcher Auflösung bzw. min. Schichtdicke man arbeiten sollte, um die entsprechenden Details in 1:160 abzubilden.

Bin für jeden Tipp dankbar.

Danke im Voraus.
Guido.

Hallo Guido,
was willst du denn drucken? Fahrzeugmodelle? Brauchbare Drucker, die ausreichend detailliert drucken, dürften jedes Hobbybudget sprengen. Nutz lieber die Dienste der entsprechenden Anbieter...

Viele Grüße
Carsten
Carsten,

in erster Linie geht es um Gebäude und andere Zusätze. Nicht um Fahrzeug Modelle.
Ich habe da auch auf YouTube ganz interessante Berichte gesehen.

Grüße.
Guido.
Hallo Guido,
Gebäude könnten vielleicht gehen. Da würde mich auch interessieren, obs Erfahrungen gibt.

Viele Grüße
Carsten
Ein Arbeitskollege hat mir so simple Sachen wie eine Bahnsteigtreppe gedruckt. Wenn man da Preiserlein drauf stellt und ein Foto macht, bestellt man direkt den Fliesenleger Will sagen: Wenn das ein bißchen Anspruch hat, dann gehts nicht mit der 500 Euro Klasse.

Gruß
Klaus
Das kommt darauf an, wenn dein Drucker eine Schichtdicke von 0,1mm macht wie detailliert das dann wird kannst du dir selber ausrechnen.
Du siehst auf allen Flächen Treppenähnliche Gebilde.

Je detaillierter es werden soll, umso teurer das Gerät.

Hier gibt es jede Menge Infos und Links: https://formlabs.com/de/blog/agile-produktion-von-kleinserien/

oder unter www.3Druck.com


Gruß Ralph
Sorry wenn ich euch da widersprechen muss, aber gute Qualität gibt es bereits ab 600 €.
Hab mir einen DLP-Drucker gekauft, der ansprechende Ergebnisse liefert. Der Nachteil ist die kleine Bauteilplattform von 12 x 6 cm und das hantieren mit UV härtendem Resin. Aber die Qualität überzeugt mit einer Auflösung 0,047mm in X und Y, sowie einer Schichtdicke von 0,035.

Gruß
Jochen
Ich persönlich hatte schon einmal in Richtung Ultimaker 2 Go gedacht. Der hat ein Arbeitsvolumen von 120 x 115 x 120 (x/y/z) und eine minimale Schichtdicke von 0.02mm. Es wird PLA und PETG verarbeitet. Zusätzlich gibt es da noch einen AnyCube der vom Preis her mit ca. 400€ sehr attraktiv klingt. Kann man sich bei China Gadget mal einen Test anschauen. Der hat eine min. Schichtdicke von 0,05mm.

https://www.conrad.de/de/ultimaker-2-go-3d-drucker-1417149.html

Mal sehen was YouTube heute Abend noch so rausgibt.

Grüße.
Hallo,

FDM‘s wie UM2go mit 0.02mm Schichtdicke, naja wohl nur auf dem Papier. Zumindest mit einem UM2+ steht aus persönlicher Erfahrung dem da der dicke Draht im Wege (keine ausreichend feine Dosierung möglich). Da wäre1.7mm Rohmaterial besser. Habe meine FDM’s darauf umgerüstet.
Bei 0.02 Layer sollte man die ausufernden Druckzeiten im Auge behalten.
Prinzipiell geht FDM aber zumindest für grobe Objekte wie Häuser,Treppen und andere Objekte (Tunnelportale, Prellböcke, Modulfusshalterungen, ...) Voraussetzung ist eine spielfreie Mechanik und eine für den Druck optimierte Orientierung des Druckobjektes im Bauraum.

Für feinere Sachen dann SLA. Dafür möchte ich den Form2 nicht mehr missen.
Ob sich die Anschaffung rechnet, muss jeder für sich selbst entscheiden. Hat jedoch seine Vorteile (schneller Zugriff, Optimierung für Drucke von Strukturen kleiner Shapeways Rules,... ) wenn man ihn hat. Aber dabei sind die hohen Betriebskosten nicht aus den Augen zu verlieren (1Liter org. Resinharz ab 180€, Ab und zu ein neues Resinbecken oder ein Objektträger, .....)

Vg wassi

Ps: Beispiele für FDM und SLA  Drucke könnt ihr unter https://www.thingiverse.com/wassi/designs finden

Ich würde dir auch ein Stereolithographie 3D-Drucker empfehlen. Ob das Resin mittels UV oder mit einem Beamer aushärtet ist dabei nicht ganz so wichtig für den Hausgebrauch.
Hallo,

zur Frage, was so alles gedruckt werden soll:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=150383&start=50

Er druckt sich einfach Mauern, Widerlager, ... sieht gut aus!

Viele Grüße
Frank
Ja schon, aber in unserer Spur darfst dann eine 0,2 mm Düse verwenden, um ein vergleichbares Ergebnis zu bekommen. Keine Ahnung, ob das heutzutage mit aktuellen Druckern problemloser funktioniert, aber früher war das was für Profis, die richtige Flow-Einstellung zu treffen, ohne daß das Filament dir die Düse verstopft.

