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Kategorie: 


Basteln

Thema: Weichenselbstbau -- für den "Hausgebrauch"
MHAG - 10.02.18 00:42

Hallo Leute!

Wie ich im Post http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1030447#aw42  (Thread "Planung einer Anlage 7 x 3,5m") versprochen habe, berichte ich hier über meine Gleisbauversuche.  Dabei kommt es mir weniger auf "die letze Gleisschraube" an, vielmehr sollen die Fahrzeuge weich und störungsfrei über die Weichen fahren.
Auf diese Weise kann ich mir Gleisfiguren bauen, die es nicht so im Handel gibt -- dabei sollen aber einige Vorbildmerkmale wenigstens einigermaßen eingehalten werden.
Ich teile das über mehrere Einträge auf, dann liest es sich leichter

Die ersten Weichen habe ich mit Code 80 gebaut (damals wusste ich noch nichts von Peco oder Code 55) und die Zungen hatten noch ein Gelenk -- einfach mal probiert, ob ich sowas überhaupt zustande bringe. Das Bauen ging viel einfacher als erwartet, das Rollmaterial fuhr ohne Störungen sauber drüber! Ich war begeistert!
Dann kam eine Pause mit der Modellbahn, weil ich an der alten Anlage zuviele Fehler gefunden hatte -- Baustopp.
In der Zwischenzeit hatte ich Peco und Code 55 kennengelernt und beschlossen, dass bei "der Neuen" das verwendet werden soll (zumindest im sichtbaren Bereich).
Aus Z-Schienen baute ich dann die erste Weiche, die zu Peco passte. Ok, so konnte es weiter gehen. Damals wollte ich noch alle Weichen selbst bauen, was ich mittlerweile aus Zeitmangel aufgegeben habe. Jetzt werden nur noch Sonderformen gebaut. Aber im kleinen Endbahnhof der Nebenstrecke konnte ich das mit dem Weichenselbstbau noch durchhalten...
Eine Sonderbauart "halber Hosenträger" habe ich mir für einen Doppelanschluss gebaut, sogar die Arnold-Köf kam da locker drüber -- nur gefiel mir in der Zwischenzeit das gesamte Gleisbild nicht mehr und ich musste aus räumlichen Gründen ausserdem die Zufahrt auf die andere Seite legen. Also ist dieses Teil erst mal überflüssig; aber wer weiß, was mir noch einfällt
Die geschotterten Weichen auf den Bildern sind mit Code 80, alle anderen mit Z-Profil (ich glaube, Code 60) gebaut.
Soviel erst mal zu den Anfängen.

Viele Grüße
Michael

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So, weiter geht´s!

Die Einfahrt in den Rechteckschuppen hat insgesamt 9 Weichen, die teilweise nah aneinander geschoben sind. Nach einem Luftbild vom BW Regensburg grob geplant, musste ich auf die Längenausdehnung Rücksicht nehmen und alles ziemlich stauchen. Mit käuflichen Weichen hätte ich das nicht in der Kürze geschafft, das hätte ca. 30cm mehr Länge benötigt; auch nicht, wenn ich an den käuflichen Weichen rumgeschnippelt hätte.
Also habe ich mit Papierkopien von diversen Weichen mir den Gleisplan zusammengeschnippelt und geklebt und diesen dann (nach der Integration in den Gesamtplan samt Kontrolle, ob alles passt) herauskopiert und gebaut.
Die Schwellen bestehen aus einseitig mit Kupfer beschichteten Hartpapierplatinen, die in ca 2mm bzw. 4mm (Doppelschwellen) breite Streifen gesägt wurden. Diese Schwellen wurden dann auf die Kopie passend geklebt (mit wasserlöslichem Leim) und vollständig verzinnt (dann geht es hinterher mit dem Profil leichter beim Löten). Mit dem längsten Profil habe ich dann auf der Aussenseite eine Bezugslinie aufgelötet und danach Weiche für Weiche die Profile angepasst und die Herzstückschienen zurechtgeschliffen und verlötet. Die Zungen sind alle ohne Gelenk und nahe beim Herzstück mit den Schwellen verlötet (aber nicht mit diesem verbunden). Durch diese Verlötung und eine passende Abtragung der Kupferschicht auf den Schwellen sind die Weichen quasi "automatisch" mit dem "Digitalschnitt" versehen und müssen polarisiert werden. Die Zungenenden sind unter der Weiche mit einer Stell-Platine mechanisch verbunden, aber elektrisch getrennt. Durch die Korkschicht, die unter die Schwellen geklebt wird, ist diese Stell-Platine frei beweglich, sorgt aber auch dafür, dass sich die Zungen nicht nach oben bewegen können.
Momentan sind die Weichen alle mechanisch fertig, aber ich muss sie voneinander noch elektrisch trennen (Polarisation) und mit der ersten Korkschicht versehen. Farbe und Schotter fehlen auch noch.
Auf dem vierten Bild sieht man übrigens den Papier-Dummy für den Lokschuppen ganz gut

