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THEMA: Vorstellung ČDC 372.007 (Fleischmann-Art.-Nr. 7560068)

THEMA: Vorstellung ČDC 372.007 (Fleischmann-Art.-Nr. 7560068)
Startbeitrag
Norrskenet - 05.05.26 15:30
Moin & ahoj in die Runde,

das jüngst erschienene CZ-ČDC-Modell trägt die Epoche VI-Betriebsnummer 91 54 7 372.007-5 sowie ein dunkel-/hellblaues Najbrt-Design; technisch basiert es auf der seinerzeitigen Kühn-Entwicklung.

Zu den inneren Werten:

Beim Motor handelt es sich m.E. um die von Kühn eingeführte Type; er übermittelt seine Kraft über Kardan-Gelenke auf die Drehgestell-Türme.

Die Stromabnahme erfolgt von oben von den Radkränzen, sodass ein Wiedereinsetzen von Radsätzen völlig unproblematisch zu bewerkstelligen ist; die Radsätze tragen (entwicklungsgeschichtsbedingt und Fleischmann-atypisch) Kunststoff-Zahnräder; die beiden Haftreifen befinden sich ab Werk diagonal auf den mittleren Radsätzen.

Die Stromübertragung von den etwas plastikhaft erscheinenden Drehgestellen zur Platine erfolgt leider wieder über Kabel (ich persönlich bevorzuge in dieser kleinen Baugröße drehhemmungsfreie Federkontakte, bei denen sich auch niemals Kabel ablösen können).

Die Fahreigenschaften der angenehm schweren Lok sind - wie von allen (Ex-)Kühn-Knödelpressen gewohnt - superbe.

Abschaltbare Lampen (Front- und Schlusslichter) besitzt die Analog-Lok nicht.

Zu den äußeren Werten:

Das Gehäuse ist lichtdicht hellblau durchgefärbt sowie sorgsam feinst lackiert und beschriftet.

Die Griffstangen an den Führerstandstüren sind gekonnt filigran angeformt (sodass sie hier besser als angesetzte wirken), während die jeweils drei Griffstangen an den Fronten gekonnt aus feinsten Metalldrähten (KEINE dicken und durchscheinenden Plastik-"Regenrinnen") angesetzt sind.

Die Kunststoff-Dachleitungen verbinden u.a. die beiden Stromabnehmer, deren (wegen des Betriebs auch unter 3kV=) Doppelwippen sich unabhängig von ihrer Höhe immer vorbildlich waagerecht einstellen (bislang leider eine - warum eigentlich? - Seltenheit bei N-Modellen).

Alle Räder tragen Weißwand-Radringe, welche erstmals jeweils vier rote Markierungen aufweisen (um beim Vorbild mögliche Radreifen-Verdrehungen möglichst frühzeitig erkennen zu können).
Ebenso wurden der Lok weiße Pufferteller-Warnanstriche spendiert.
Beide Features vermitteln der Lok - neben ihrer adretten Lackierung im Najbrt-Design - zusätzlichen Reiz.

Die vier Motorraumfenster sind neu mit einer auf das Chassis geklebten Geräte-Imitation hinterlegt (welche ich aber u.a. aufgrund ihres etwas markanten und Rasterdrucks sofort abgezogen habe).

Geschlossene Bahnräumer zwecks Austausch lagen meiner Lok nicht bei.

Zum Einsatz:

Die Lok passt gut zu (inter-)nationalen Güterzügen aller Art; zuletzt erschienen z.B.
● die feinen, hellblau-gelben Innofreight/ČD.Cargo-Holz-Doppelwagen von Sudexpress sowie
● die dunkelblauen GATX-Containertragwagen mit Innofreight/Mondi/ČDC-Containern im angenäherten Najbrt-Design von Minitrix.

Die Fotos untermalen einige der beschriebenen Details.

Fazit: M.E. wieder eine feinst gestaltete Knödelpresse mit ebenso feinen und zugstarken Fahreigenschaften - eine Perle auf der Anlage.

Beste Grüße, Norrskenet

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Hallo,

Danke für Deinen Bericht. Mich würde noch interessieren, wo befindet sich der Einbauraum für den Lautsprecher?

