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THEMA: Nitroverdünnung

THEMA: Nitroverdünnung
Startbeitrag
onlein9 - 14.12.17 11:21
Moin Moin, liebes Forum!

Im Modelleisenbahner 1/2018 wird beschrieben, wie ein Auhagen-Bausatz gesupert und montiert wird. Dabei erfolgt die Verklebung des Polystyrols nicht mit Faller Expert oder Vollmer Superzement, sondern mit Nitroverdünnung. Da ich wegen des Klebergeruchs etwas Rücksicht zu Hause beim Bauen nehmen muss, meine Fragen:

Riecht Nitroverdünnung nicht so intensiv wie genannte Kleber? Wer bietet den unter welchem Namen an und wo gibt es Bezugsmöglichkeiten?

Danke für Euren Rat im Voraus und

klebrige Grüße von
Hans-Jürgen.

Hallo Hans-Jürgen,
doch, Nitro stinkt gewaltig. Gesund ist es eher auch nicht, also wenn, dann eh nur bei offenem Fenster benutzen.

Viele Grüße
Carsten
Hallo Hans-Jürgen,
Carsten hat recht, Nitroverdünung ist nicht ohne!! Ich nehme für Plastikbausätze Faller Expert ,
mit diesem Kleber bin sehr zufrieden.

LG
Bernd

Kommt eh auf das Gleiche heraus, da Polystyrolbausätze üblicherweise mit einem organischen Lösungsmittel "geklebt" (eigentlich verschweisst) werden.

Nitroverdünner... man gewöhnt sich daran... und musst es ja nicht inhalieren.  

Felix
Hallo Hans-Jürgen,

es wurde schon geschrieben, man kann sich mit dem Gestank sehr unbeliebt machen. Auch muss man für sich selbst für gute Lüftung sorgen... sonst "dreht's einen" recht bald...
Zu verarbeiten ist das Zeugs aber prima - solange es frisch ist!

Man bekommt Nitroverdünnung problemlos in jedem Baumarkt.

Gruß
Roger
Für "Schnüffler" die erste Wahl!
Allerdings mit unangenehmen Langzeitfolgen.
Geruchloser Plastikkleber muss erst noch erfunden werden ...

Gruß
Peter

Hallo,

bei Nitro besteht die Gefahr, dass der Kunststoff gleich ganz weg ist, wenn man nicht aufpasst.
Üblicherweise wird Aceton (ist auch in Nagellackentferner enthalten) gerne als alternatives Lösungsmittel benutzt.

Gegen Aceton - und erst recht Nitro - riechen die Spielzeugkleber doch fast wie Rosenwasser.

Grüße, Peter W.
Danke für Eure Antworten.

Dann ist das wohl doch eher nichts für mich.... Ich verstehe nur nicht, warum das dann im MEB auf diese Weise publiziert wird.

Freundliche Grüße von
Hans-Jürgen.
Servus

Tja, womit die hinter verschlossenen Türen arbeiten wird eben vom
Otto-Normaluser nicht gern gesehen. Aber echt jetzt, es klebt sagenhaft.

Ich bevorzuge MEK für Plastik-Bausätze aller Art, stinkt auch aber hält bombenfest in wenigen Sekunden. Hab das vor vielen Jahren mal in einem britischen Modellbahn-Video gesehen und damals gleich ne grosse Flasche besorgt. Meines Wissens nicht mehr erhältlich, aber die Menge was ich habe wird mich überleben.

Man darf es natürlich nicht über Stunden offen stehen lassen, sonst gehts einem wie nen Klebstoff-Schnüffler.
Also immer schön: Aufmachen, einstreichen, kleben und gleich wieder zumachen.

Dazu gabs schon mal was:
http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=385282

Greetings from Austria
Gerhard
Hm,

vermute, daß Nitroverdünnung deßwegen im MEB genannt ist, wegen Klebungen in Kapillarwirkung.
Die normalen Plastikkleber sind dickflüssiger. Es gibt/gab von KIBRI einen sehr dünnflüssigen Kleber  mit welchem Kapillarklebungen möglich sind.

