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THEMA: Piko BR55 aufgemöbelt
THEMA: Piko BR55 aufgemöbelt
mixdorff - 17.09.17 07:20
Hallo miteinander,
Seit meinem Wiedereinstieg in die Moba wollte ich die Piko BR55 haben, die in meiner Jugend nicht zu bekommen war. Ich war aber recht enttäuscht, als ich die Lok dann über Ebay schließlich erstand. Von Laufkultur war keine Spur, und der Kunststoff des Fahrwerks zerbröselte bei meinen Reparaturversuchen unter den Händen. Ähnliches habe ich hier im Forum des öfteren gelesen.
Trotzdem hat mir die Sache nie Ruhe gelassen, und ich habe vor ein paar Jahren angefangen, bei einer auf zwei Achsen angetriebenen Maschine die Räder und Achsen gegen solche von der Fleischmann 55 auszuwechseln. Das ging zwar einigermaßen, aber es fehlten die Haftreifen, so dass die Lok nichts mehr zog. Versuche, in der Lok zusätzliche Schleifer unterzubringen, scheiterten ebenfalls kläglich.
Später erstand ich dann eine Lok, die angeblich auf vier Achsen angetrieben war. Ich beschloss, einen letzten Versuch zu wagen und baute den Tender auf andere Achsen (Arnold?) um und erhöhte den Federweg, so dass sich die Stromabnahme verbesserte. Dann wollte ich die Zahnräder aus Messing fertigen lassen und stellte zu meiner Verblüffung fest, dass die Zwischenzahnräder zu den beiden vorderen Achsen fehlten. Stefan Troitzsch half mir freundlicher Weise mit den Maßen, und Herr Baier fertigte alle Zahnräder für mich an. Außerdem besorgte ich mir Räder mit Haftreifennut von der FLM BR86, die ich auf die letzte Achse montierte.
Bei der Demontage der Lok zerbrach mir gleich der Kunststoffrahmen in drei Teile, was ich aber mit Sekundenkleber und seitlich aufgeklebten transparenten Kunststoffstreifen in den Griff bekam. Nach Einsetzen der neuen Zahnräder lief die Lok zwar, verklemmte sich dann aber immer wieder. Das lag u.a. daran, dass die Bodenplatte in der Mitte durchhing. Ich behalf mir damit, auf einer Seite eine Bohrung anzubringen, in die ich einen 0,5mm Splint stecken konnte, der die Platte mittig festhält. Die Achsen hatten aber nach wie vor so viel Spiel, dass es weiterhin zu Verklemmungen der Zahräder kam. Das behob ich, indem ich auch an die Bodenplatte längs zwei transparente Kunststoffstreifen klebte, die die Achsen einerseits nach oben drücken und das vertikale Spiel verringern, aber auch das axiale Spiel verkleinern. Damit fährt die Lok jetzt sicher und viel taumelfreier als zuvor, auch wenn die Laufkultur natürlich nach wie vor rau ist. Die Glühlampe ersetzte ich schließlich durch eine LED.
https://youtu.be/PN8csJNKB3I
Beste Grüße,
Hansjörg
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Seit meinem Wiedereinstieg in die Moba wollte ich die Piko BR55 haben, die in meiner Jugend nicht zu bekommen war. Ich war aber recht enttäuscht, als ich die Lok dann über Ebay schließlich erstand. Von Laufkultur war keine Spur, und der Kunststoff des Fahrwerks zerbröselte bei meinen Reparaturversuchen unter den Händen. Ähnliches habe ich hier im Forum des öfteren gelesen.
Trotzdem hat mir die Sache nie Ruhe gelassen, und ich habe vor ein paar Jahren angefangen, bei einer auf zwei Achsen angetriebenen Maschine die Räder und Achsen gegen solche von der Fleischmann 55 auszuwechseln. Das ging zwar einigermaßen, aber es fehlten die Haftreifen, so dass die Lok nichts mehr zog. Versuche, in der Lok zusätzliche Schleifer unterzubringen, scheiterten ebenfalls kläglich.