LG
Jochen
Hi Zusammen,

so einfallsreich und universell diese 3-D-Technik ist, ist es doch ein gewisses finanzielles Abenteuer.
Steht doch die Frage im Raum: lohnt sich die Anschaffung mit den hohen Betriebskosten für den vorgesehenen Anwendungsraum?
Man muss schon eine gewisse Menge und viele Einsatz Ideen haben, damit sich so ein Gerät rechnet.
Bei nur geringer Nutzung ist das käuflich erwerbbare Produkt deutlich günstiger. Und nur für einige, im Handel nicht zu findende, Artikel das Rad neu erfinden...?
Ich persönlich stehe diesem Gerät sehr distanziert gegenüber. Für mich ist das nix.

Gruß aus Nordertown
Hi Hans-Jürgen,
der 3d-Druck ist mittlerweile erschwinglich geworden. Geräte gibt es als Bausatz schon für knapp 150 €.
Da ist der Preisunterschied zu einem PC-Drucker, den du wahrscheinlich auch nicht täglich nutzt, nicht mehr hoch. Ich denke, das Problem ist eher, dass ein 3d-Ducker eben noch kein Plug and Play-Gerät ist. Sich mit der Technik vertraut zu machen und vor allem, ein bestimmtes Level an Erfahrung zu erlangen, ist hier heute leider noch erforderlich. Aber auch da hat sich schon einiges getan. Weiter oben wurde der Anycubic erwähnt. Auf diversen Fachseiten wird er als geeignetes Neueinsteigergerät gesehen. Gab es Anfang letzten Monats für 255 € bei Gearbest frei und verzollt nach Deutschland.

LG
Jochen
Das mag ja sein, Jochen.
Ich will diese Technik auch nicht verteufeln.
Aber 255 Euronen ohne Einsatzgebiet sind 255 Euronen rausgeworfen. Und das ist ja nur das Gerät. Die "druckertinte" ist hier ja bei weitem aufwendiger und kostenintensiver.
Und ein herkömmlicher PC Drucker ist - sorry - weitaus häufiger im Gebrauch und das Verbrauchsmaterial günstiger.

Gruß aus Nordertown
Von den eBay-Bausaetzen fuer 150 Euro mit Holzrahmen rate ich ab. Ich habe bei HobbyKing einen Malyan 150 im Angebot bekommen, ein Kollege wollte auch sowas und hat sich einen solchen Bausatz geholt. Auf den ersten Blick scheint es mehr oder weniger der gleiche Drucker zu sein, tatsaechlich liegen dazwischen aber Welten. Mein Kollege hat bis heute keinen gescheiten Druck hin bekommen und am mangelnden Talent liegt es nicht. Da ist einfach zu viel krumm, zu viel nicht Steif genug.

Unter dem Strich darf man nicht zu viel erwarten. Die Dinger sind pflegebeduerftig, ein Hobby fuer sich. Man kann schon auch zu guten Resultaten kommen - aber es ist auch viel Ausschuss dabei. Und wenn man den Drucker mal im Griff hat, erwischt man eine Rolle mit schlechtem Filament. Oder sonst was.

Wer sein Hobby um ein interessantes Spektrum erweitern will, soll sich ruhig einen Drucker kaufen. Wer sich nur fuer die Resultate interessiert, bestellt besser bei Shapeways.

Gruss,
  Peter
Moin Hans-Jürgen,

es muß ja nicht immer nur auf den Preis reduziert werden. Wenn jemand Spaß daran hat, sich mit der 3D-Druckerei zu beschäftigen, mögen 255 EUR für denjenigen eine lohnenswerte Investition sein. Es soll ja sogar Leute geben, die sich für 255 EUR eine  Lok für ihre kleine elektrische Eisenbahn zulegen. Hab ich mal gehört...

Gruß, Carsten
Hallo Zusammen

Die FDM Drucker könnt ihr eigentlich für den ernsthafen Modellbau vergessen, mit dieser Technik bekomt man keine sauberen Strukturen hin. Diese Drucker sind aber auch nicht dafür gedacht.
Mit diesen Druckern druckt man ein Modell um ein Teil aus der Konstruktion mal schnell drucken zu können um es in die Hand zu nehmen und bei einer Präsentation zu zeigen, oder einfach um zu testen ob man richtig konstruiert hat und das Teil A mit dem Teil B zusammen passt.
Man kann damit auch mal ein Prototypenteil anfertigen, aber dann ist da noch viel nacharbeit fällig, man verspachtelt und schleift die Teile und nach dem Lackieren hat man ein Teil was man durchaus vorzeigen kann, aber halt auch nur wenn das Teil eine bestimmte Größe hat. Für die Modellbahn ist das nichts.

