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FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: Fleischmann BR 218 (7239) Schneckenabstand zum Motor

THEMA: Fleischmann BR 218 (7239) Schneckenabstand zum Motor
Startbeitrag
Freddie - 12.05.26 18:28
Hallo Community,

gibt es eine Vorgabe für den korrekten Schneckenstand bei einer BR 218 alter Bauart (ohne Schwungmasse)? Ich habe eine Lok, die bei bestimmten Geschwindigkeiten ein Dröhngeräusch auf die Gleise bringt.
Da ich das gleiche schon mal bei einer Dampflok hatte und auch durch Änderung der Schnecke (Abstand zum Motor auf der Welle, nicht in der Höhe zum ersten Zahnrad) beheben konnte meine Frage:

Gibt es einen vorgebenen Abstand für den Motor bzw. die Schnecke? Wenn die Lok zum Test zusammengebaut wird, sieht man die Schnecke nur Schemenhaft, den Eingriff in das erste Ritzel im Drehgestell gar nicht. Da ich schon verschiedene Positionen ausprobiert habe die nur einen Teilerfolg gebracht haben, nun die Frage an die berufenen Spezies: Habt ihr eine Faustformel oder muss ich das x mal auseinander bauen und wieder zusammensetzen bis es klappt? Fakt ist: eine Schnecke saß bündig am Ende der Welle, die andere mehr in Richtung Motor. Aber was ist eher die richtige Position?

Oder sollte man gleich den Motor "höher legen" um minimal mehr Luft zwischen Schnecke und Ritzel zu bekommen?

Gruß
Freddie


Hallo Freddie,

mal schnell einen Motor vermessen
Schnecke zu den Kontakten 12,2mm
Schnecke zu der Lagerseite 13,8mm
Wellenende Schnecke je 0,5mm
Motor einfach höherlegen ist nicht gut da sich den Abstand von Schnecke zu Zahnrad "unkontrolliert" vergrößert.
Das Spiel sollte nur minimal vorhanden sein, aber kein Spiel wäre auch falsch, erkennt man an einem ruckigem Lauf bei extremer Langsamfahrt.
Eigentlich stimmt das Höhenspiel bei Original Motor.

Sind die beiden Hülsen (Welle -Platine) auch noch vorhanden?

Ist das dröhnen mit oder ohne Gehäuse?

Gruß Detlef
Hallo Detlef,

die Maße werde ich prüfen, den Motor belasse ich in seiner Schale und ja: die Messinghülsen sitzen an Ort und Stelle. Das Dröhnen tritt sowohl mit als auch ohne Gehäuse auf, ohne dann aber fast nicht mehr hörbar. Ich denke schon, dass das Gehäuse einen Resonanzkörper darstellt.

Ich checke nachher die Maße und berichte dann.

Gruß
Freddie
Drehgestelle mit Zahnrad entfernen und in die Öffnung schauen. Da sieht man doch die Schnecken sehr gut. Position zur Achse des Zahnrades mittig und passt.

Jürgen H.
Jürgen, wenn es so einfach wäre dann hätte ich nicht gefragt. Es geht doch um Zehntel und die sieht man gewiss nicht mit bloßem Auge. Schon gar nicht wenn die Drehgestelle und die Ritzel nicht mehr im Chassis sind.
Für eine grobe Justage mag das hinkommen, aber um den richtigen Punkt zu finden ist das nicht zielführend.

Gruß
Freddie
Hallo Freddie,

in der Höhe geht es um 1/10 mm, das ist schon richtig, aber nicht in der Längenausrichtung auf der Welle.
Da reicht es sich zu orientieren wie Jürgen schreibt.
Wichtig ist das die Schnecken nicht an der Stirnwand anstoßen und schleifen. Da muß etwas Luft sein.

Das Gehäuse ist es super Resonanzkörper, warum funktionieren denn sonst Konzertgitarren und Geigen, etc.

Gruß Detlef
Hallo Freddie,

naja, um 10tel geht es bei der groben Konstruktion der 218 sicher nicht. Weiß jetzt nicht welche Variante du genau hast aber bei vielen Fleischmann-Loks sind die Schnecken viel länger als nötig. Wenn die da einen halben mm weiter Richtung Motor sitzen dann merkt man das nicht.
Interessanter ist diese Frage:
Bist du sicher, dass der Motor OK ist? Wenn die Welle leicht verbogen ist dann kommt genau dieses Phänomen auf. Noch schlimmer bei Loks mit Schwungmasse. Oder hat sich am Anker irgendwas angelagert? Bau den Motor mal auseinander, wenn da eine Unruhe drin ist dann bringst er die auf das Chassis und das Gehäuse kann es gut verstärken.
Den Motor auch mal gut reinigen, schauen ob der Kollektor plan ist, dann auch mal die Schnecken selbst anschauen. Ich hatte schon einige bei denen durch einen eventuellen Motorabsturz an einer Stelle eine Delle in eine Windung gedrückt war. Dies allerdings macht eher sprunghafte Bewegungen als Dröhnen.
Wenn du gar nichts findest dann bau den Motor mal ganz ohne Schnecken ein. Wenn dann Ruhe ist beginne mit einer und probiere. Ist dann wieder Krach dann tausch mal die Drehgestelle (ja, die läuft dann falsch rum, zum testen Wurscht) Ist dann Ruhe dann liegt es an einem Drehgestell... Try und Error, solange bis das Problem feststeht. Notfalls ein anderer Motor.