Grüße, Peter W
Hallo Norrskenet,

danke für diesen ausführlichen Bericht.
Eine Bitte habe ich aber noch: Bitte korrigiere die Loknummer in der ersten Zeile. Es ist nicht die Betriebsnummer 91 54 7 373.007-5  sondern die Betriebsnummer 91 54 7 372.007-5 Eine 373 gibt es nicht

Gruß aus Südmähren
Heidi
Zitat - Antwort-Nr.: 1 | Name: Peter W.

Mich würde noch interessieren, wo befindet sich der Einbauraum für den Lautsprecher?

Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte: zwischen den Drehgestellen. in dem abnehmbaren Kunststofteil hat schon bei Kühn ein 8x12 LS Platz gehabt. Fleischmann wird da nix neu erfunden haben. Interessant eher die Frage, wie die Litzen nach oben kommen. Ich vermute, dass der Rahmen überarbeitet wurde. Die großen Ausschnitte für den seitlichen "Maschinenraum" hat das Kühn-Modell noch nicht. EDIT: hab mir die falsche Seite vom Rahmen angesehen... Bei Kühn sind die Ausschnitte auch angedeutet. So wie auf dem Bild vom TE. Also wurde da wohl doch nix überarbeitet...

Sonst scheinen sich die technischen Änderungen in Grenzen zu halten. Aber was will man schon groß verbessern?

Gruß
Andi
Zitat - Antwort-Nr.: 3 | Name: DerEine

Ich lehne mich mal aus dem Fenster  


Und da fällt er raus. Der Lautsprecher sitzt nämlich im Gehäuse

Gruß Moritz
Zitat - Antwort-Nr.: 4 | Name: Jemand Andres

Der Lautsprecher sitzt nämlich im Gehäuse

Aha. Geht's genauer? Im Dachaufbau über dem Decoder oder wo ist da noch Platz? Wurden auf der Platine Bauteile ausgeräumt? Ein Platinendecoder fällt aus, weil die Platinen für analog und Sound laut ET-Liste identisch sind und das Digitalmodell mit Next18 angegeben ist.

Gruß
Andi
Moin nochmal,

@ ##1,3-5 zum Thema Lautsprecher:

M.E. lässt Fleischmann die Knödelpressen technisch nahezu unverändert nachbauen - zu Lautsprecher-Einbauräumen kann ich jedoch sonst nichts sagen, da nicht mein Fachgebiet.

Einzige durch mich bemerkte Änderung ist, dass die Radsätze seit Übernahme durch Fleischmann beidseitig isoliert sind und auch einzeln bestellt werden können, was ihren Austausch für haftreifenlos Fahrende dieser vorbildlich schweren Lok weitaus praktischer gestaltet  (man benötigt ja nur zwei nutlose Räder).

@2: Hallo Heidi,

den trotz Korrekturlesens übersehenen Fehler in der langen europäischen Betriebsnummer habe ich beseitigt. Danke für den Hinweis.

Beste Grüße, Norrskenet
Moin moin zwar nicht de 007 aber de 010 geht doch auch für de Zwickaurunde aber in 1:1.😜🚂🖐️🍻

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Hallo Andi,
im Gehäuse befindet sich auf einer Seite im Bereich unter dem Stromabnehmer ein Rahmen zur Aufnahme des LS.

VG Pierre
Zitat - Antwort-Nr.: 8 | Name: Pierre

im Gehäuse befindet sich auf einer Seite im Bereich unter dem Stromabnehmer ein Rahmen zur Aufnahme des LS.

Danke für die Info! Das ist interessant, weil die Kühn-Lok hat das noch nicht. Also zumindest eine kleine Formänderung an der Stelle. Die Platine hat man offenbar geändert und dort wohl keine Bauteile. Meine Kühn-Lok hat den LS trotzdem zwischen den Drehgestellen :D

Gruß
Andi
Ahoj nochmal,

anbei ergänzend fotografisch

● beide bekanntlich unterschiedlichen Lokseiten (u.a. für abwechslungsreiche Doppeltraktionen interessant) sowie

● die Karosserie von innen mit Lautsprecher-Fach samt darunter entsprechender Aussparung in der Platine.

