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THEMA: Schraubklemmen Desaster gebannt - Umbaubericht
THEMA: Schraubklemmen Desaster gebannt - Umbaubericht
Exitus - 29.04.26 17:17
Hi Folks,
wir alle kennen diese Lötbare Schraubklemme - 3-pol, RM 2,54 mm, 90°,
die bei Decoderplatinen gerne verwendet werden, weil sie relativ klein und damit platzsparend aufgebaut sind.
Wie wir ebenfalls wissen, geht mit der Reduzierung der Baugröße auch eine grössere Empfindlichkeit gegenüber mechanischer Belastung einher, welches zu frühzeitigem Verschleiß führen kann.
Insbesondere mehrfaches Auf- und Zu-Schrauben ist der Lebensdauer und Kontaktsicherheit nicht zuträglich. Ein wackeliger Schraubsockel ist eine potentielle Kurzschlussgefahr. Ein weiteres Kriterium sind unterschiedliche Kabelstärken, die die winzigen Klemmschächte der Anschlussports mal mehr, mal weniger ausfüllen und damit zu ständig wechselnden Auslastungen der Gewinde und der Federkräfte führen. Das habe ich schmerzhaft bei einem Gebraucht-Decoder-Kauf feststellen müssen. Ein Anschlussport war offenbar schon so ausgenudelt, dass er bei meinem Funktionstest seinen letzten Lebensfunken in Form eines Kurzschlusses aushauchte.
So gewarnt habe ich bei weiteren Funktionstests eine Variante gewählt, die das Maß der physischen Belastung mit gleichbleibender „Füllstärke“ des Kontakttunnels auf ein Minimum reduzierte.
In meiner Bastelkiste habe ich noch diverse Stiftleisten gefunden, die mit dem Rastermaß der Schraubklemme perfekt harmonierten.
Ein weiterer Altbestand an dreipoligen Steckverbinderkabeln,
einseitig mit Buchse bestückt, stellte die Verbindung zwischen Testobjekt, z.B. motorischer Weichenantrieb (MP1), offene Kabelenden in den Antrieb - Steckerseite an die am Decoder installierte Stiftleiste.
Um den nächsten Decoderausgang mit dem als Tester verwendeten Verbraucher zu verbinden, bedurfte es nunmehr keiner fummeligen Kabeleinführung und Schrauberei mehr. Einfach den Stecker ziehen und auf die nächste Stiftleiste stecken. Dabei reicht es sogar nur den Anfangskontakt herzustellen. Ein komplettes Aufschieben des Steckers ist beim Testen nicht erforderlich, erst bei der Installation angesagt.
Sollte sich nach der Installation später im Betrieb die Notwendigkeit eines Kontakt/Verbraucher-Wechsels oder Überprüfung ergeben, ist mit dem Abziehen des Steckers eine maximale Servicefreundlichkeit gegeben, ohne die Schraubklemme zu belasten.
Für die Ausstattung meiner 11 DR4018 Decoder hatte ich aber Nachbestellbedarf.
100er-Pack , Stück 0,27€
Ich habe mich für diese Nachbestellung entschieden, da ich noch einen großen Altbestand an Kabelsteckverbindern hatte. Wofür ich die vor Jahren auf Halde gekauft habe, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls kommen sie nunmehr zu Anwendung. Alternativ, und in Summe sogar günstiger, wäre ich mit dem bei Amazon gelisteteten Artikel
YIXISI 50 Paar Micro JST-XH 2.54mm 3-Pin Connector Plug mit Wires Cables 15cm, Micro JST 3-Pin Stecker & Buchse
Das Pack für 9,58 € weggekommen.
So hatte ich eine gewisse Beschäftigung mit dem Bestücken der Decoderleisten.
Während ich das Aufschrauben der Ausgangsbuchsen händisch mit einem Schraubendreher vorgenommen habe – ich wollte keinen Schraubenverlust riskieren –
habe ich beim Festschrauben maschinelle Hilfe in Anspruch genommen. 264 Schrauben einzudrehen war mir dann doch zu viel.
Mit dem vor langer Zeit bei Temu (Pfui, der kauft bei Temu) erstandenen, aber bisher nie eingesetzten
Electric Screwdriver
Konnte ich schnell und trotzdem mit Gefühl die kleinen Schrauben fest, aber nicht zu fest (nach Fest kommt Ab) fixieren.
Mittels weiterer Klemmverteiler
werden später die Verbindungen zu den Verbrauchern, in der Masse Weichenantriebe, weitergeführt.
Gruß aus Nordertown
Edit: natürlich RM 2,54 mm (Kopierfehler)
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Insbesondere mehrfaches Auf- und Zu-Schrauben ist der Lebensdauer und Kontaktsicherheit nicht zuträglich. Ein wackeliger Schraubsockel ist eine potentielle Kurzschlussgefahr. Ein weiteres Kriterium sind unterschiedliche Kabelstärken, die die winzigen Klemmschächte der Anschlussports mal mehr, mal weniger ausfüllen und damit zu ständig wechselnden Auslastungen der Gewinde und der Federkräfte führen. Das habe ich schmerzhaft bei einem Gebraucht-Decoder-Kauf feststellen müssen. Ein Anschlussport war offenbar schon so ausgenudelt, dass er bei meinem Funktionstest seinen letzten Lebensfunken in Form eines Kurzschlusses aushauchte.
So gewarnt habe ich bei weiteren Funktionstests eine Variante gewählt, die das Maß der physischen Belastung mit gleichbleibender „Füllstärke“ des Kontakttunnels auf ein Minimum reduzierte.