Grüße Torsten
Moin Freddie,

ich kann mir immer noch nicht vorstellen, wie sich das Dröhnen anhört. Als Besitzer von 21 Loks der BR 218 und zwei der BR 210, darunter viele alte Fleischmann Modelle mit und ohne Schwungmasse, ist es so nicht bewusst. Die Motorschnecken sitzen fest auf der Welle, wenn man sie nicht abzieht. Auch die horizontale Position des Motors ist vorgegeben und sollte passen, wenn der Motor gut aufliegt.

Was ich kenne, ist ein leichtes Knarren bei eingelaufenen Zahnrädern. Fährt man lange mit viel Last am Haken nur in eine Richtung, laufen die Zahnräder ein und bilden u.U. Sägezähne.

Könntest Du dazu vielleicht einmal ein kleines Video in YT einstellen und ein paar Bilder von den Innereien?

Gruß
Jürgen
Zu den zahlreichen z.T. schon genanten Möglichkeiten der Geräuscherzeugung gehört das Schleifen der Schnecke bzw. eines Wellenendes am Chassis, ein Höhenschlag (auch durch Verschleiss) des/der Zahnräder, eine ungenau gefertigtes Zahnrad, eine derart auf der Welle verschobene Schnecke, dass der Ein/Auslauf derselben am Zahnrad  "stört" u.a.m.

Ist nur das Gehäuse schuld, hilft auch ein Stück Schaumstoff darin. Auch mit Hin und Weg Kleber habe ich schon seitlich im Gehäuse eine Dämmung erzielt.

Jürgen H.
Hallo

Schneckenspiel bei Fleischmannloks ermitteln (frei nach Stefan Glasmachers):
- Drehgestelle entfernen.
- Loses Zahnrad aus Drehgestell entnehmen und in den Schlitz an die Schnecke halten (NICHT drücken).
- Durch das Wellenloch gegen das Licht schauen, wo das Zahnradloch positioniert ist.
- Es muss ein bisschen außermittig zur Schnecke hin verschoben sein.
Am einfachsten schaut man zum Vergleich mal bei einer Lok, die gut läuft.

Dietrich
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

st nur das Gehäuse schuld, hilft auch ein Stück Schaumstoff darin.



Von einem derartigen Effekt hörte ich auch schon von einem Modellbahner. Die alten 218 ohne Schwungmasse haben allerdings keine Aussparungen oder Hohlräume, die man dämmen könnte. Daher wäre eine Klangprobe nicht schlecht, um die Ursache zu ermitteln.

Gruß
Jürgen
@Namensvetter: es braucht keine großen Hohlräume bzw. sind diese ja immer vorhanden zwischen Gehäusedach und Chassis, wenn auch sehr klein. Das ist vermutlich auch die Ursache.
Schaumstoff in 2-3mm Stärke der dann noch gedrückt wird kann da helfen.
Leider ist dieser meist nicht langzeitstabil.
Bei E-Loks kann sogar das Biegen des Dachpantokontaktes Einfluß haben.
Analog dazu könnte eine kleine Feder dienen statt Schaum.

Jürgen H.
Wo wir schon bei der Fleischmann 218 s8nd, habe ich jetzt letztens gerissene Zwischenzahräder im Drehgestell festgestellt.
Gruß Björn
Grüß alle !

Ich hatte mal den Fall, das ein Kabel an das Kardangelenk stieß. Solange die Lok ohne Gehäuse war lief sie leise, nach dem aufsetzen des Gehaäuses ratterte die Lok.

Christian
Hallo Christian,

diese Lok hat keine Kardangelenke.


Gruß
Bernd
Hallo,

jetzt hat es etwas gedauert, aber immerhin ist das Problem behoben. Nachdem ich innerhalb der Drehgestelle das 1. Zahnrad getauscht habe (das vom Stift gehalten wird), ist das Geräusch verschwunden. Offenbar waren die Ritzel auf Grund des Alters der Lok im jeweiligen Drehgestell eingelaufen. Eine Abnutzung konnte ich weder mit bloßem Auge noch mit einer Lupe erkennen.

Da ich alle Teile zur Reinigung im U-Schall Bad hatte, kann ich ein vertauschen beim Zusammenbau nicht ausschließen.

Darauf muss man scheinbar achten. Bei der nächsten 218 werde ich das berücksichtigen !!

Nochmal danke für eure Tipps und einen schönen "Vatertag".

Gruß
Freddie

Hallo Freddie,

schön, dass Du den Fehler gefunden hast. Eingelaufene Zahnräder sind meiner Erfahrung nach die häufigste Ursache für Geräusche. Die Zahnräder habe ich als Ersatzteile vorrätig, da die in der Regel als erstes verschleißen.

Dir wünsche ich auch noch einen schönen Vatertag.

Gruß
Jürgen


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