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Kategorie: 


Betrieb

Thema: Minitrix Flexigeleise
Reto [Gast] - 01.05.03 11:46

Hallo Zusammen

Ich stehen zur Zeit gerade auf Kriegsfuss mit meinen Flexigeleisen. Ist egal wie ich es verlegen will, durch die Biegung ist bei mir immer ein Schienenstrang länger als der andere. Nun meine Frage: Wie muss diese Geleise richtig montieren, damit die länge gleich bleibt?

Gruss

Reto


Entweder exakt gerade oder als ganz gleichmäßiges S!
Es ist völlig normal, dass die Schienenenden unterschiedlich lang sind. Ein großer Kreis hat mehr Umfang als ein kleiner. Deshalb haben Autos übrigens ein Differential, und deshalb quietscht die Eisenbahn in der Kurve, weil sie keines hat.
Du musst, wenn Du die Gleise ausgerichtet hast, die überstehenden Schienen abtrennen, entweder mit einen Schienensäge oder einer Trennscheibe (am besten Diamant) für den Minibohrer oder an besten einem speziellen Seitenschneider. Investitionen sind also notwendig.
Wenn Du viele Flexgleise verlegen willst, lohnt sich die Anschaffung von 4 Krauseklammern und entsprechenden Parallelgleisabstandshaltern.
Gruß
Hans Georg

Der Aussage von Hans-Georg kann ich nichts mehr hinzufügen!
Zum Thema "Minitrix"-Flexgleise kann ich Dir nur den Tip geben, dass Roco Flexgleise, bei gleicher Länge, deutlich billiger sind. Bei meinem Mainzer Händler kostet z.B. das Gleis von Minitrix 3,75 Euro / Stück, das gleiche Gleis von Roco (gleiche Flexibilität, Roco hat da nämlich verschiedene) 2,25 Euro. Manchmal kommt es mir zudem so vor, als wenn Roco-Gleis etwas einfacher zu verarbeiten wäre.....

Gruß

Thomas

Kann ich bestätigen, Thomas.
Ich habe Flexgleis von Roco für 2 Euro pro Stück bei WIEMO bestellt. Bemwerkenswert ist auch, dass sie ein Superflex zum selben Preis anbieten (Strassenbahn!).

Gruss
Cox

Dazu muss man vielleicht erklären: Roco bietet Flexgleise in 2 unterschiedlichen Versionen an. Es gibt ein etwas starreres Gleis für vornehmlich gerade Strecken und sehr grosse Radien sowie ein sehr flexibles Gleis für engere Radien, dieses lässt sich auch auf Strassenbahnradien zusammenbiegen.

Hallo!

Was für Gleisbau-Klammern könnt ihr mir empfehlen?
Habt ihr Erfahrung mit dem Gleisbau-Klammer-Set ( http://www.peter-post-werkzeuge.de )?

Ich finde die HP für die "Krause-Klammern" nicht (Google hat auch nichts gebracht) - war aber schon 'mal drauf ...

Ach ja, dann gibt's ja noch bei CONRAD ein Flex-Gleis-Spanner-Set (3 Klammern = 19,95 €; Best.-Nr.: 21 77 34-97).
Relativ günstig (und das bei CONRAD!), gibt's da einen Haken?

Schönes Wochenende
wünscht
Frank aus Idstein

Hallöle!

Krause-Klammern gibt es hier:

http://www.fohrmann.com/d/shop/art/2033.htm

Schönes Wochenende!
tHomas

... ganau: F O H R M A N N !

und ich habe KRAUSE gesucht.
Ich sag's ja immer: Das Alter lässt sich nicht aufhalten!

Danke erstmal für die Antwort!
Jetzt warte ich nur noch auf die Erfahrungsberichte.

Gruß
Frank aus Idstein

Am besten auch gleich die Parallelgleislehre dazubestellen (heißt vielleicht ein bisschen anders)! Das sind zwei Krauseklammern plus Lineal. Alles nicht superbillig, aber sehr hilfreich.

Wieviel Klammern sind vonnöten?

1x (oder 2?) Abstandshalter (beinhaltet 2 Klammern?)
plus
2x (oder mehr?) Gleisklammern
-?-

Danke für weitere Tips (auch über günstige Bezugsquellen bzw. Anleitung für Selbstbau) im Voraus
Frank aus Idstein

Ich mache das eigentlich ohne Hilfsmittel. Ich überlege mir die passende Trassierung, ganz grob. Bei der Eisenbahn trasssiert man grundsätzlich anders als im Strassenbau. Die Bahn legt immer die Geraden fest und trassiert dann die Bögen als Abfolge von Übergangsbogen - Radius - Übergangsbogen. Den Radius kann man sich recht exakt auf einem 5cm -Raster als Hoch und Querwert rausrechnen, in Excel geht das flott. Danach hat man den Radius. Dan legt man diesen Radius an die beiden sich schneidenden Geraden, jedoch um 1, 2 oder 3 mm nach innen. Dann nahme ich eine Schiene aus so einem hohen Flexgreis raus, lege das in die Gerade und biege die Schiene so, daß es sich an den gezeichneten Radius anschmiegt. Mal durchschauen, ob das auch gefällig ist, dann die gesamte Abfolge als möglichst feinen SStrich aufs Blatt bringen, die Schiene dient gleichzeitig als Lineal; dann Anfang und Ende des Übergangsbogens markieren. Schienen vom Flexgleis verlöten, Gleis entlang der aufgezeichneten Achse festnageln, dabei immer mal durch durchschauen prüfen, fertig ist die Trassierung. Gleis im Bogen durch maximal 1mm überhöhen, einschottern fertig. Macht übrigens auch zum Geigel am Küchentisch Spaß.