Beste Grüße, Norrskenet

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#7

Hi Wulf,
ganz großes Kino!!


BG, Lutz!
Hallo zusammen,

sorry, ich muss an dieser Stelle mal 'einen auf Ludger machen'.
Die Betriebsnummer ist immer noch nicht richtig angegeben. Weder auf den Vorbild- noch Modellfotos sehe ich zwischen der 372 und der 007 (oder 010) einen Punkt.

Viel wichtiger aber: Ist diese Gehäusebauform auch für andere Skodas (162, 163, 263, 361, 362, 363) brauchbar ?

Humorige Grüße
Alfred

@12: Moin Alfred,

der Punkt ist ein alter, rein schreibtechnischer Trick, um hier zumindest die Kern-Nummer zusammenzuhalten und nicht durch z.B. automatische Zeilen-Umbrüche zu zerhäckseln. Darum schreiben manche auch ICE-L statt "ICE L" (ich würde ICE.L schreiben).

Darum z.B. wurde einst auch "Station&Service" ohne Zwischenräume geschrieben - das war sogar Teil einer Design-Handlungsanweisung.

Die Karosserieform von ČD(C) 1/2/361/2/3er hat mit jener der 371/2er etwa so viel gemein, wie die DB-110er mit der -111er; u.a. weichen die Seitenwände stark voneinander ab.

Beste Grüße, Norrskenet
Danke für die rasche Antwort.
Hab es schon so befürchtet und wollte dazu nicht alle meine Fotos mit den Skodas durchsehen.
Das -dem Vernehmen nach- gute Fahrwerk müsste also mit einem 3D-Druck-Gehäuse kombiniert werden, um die x6xer Typen zu erlangen...
Hier mal eine 363 zum Vergleich

LG Stephan

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Hallo,

ich finde den angedeutenden Maschinenraum garnicht so schlecht. Jetzt fällt bei den älteren Varianten erst auf, dass das einfache Schwarz schon ziemlich nackt und leer wirkt.
Auf jeden Fall beachtlich, dass man sich auch bei vorhandenen sehr guten Modellen Gedanken macht, was man noch optimieren könnte.

VG
Nico
Hallo

zwar nicht mein Sammelgebiet, aber schöne Lok,. Nur das mit den Zahnrädern wird Fleischmann um die Ohren fliegen, gerade weil die Lok zugstark ist, und das Plastikgerümpel je nach Motoröl da bald schlapp macht.

Daher sollten sie hier ein baldmögliches Facelift nachschieben

LG

Patrick
Moin & ahoj,

weiter verfeinern kann man die Lok je nach Geschmack durch teilweises, gelbes Einfärben ihrer beiden Gleisräumer (vgl. Foto).

Bei den Vorbildern existieren da verschiedene Arrangements, und bei Beschädigungen oder Revisionen werden die Gleisräumer auch mal durch abweichend lackierte ersetzt.

Ich verwendete Vallejo 70.953 Amarillo Mate / Flat Yellow, welches dem bereits ab Werk vorhandenen Trittstufen-Gelb nahekommt.

@16: Moin Nico,

keine Frage, das kann man ja letztlich halten wie ein Dachdecker (darum schrieb ich meine Anmerkung auch lediglich in Klammern):

Geschmack darf Geschmacksache sein.

Ich habe den bunten Klebestreifen daher auch nicht entsorgt, sondern auf Trägerfolie sorgsam in der Schachtel gelagert - für alle Fälle.

Beste Grüße, Norrskenet

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Hallo,

hat von Euch eigentlich mal jemand herausgefunden, wass die Monteure (China) zwischen der ersten und zweiten Kuehn-Auflage der Lok 180 020 (95010) und 230 011 (95024) am mittleren oberen Spitzenlicht geändert haben, so dass es zuerst zweiteilig geleuchtet hat wie im Original und nun nur noch eine breite Leuchtfläche vorhanden ist? Ist es eine Maske an der LED oder ein anderer Lichtleiter oder kann man das wieder zurück ändern zum Origanal passend? Selbst Herr Kühn konnte uns damals die Frage nicht beantworten, ihm war das auch unbewusst.

Viele Grüße,
Danilo


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