Später erstand ich dann eine Lok, die angeblich auf vier Achsen angetrieben war. Ich beschloss, einen letzten Versuch zu wagen und baute den Tender auf andere Achsen (Arnold?) um und erhöhte den Federweg, so dass sich die Stromabnahme verbesserte. Dann wollte ich die Zahnräder aus Messing fertigen lassen und stellte zu meiner Verblüffung fest, dass die Zwischenzahnräder zu den beiden vorderen Achsen fehlten. Stefan Troitzsch half mir freundlicher Weise mit den Maßen, und Herr Baier fertigte alle Zahnräder für mich an. Außerdem besorgte ich mir Räder mit Haftreifennut von der FLM BR86, die ich auf die letzte Achse montierte.
Bei der Demontage der Lok zerbrach mir gleich der Kunststoffrahmen in drei Teile, was ich aber mit Sekundenkleber und seitlich aufgeklebten transparenten Kunststoffstreifen in den Griff bekam. Nach Einsetzen der neuen Zahnräder lief die Lok zwar, verklemmte sich dann aber immer wieder. Das lag u.a. daran, dass die Bodenplatte in der Mitte durchhing. Ich behalf mir damit, auf einer Seite eine Bohrung anzubringen, in die ich einen 0,5mm Splint stecken konnte, der die Platte mittig festhält. Die Achsen hatten aber nach wie vor so viel Spiel, dass es weiterhin zu Verklemmungen der Zahräder kam. Das behob ich, indem ich auch an die Bodenplatte längs zwei transparente Kunststoffstreifen klebte, die die Achsen einerseits nach oben drücken und das vertikale Spiel verringern, aber auch das axiale Spiel verkleinern. Damit fährt die Lok jetzt sicher und viel taumelfreier als zuvor, auch wenn die Laufkultur natürlich nach wie vor rau ist. Die Glühlampe ersetzte ich schließlich durch eine LED.
https://youtu.be/PN8csJNKB3I
Beste Grüße,
Hansjörg
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Beitrag editiert am 17. 09. 2017 08:19.
Hallo Hansjörg,
durch die brünierten Räder der Fleischmann 86er wirkt die alte Piko Lok gleich um einiges gefälliger. Die Piko Sammler würden jetzt behaupten dass die Lok durch den Umbau den Sammlerwert verliert. Die Betriebsbahner fragen sich warum man nicht gleich das Fleischmann oder das Arnold Modell der 55er als Ausgangsbasis nimmt. Durch den Umbau hast du dir aber ein individuelles Einzelstück geschaffen. Vielleicht schaffst du es durch einen Tauschmotor der Piko Lok auch noch ein bisschen mehr Laufkultur bei zu bringen.
Grüße
Markus
durch die brünierten Räder der Fleischmann 86er wirkt die alte Piko Lok gleich um einiges gefälliger. Die Piko Sammler würden jetzt behaupten dass die Lok durch den Umbau den Sammlerwert verliert. Die Betriebsbahner fragen sich warum man nicht gleich das Fleischmann oder das Arnold Modell der 55er als Ausgangsbasis nimmt. Durch den Umbau hast du dir aber ein individuelles Einzelstück geschaffen. Vielleicht schaffst du es durch einen Tauschmotor der Piko Lok auch noch ein bisschen mehr Laufkultur bei zu bringen.
Grüße
Markus
Hallo Markus,
Hmm... Weiß nicht, was der alte Hobel noch für einen Sammlerwert hat. Für mich war die Lok der Aufhänger für den Wiedereinstieg ins Hobby - und natürlich habe ich mir nach der ersten Erfahrung gleich die Fleischmann-Lok gekauft... Andererseits wollte ich auch die alte Piko-Lok fahren sehen, weil sie zumindest in der Detaillierung des Gehäuses für damalige Verhältnisse hervorragend ist und bei mir prinzipiell nichts in der Vitrine stehen soll. Ich glaube allerdings nicht, dass ich den Motor auswechseln will, denn das wäre dann wirklich ein radikaler Umbau.