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Sollte sich nach der Installation später im Betrieb die Notwendigkeit eines Kontakt/Verbraucher-Wechsels oder Überprüfung ergeben, ist mit dem Abziehen des Steckers eine maximale Servicefreundlichkeit gegeben, ohne die Schraubklemme zu belasten.
Für die Ausstattung meiner 11 DR4018 Decoder hatte ich aber Nachbestellbedarf.
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Beitrag editiert am 29. 04. 2026 21:14.
Hallo,
Du meinst nicht zufällig die Printklemmen im Raster 2,5/2,54 mm?
5,0/5,08 wäre nämlich das doppelte und vergleichsweise Robust.
Schau einfach auf die Schmalseite der Klemmenblöcke, da steht ein Typ, meist auch die Größe und eine Herstellerkennung drauf.
Das Original-Design stammt von Phoenix Contact, mittlerweile es gibt viele Klones mit entsprechend halbwegs gut oder eher schlecht gefertigtem Gewinde der Fahrstuhlklemmen (da gibt's keine Federn!) und zu weichen Schrauben, die man leicht abnudeln kann, wenn das Gewinde nicht in Ordnung ist. Gefühlloses Anschrauben führt zum Ausreißen der Gewinde.
Im Vorjahr hatte ich mal bei einer Lieferung der Klemmen von Conrad (traurigerweise die von PTR glaube ich), wo offenbar die Gewinde zum Teil gar nicht bis zum Ende geschnitten waren. Glücklicherweise haben Schrauben und die guten Dreher von Wiha die Tortour überlebt, die Schrauben bis zum Ende einzudrehen. Hatte ich auch so noch nie gehabt. Hätte man eigentlich reklamieren sollen, aber die Teile kauft man auch nicht in solchen Mengen im voraus dass man den Ausschuss einfach aussortieren kann.
Grüße, Peter W
Du meinst nicht zufällig die Printklemmen im Raster 2,5/2,54 mm?
5,0/5,08 wäre nämlich das doppelte und vergleichsweise Robust.
Schau einfach auf die Schmalseite der Klemmenblöcke, da steht ein Typ, meist auch die Größe und eine Herstellerkennung drauf.
Das Original-Design stammt von Phoenix Contact, mittlerweile es gibt viele Klones mit entsprechend halbwegs gut oder eher schlecht gefertigtem Gewinde der Fahrstuhlklemmen (da gibt's keine Federn!) und zu weichen Schrauben, die man leicht abnudeln kann, wenn das Gewinde nicht in Ordnung ist. Gefühlloses Anschrauben führt zum Ausreißen der Gewinde.
Im Vorjahr hatte ich mal bei einer Lieferung der Klemmen von Conrad (traurigerweise die von PTR glaube ich), wo offenbar die Gewinde zum Teil gar nicht bis zum Ende geschnitten waren. Glücklicherweise haben Schrauben und die guten Dreher von Wiha die Tortour überlebt, die Schrauben bis zum Ende einzudrehen. Hatte ich auch so noch nie gehabt. Hätte man eigentlich reklamieren sollen, aber die Teile kauft man auch nicht in solchen Mengen im voraus dass man den Ausschuss einfach aussortieren kann.
Grüße, Peter W
Beitrag editiert am 30. 04. 2026 10:15.
zwengelmann - 29.04.26 20:45
Guten Abend,
bei Decodern o.ä. wird man die Anschlüsse üblicherweise nicht ständig wechseln. Da leiert dann auch nichts aus. Das Problem ist, dass versucht wird, Litze zu verschrauben. Von 0,14mm²-2mm². Das funktioniert nicht. Bitte Aderendhülsen verwenden. Dann funktioniert es auch, jedenfalls wenn man nicht ständig die Kabel wechselt.
Bei meiner Modulanlage, bei der die Zentrale ständig auf- und abgebaut wird, habe ich die benötigten Anschlüsse mit kurzen Kabeln rausgeführt auf
- Anderson PowerPole (Fahrstrom)
- Wago-Klemmen (Programmiergleis)
- Externe Buchsen für Netzwerk und Loconet, die mit kurzem Kabel direkt an die Zentrale angeschlossen sind.
- Die IB-Control sitzt im selben Koffer wie die Zentrale und ist ebenfalls dauerhaft am Loconet-T angeschlossen.
Die Anschlüsse an der Zentrale sind fixiert. Da bewegt sich nichts. Sollte außerhalb etwas ausleiern, ist das schnell und billig ersetzt.
Grüße
Zwengelmann
bei Decodern o.ä. wird man die Anschlüsse üblicherweise nicht ständig wechseln. Da leiert dann auch nichts aus. Das Problem ist, dass versucht wird, Litze zu verschrauben. Von 0,14mm²-2mm². Das funktioniert nicht. Bitte Aderendhülsen verwenden. Dann funktioniert es auch, jedenfalls wenn man nicht ständig die Kabel wechselt.
Bei meiner Modulanlage, bei der die Zentrale ständig auf- und abgebaut wird, habe ich die benötigten Anschlüsse mit kurzen Kabeln rausgeführt auf
- Anderson PowerPole (Fahrstrom)
- Wago-Klemmen (Programmiergleis)
- Externe Buchsen für Netzwerk und Loconet, die mit kurzem Kabel direkt an die Zentrale angeschlossen sind.
- Die IB-Control sitzt im selben Koffer wie die Zentrale und ist ebenfalls dauerhaft am Loconet-T angeschlossen.
Die Anschlüsse an der Zentrale sind fixiert. Da bewegt sich nichts. Sollte außerhalb etwas ausleiern, ist das schnell und billig ersetzt.
Grüße
Zwengelmann
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