Gruß Reiner

Hallo Frank,
um Anfang und Ende zu fixieren, reichen zwei Klammern. Ich habe den Vierersatz genommen, weil ich dann längere Stücke (ein komplettes Flexgleis beispielsweise) fixieren und eventuell von der Platte nehmen kann. Kostet Geld, dafür macht die Arbeit mehr Spaß.
Gruß
Hans-Georg

Ich verwende auch 4 Krause-Klammern. Der Grund ist simpel: Für Bögen, wo ein Flexgleis offensichtlich nicht reicht, biege ich grob vor, länge ab und löte auf dem Tisch vorab 2 Gleise zusammen. Dann gibt es auf der Anlage keinen Bogenknick.

Ein weiterer Grund sind die Übergangsbögen. Wenn man nur die Enden klemmt, sind Übergangsbögen nur schwierig voreinzustellen.

Gruss
Cox

Hallo Reiner, wie kommst Du auf diesen Satz: " ...Bei der Eisenbahn trasssiert man grundsätzlich anders als im Strassenbau. Die Bahn legt immer die Geraden fest und trassiert dann die Bögen als Abfolge von Übergangsbogen - Radius - Übergangsbogen ..."? Der einzige Unterschied ist, das die Bahn andere mathematische Übergangsbögen verwendet, wie die Straßenbauer. Und natürlich andere Randbedingungen, wie z.B. zulässige Radien, Überhöhung etc. hat. Deine Methode wird im übrigen schon seit langem in der Literatur beschrieben, da es völlig überzogen ist in 1:160 Übergangsbogen zu rechnen. Meist führt hier in der Tat das Augenmaß sogar zu befriedigeren Ergebnissen. Gruß Bernd, der schon jede Menge Straßen- und Gleistrassen gerechnet hat.

Hallo!

Also im Idealfall habe ich also vier Klammern plus einen (oder besser zwei?) Abstandhalter?
(Sorry, dass ich so begriffstutzig bin ...)

Besteht der Abstandhalter eigentlich nur aus dem Flachstahl mit den Langlöchern, mit dem dann zwei (vorhandene) Gleisklammern verbunden werden, oder gehören die nötigen zwei Klammern zum "Lieferumfang"?

Tschöö,
Frank aus Idstein

Nimm den Abstandshalter nicht so wichtig. Es ist doch ein Klacks, sich neben der ersten Mittellinie eine zweite zu zeichnen. Im Bogen sieht es auch nicht schlecht aus, wenn man am Scheitelpunkt 2 Millimeter zugibt und in den Übergangsbögen reduziert.
Ich gebe Eiche völlig recht. Das zu rechnen ist Irrsinn. Wozu denn? Und was ist, wenn man das Ergebnis hat? Mit dem Stangezirkel auf der Anlage hantieren?

Ich habe mir auf einem "richtigen" Zeichenbrett alle Radien aufgezeichnet. An Roco habe ich mich da orientiert.
Dann habe ich von jedem Radius eine Pappschablone geschnitten, über einen Bereich von 90°, also einmal um die Ecke.

Diese Pappschablonen habe ich alle 15° durch eine Kerbe markiert.

Wenn ich jetzt einen Bogen anzeichne, fange ich über einen 15-oder30°-Bereich mit dem nächst grössen Radius an. Dann im geplanten Bogen weiterzeichnen ..... und am Ausgang wieder mit dem nächst grösseren.

Keine Bange, das hat man schnell raus. Was ich mir aber angewöhnen würde: Kauf Dir ein Fleischmann-Flex und steche das dann mit Nadeln in der geplanten Lage fest. Erstmal siehst Du dann perfekt, wie das Gleis aussieht und dann kannst Du auch noch an den Seiten des Böschungsgleises den Stift vorbeiziehen. Gibt einen leidlich guten Eindruck für mögliche Signal- und Mastaufstellungen. Leidlich, weil das Böschungsgleis von Fleischmann zu schmal ist.

Gruss
Cox

Hi Cox,
was bitte ist Wiemo?

Gruß vom FoxyAndy

Noch ein kleiner Tip:

Mach es wie die Bahn!! Verschweiss die (Flex-) Gleise !!

Wenn du vor dem Verlegen zwei oder drei Flexgleise verlötest, ist das entstehende Gleis zwar unhandlicher, aber es gibt keine Probleme in Kurven mehr, und du musst deutlich weniger zur Säge greifen
gruss
Stephan

@ Foxy

www.wiemo.com

Ein Geschäft in Münster, spezialisiert auf Roco. Da habe ich anfangs auch Hechte und Schürzen für 9 Euro gekauft.

Gruss
Cox

Hi Cox,
danke Cox .

Gruß vom FoxyAndy

Hallo Frank,
ich würde Dir den Abstandshalter (EINEN) schon empfehlen. Zumindest hat er mir die Arbeit sehr erleichtert, da ich Parallelgleise möglichst eng lege (25 - 27 mm). Wie Du aus NEM 103/112 (Miba-Seite) ersehen kannst, wird der Parallelgleisabstand in der Kurve mit abnehmendem Radius größer. Und das kann man mit dem Abstandshalter im (geschätzten) Übergangsbogen wunderbar hinkriegen, indem man etwa alle 30 cm korrigiert.
Gruß
Hans-Georg



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