Kapillar-Klebung:
Beide Plastikteile werden miteinander fixiert, dann dünnflüssiger Kleber am Rand aufgetragen und durch die Kapillarwirkung dringt der Kleber zwischen die beiden Teile und verschweißt sie.

mfG.
"tattoo"

Habe Nitro noch nicht zum kleben probiert. Vermute aber daß sehr sparsam damit umgegangen werden muß, damit die Plastikteile nicht zu sehr angelöst werden.
Ein Hobbykollege verwendet für Kapillarklebungen Äthylester oder wie das Zeug heißt. Wird teils auch in der Industrie für Kapillarklebungen von Plastik eingesetzt.
Reine Lösemittel als Klebstoff zu verwenden, ist so eine Sache. Denn damit kann man keinen Spalt überbrücken. Die gängigen Klebstoffe enthalten ja neben den Lösemitteln auch noch bereits gelöste Anteile, die dann in der Klebenaht aushärten und damit besagten Spalt überbrücken. Man man natürlich auch selber machen, indem man Lösemittel mit ein paar Gußrahmenstücken zusammen in eine Flasche füllt und immer wieder schüttelt. Aber mir ist das alles zu umständlich. Und mit 'ner Flasche Kleber komme ich 30 Häuser weit. Kosten können da kaum ein Argument sein... Reine Lösemittel haben aber auch den Vorteil, daß sie keine Fäden ziehen, denn es ist ja, wie gesagt, kein "Material" drin, die Fließfähigkeit entsprechend hoch.

Gruß
Klaus
Moin,
gut lüften! Sonst kann's beim Glimmstengel anmachen eine Verpuffung geben.

Norman
@11: In welchen Mengen benutzt Du das Zeug? Bevor es knallt, ist man sicher schon in Ohnmacht gefallen oder nicht mehr in der Lage überhaupt eine Zigarette anzuzünden.

Verwunderte Grüße
Klaus
allo,

seit kurzer Zeit ist mein Standardkleber für Plaste "Mr.Cement S" von Gunze. Alternativ dazu geht auch "Tamiya Extra Thin Cement".

Der Kleber wird mit einem Pinsel (im Verschluß der Flasche) aufgebracht. Man muß bloß die Teile fixieren und den Kleber auftragen. Das Zeug läuft allein in jeden noch so kleinen Spalt. Der Kleber kann auch ruhig neben den Klebestellen auf der Plasteoberfläche sein. Nach dem Trocknen mit einem Glasfaserpinsel oder feinem Schleifpapier (Korn 800) drüber und man sieht nichts mehr, keine merkbaren Spuren auf der Oberfläche. Soll nach Berichten auch auf lackierten Oberflächen kleben, habe ich selber aber noch nicht probiert.

Was da genau drin ist weiß ich nicht.

Gruß
Rainer
Hallo zusammen

Genau wie Rainer verwende ich Gunze oder Tamiya Kleber, wobei mir der Tamiya noch einen "Tick" schneller vorkommt. Vom Geruch her ist er allerdings auch nicht zu schlagen -auf der Verpackung steht "Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar, verursacht schwere Augenreizung, kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen" etc. etc. Also genau wie Nitroverdünnung. Dass ich nicht gleich zum preiswerten 5-Liter Kanister Nitroverdünnung greife liegt darin, dass ich dieses Zeug wirklich nicht umfüllen möchte und das 40ml-Fläschchen von Tamiya sehr praktisch und auch standfest ist. Einmal ist es mir umgekippt und ca. 5ml sind auf meiner Schneideunterlage gelandet... sofortiges Abwischen nach 3 sec nutzte nichts, die Unterlage war schon angelöst und nicht mehr zu gebrauchen. Warum ich dennoch nur noch diesen Kleber verwende liegt -wie schon von Rainer beschrieben- an der absolut sauberen Verklebung. Ich habe kein einziges Häuschen mit Kleberückständen und selbst lackierte Teile werden mitsamt Farbe angelöst und halten bombenfest. Das klingt jetzt fast wie Werbung, aber ich bin tatsächlich begeistert von diesem Zeugs und zum Glück nicht allzu empfindlich was Gerüche oder Dämpfe betrifft.

Viele Grüße,
Michael
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Glimmstengel anmachen


Die Räucherstäbchen gehören eigentlich auch nicht in den Modellbahnbereich - wegen vielen brennbaren Materialen, und auch wegen des verursachten Drecks (Teerniederschlag).

Grüße, Peter W.
Hallo,

hier mal zwei Videos, die de Handhabung der beiden Kleber aus #13 und 14 zum Thema haben:

https://www.youtube.com/watch?v=U2clHW2UN0w
https://www.youtube.com/watch?v=4BSm0fbkN7k

Gruß
Rainer


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