Beste Grüße,
Hansjörg
Hmm... Weiß nicht, was der alte Hobel noch für einen Sammlerwert hat. Für mich war die Lok der Aufhänger für den Wiedereinstieg ins Hobby - und natürlich habe ich mir nach der ersten Erfahrung gleich die Fleischmann-Lok gekauft... Andererseits wollte ich auch die alte Piko-Lok fahren sehen, weil sie zumindest in der Detaillierung des Gehäuses für damalige Verhältnisse hervorragend ist und bei mir prinzipiell nichts in der Vitrine stehen soll. Ich glaube allerdings nicht, dass ich den Motor auswechseln will, denn das wäre dann wirklich ein radikaler Umbau.
Beste Grüße,
Hansjörg
n-bahnhermann - 04.07.25 13:07
Hallo n-bahnfreunde,
dem einen mag´s was wert sein wenn´s Original ist, dem anderen nicht nimmt lieber ein neues Modell.
Ich find´s gut auch mal was altes zu überholen, vor allem wenn´s die erste Lok ist.
Ich für meinen Teil Sammel gern seid ich Modellbahner bin, nicht die ganz alten schon überholten Modelle.
Wie dieses hier die BR 55 hab ich von Fleischmann. Es wird auch gefahren, zwar nicht alles aber einiges.
Dabei ersetze ich meist Kunststoffzahnräder gegen Messingzahnräder meist bei neuen Diesellok´s.
An den Dampflok´s wegen der Steuerung trau ich mich nicht ran. Aber Reparaturen mach ich fasst alle.
Und sind wir mal ehrlich, welche Modellbahn-Lok ist schon noch was wert nach dem Kauf ?
Meist kurz danach nur noch etwas mehr als die Hälfte.
Gruß n-bahnhermann
dem einen mag´s was wert sein wenn´s Original ist, dem anderen nicht nimmt lieber ein neues Modell.
Ich find´s gut auch mal was altes zu überholen, vor allem wenn´s die erste Lok ist.
Ich für meinen Teil Sammel gern seid ich Modellbahner bin, nicht die ganz alten schon überholten Modelle.
Wie dieses hier die BR 55 hab ich von Fleischmann. Es wird auch gefahren, zwar nicht alles aber einiges.
Dabei ersetze ich meist Kunststoffzahnräder gegen Messingzahnräder meist bei neuen Diesellok´s.
An den Dampflok´s wegen der Steuerung trau ich mich nicht ran. Aber Reparaturen mach ich fasst alle.
Und sind wir mal ehrlich, welche Modellbahn-Lok ist schon noch was wert nach dem Kauf ?
Meist kurz danach nur noch etwas mehr als die Hälfte.
Gruß n-bahnhermann
Hallo Hansjörg
dir ist ein guter Kompromiss gelungen.
Danke für die Anregungen die ich in meine Überlegungen mit einbeziehen werde.
Das größte Problem bei der Piko 55er ist ja eigentlich die ganze Lok.
Der Tender ist fast schwerer als das "Lokomotiv" und hängt nicht nur wie ein Sack hinten dran, sondern hat auch noch Räder, die im wörtlichen Sinne NICHT rollen.
Hier hatte ich die Idee, dem Tender erst einmal eine gewisse Rollwilligkeit zu geben. Mit Hülsen gelang das nicht und die Spitzenlagerung scheiterte an fehlenden Radsätzen mit passenden Abstandsmaßen. Die Lagerung würde mit Peho - Lagerschalen vielleicht funktionieren und damit wären die Federbleche obsolet. Etwas Anglerblei unter den Kohleberg geformt und der nun rollende "Tenderwagen" würde der Lok schon sehr helfen.
Soweit der hastig wieder zurück gebaute Plan, der nun in der Vitrine wartet bis ich Rentner bin.
Tatsächlich laufen die "2- Rad angetrieben 55er etwas ruhiger. Da aber die Radsätze wegen der Riesen- Spurkränze zu klein sind und quasi keine Führung besitzen zB in Form von federnden Stromabnehmern, sieht das da unten aus, als würde einer Suppe umrühren oder ein rennendes Kind drohen hinzufallen. Man staunt, dann dass die Räder nach so einer Fahrt tatsächlich noch in der gleichen Reihenfolge verbaut sind.