SLA Drucker sind da teilweise durchaus brauchbar, allerdings nur die mit der höchsten Auflösung wie z.B. der B9 Creater, der schaft eine recht gute Auflösung, hat dafür dann aber einen sehr kleinen Arbietsbereich.
Problem beim SLA Drucker sind die Stützstreben die benötigt werden, denn weil es bei diesem VErfhren kein Stückzmaterial gibt, muss das aus dem gleichen Material gefertigt werden wie das Teil und es müssen immer alle Teile irgendwie zusammen hängen. Freie Inseln müssen dann mit Stückzen angebunden werden, weil die sonst in der Supper lieben bleiben und davon schwimmen.
Wenn ein Teil dann zu filigran ist, dann kann es passieren, dass es sich beim entfernen der Stützen selbst zerstört. Unter 0,6mm Schichtdicke kann man den SLA Drucker vergessen. Details können natürlich feiner sein, so lange sie nicht zu weit aus dem Teil hervorstehen. 0,6mm ist bei 1:160 schon ziemlich dick.
Für den Druck von Figuren ist ein B9 Creator durchaus schon geeignet, solange die Figur nicht zu dünne Beine hat.

Polyjet-Drucker sind im Modellbau die besten Drucker, diese schaffen ab einer bestimmten Preisklasse bereits die höchste Auflösung und sie können auswaschbares Stützmaterial verwenden, welches nach dem Druck ausgewaschen wird. Diese Drucker sind allerdings verhältnismässig teuer. die Höchste Auflösung gibt es hier ab ca. 25.000 Euro. Nach oben hin sind hier fast keine Grenzen gesetzt. Mit den Druckern ab ca. 125.000 Euro kann man dann auch Materialien zusammen mischen, das ist echt genial und man kann z.B. sogar Räder mit Gummireifen drucken und das in einem Druchgang. Nebenbei ist hier das Druckmaterial auch noch sehr teuer. Mal sollte also genau wissen was man druckt, denn wenn das Material erst mal seine Form eingenommen hat ist es verbraucht, egal ob das Modell etwas taugt oder Schrott ist. Ist bei allen anderen Druckern überigens auch so.

Was allerdings noch viel wichtiger ist, als der eingesetzte Drucker, dass man die Modelle in 3D erstellen können mus und das ist auch nicht jedermanns Sache. Man muss entweder mit einem 3D CAD Programm umgehen können oder mit einem 3D Modellierer.
Ein guter 3D Scanner kann auch hilfreich sein, damit kann man dann schon mal die Grundformen erfallen uns wenn man die entsprechende Software hat, dann kann man diese Scanns auch weiter verarbeiten.  

Man sollte sich immer im Klaren sein, dass der 3D Druck nicht immer die beste Lösung ist. Was man mit der 3D Fräse anfertigen kann, sollte man auch damit fertigen, das ist die günstigste Möglichkeit Teile zu fertigen, setzt aber auch die meisten Kenntnisse vorraus, da man nicht nur das Modell entwerfen muss, man muss auch noch die Modelle in entsprechende Frästeile umsetzen und die Programme schreiben. Das macht beim 3D Drucker die Software ganz von alleine.

Allerdings sollte man auch nicht vergessen, dass man viele Teile, mit etwas Geschick auch selbst mit der Hand anfertigen kann. Ein gutes Bastelmesser und etwas Rohmaterial ist immer noch die billigste Lösung und damit kann man schon mal einen großteil der Arbeiten erledigen.
Ein Werkzeug was man sich allerdings noch vor der CNC Fräse oder dem 3D Drucker anschaffen sollte ist z.B. ein Dremel, damit kann man in den meisten Fällen dann schon einen großteil der Arbeiten erledigen, für die man vermeintlich unbedingt einen 3D Drucker benötigen würde.

Das wichtigste Werkzeug sind und bleiben allerdings unsere Hände, die kann man selbst durch den besten 3D Drucker nicht ersetzen.

Gruß Matthias
Hallo zusammen,


Bilder sagen mehr als Worte. Die Teile wurden auf einem Duplicator 7 mit 50ym gedruckt.
Es wären auch 35ym möglich, wenn's nötig wäre.

PS. Den Mann wird er so nie drucken können


Grüße
Michael  


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Hallo Michael,

also die Figur sieht gut aus. Aber in welcher Größe ist diese?

Danke für die Antwort, Thomas
Der Drucker kann 12 x 6,8 Fläche und 18 cm hoch. Glaube nicht, dass er das max. Volumen für das große Teil voll ausgenutzt hat. Das Boot (Benchy) hab ich auch schon in 1 cm Länge auf dem D7 gedruckt. Dürfte also schon für unsere Spur passen. Auf jeden Fall ist es möglich.
Zitat - Antwort-Nr.: 17 | Name: Ravenson

Die FDM Drucker könnt ihr eigentlich für den ernsthafen Modellbau vergessen, mit dieser Technik bekomt man keine sauberen Strukturen hin. Diese Drucker sind aber auch nicht dafür gedacht.



So schlecht sind die nun auch wieder nicht. Ein sauber eingestellter Drucker kann schon erstaunliche Ergebnisse produzieren. Es muss ja nicht immer gleich eine selbst gedruckte Dampflok sein.

Gruss,
  Peter


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