Insofern muss man wohl auch Federbleche einbauen und den Rädern mehr Höhenspiel geben, .....dabei aber die Toleranzen in der Vertikalen reduzieren. Mit gut aushärtendem 2K-Kleber könnte man das am Zinkgussrahmen vielleicht machen oder ihn gar neu anfertigen und nach Abtrennung mit dem Motorhalter neu verbinden.
Schon immer haben mich am Gehäuse die angebauten Lampen gestört, die man dann aber auch noch abfeilen muss.
Also bleibt es ein Modell in immerhin 4 Ausführungen mit 3 verschiedenen Schloten, aber genau genommen eben keines für den gemeinen Betriebsbahner. Es bleibt eine schöne Erinnerung oder es ist etwas für die Vitrine.
Aber dann in allen Varianten und Zahnrädern!
Gruß Sven
dir ist ein guter Kompromiss gelungen.
Danke für die Anregungen die ich in meine Überlegungen mit einbeziehen werde.
Das größte Problem bei der Piko 55er ist ja eigentlich die ganze Lok.
Der Tender ist fast schwerer als das "Lokomotiv" und hängt nicht nur wie ein Sack hinten dran, sondern hat auch noch Räder, die im wörtlichen Sinne NICHT rollen.
Hier hatte ich die Idee, dem Tender erst einmal eine gewisse Rollwilligkeit zu geben. Mit Hülsen gelang das nicht und die Spitzenlagerung scheiterte an fehlenden Radsätzen mit passenden Abstandsmaßen. Die Lagerung würde mit Peho - Lagerschalen vielleicht funktionieren und damit wären die Federbleche obsolet. Etwas Anglerblei unter den Kohleberg geformt und der nun rollende "Tenderwagen" würde der Lok schon sehr helfen.
Soweit der hastig wieder zurück gebaute Plan, der nun in der Vitrine wartet bis ich Rentner bin.
Tatsächlich laufen die "2- Rad angetrieben 55er etwas ruhiger. Da aber die Radsätze wegen der Riesen- Spurkränze zu klein sind und quasi keine Führung besitzen zB in Form von federnden Stromabnehmern, sieht das da unten aus, als würde einer Suppe umrühren oder ein rennendes Kind drohen hinzufallen. Man staunt, dann dass die Räder nach so einer Fahrt tatsächlich noch in der gleichen Reihenfolge verbaut sind.
Insofern muss man wohl auch Federbleche einbauen und den Rädern mehr Höhenspiel geben, .....dabei aber die Toleranzen in der Vertikalen reduzieren. Mit gut aushärtendem 2K-Kleber könnte man das am Zinkgussrahmen vielleicht machen oder ihn gar neu anfertigen und nach Abtrennung mit dem Motorhalter neu verbinden.
Schon immer haben mich am Gehäuse die angebauten Lampen gestört, die man dann aber auch noch abfeilen muss.
Also bleibt es ein Modell in immerhin 4 Ausführungen mit 3 verschiedenen Schloten, aber genau genommen eben keines für den gemeinen Betriebsbahner. Es bleibt eine schöne Erinnerung oder es ist etwas für die Vitrine.
Aber dann in allen Varianten und Zahnrädern!
Gruß Sven
Hallo Sven,
Lustig, dass mein Thread von vor acht Jahren wieder hochgekommen ist. Kaum zu glauben, was ich seit dem an Stunden in das Modellbasteln gesteckt habe… Muss glatt mal die 55er aus der Vitrine holen. Mit der nahenden Fertigstellung des Dosto-Gliederzugs wird es sicher einen DR-Fahrtag geben.
Beste Grüße,
Hansjörg
Lustig, dass mein Thread von vor acht Jahren wieder hochgekommen ist. Kaum zu glauben, was ich seit dem an Stunden in das Modellbasteln gesteckt habe… Muss glatt mal die 55er aus der Vitrine holen. Mit der nahenden Fertigstellung des Dosto-Gliederzugs wird es sicher einen DR-Fahrtag geben.
Beste Grüße,
Hansjörg
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