Viele Grüße
Michael

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Nächstes Projekt: Die Einfahrt zum BW über einen gebogenen Hosenträger.

Anfangs dachte ich ja schon, dass das leicht irre ist Aber dann habe ich mich selbst überzeugt: Das ist machbar!
Die Vorgehensweise war wieder wie üblich: auf Papier konstruiert, die Schwellen aufgeklebt (diesmal nach Gefühl und Gutdünken, einen Plan hatte ich dafür nicht), alles verzinnt und Stück für Stück die einzelnen Z-Profile zugeschliffen und eingepasst. Die elektrischen Trennungen sowohl auf den Schwellen als auch bei den Profilen sind schon drin, ebenso alle Stellschwellen (wieder unterhalb der eigentlichen Schwellen), aber ich muss noch Feinjustierungen bei den Fahrwegen machen -- und dafür hatte ich bis jetzt einfach keine Zeit. Leider...
Erst danach kommen noch Kork, Farbe und Schotter...

Viele Grüße
Michael

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Hallo Michael,

ich bin begeistert!!

Und natürlich auch gespannt, wie zuverlässig die Weichenstraßen dann im Betrieb sein werden...

Gruß
Roger



Hi Michael,

das sieht echt gut aus. Über das Z-Profil laufen alle handelsüblichen Loks und Wagen? Gibts da auch keine Probleme beim Übergang von Z auf Peco?

Gruß
Jan

Es ist ja gelötet, darum stehen auch da keine Kleineisen im Weg rum - insofern sogar nicht etwas mehr Luft als bei Peco…

Aber das ganze ist einfach nur affengeil *wuff*

Gruß Kai

Hallo Jan / Idef #4

bisher habe ich noch kein Fahrzeug im Bestand, das Schwierigkeiten bereitet. Auf der Innenseite versuche ich, dass kein Lötzinn hochsteht, aussen lasse ich absichtlich einen Lötkleks als Kleineisen stehen (na ja, halbwegs ähnlich )

Viele Grüße
Michael

Hallo nochmal in die Runde,

auf der Festplatte habe ich noch zwei Bilder gefunden, die ein Experiment mit einer Herzstück-losen Weiche zeigen. Die Idee dahinter ist, dass sich da praktisch keine Lücke im Fahrweg befindet und im Untergrund so eine höhere Fahrsicherheit erreicht wird. Das ist aber nur eine Prinzip-Studie gewesen, bisher habe ich da noch nichts weiter verfolgt...
Wollte ich nicht vorenthalten, ist jedenfalls ein sehr schnelles Experiment gewesen. Und erwartungsgemäß rollte alles gut drüber -- ohne Strom..

Viele Grüße
Michael

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Lochkarte, 80-stellig, fast unbenutzt. ROTFAL.

Grüße,
Harald.

Hallo Harald,

hatte vor längerer Zeit das große Glück, zwei Kartons unbenutzer Lochkarten vom Abfallhaufen zu retten. Die Kartonqualität ist sehr gut, das Zeug eignet sich für viele Zwecke...
Die paar gelochten Karten, die ich habe, nehme ich nicht her, die halte ich in Ehren

Viele Grüße
Michael

Hallo,

nachdem es eine Frage zu den "Stellschwellen" gab, habe ich zwei Bilder (die selbe Weiche  von oben und unten gesehen) herausgesucht, bei denen man die Bauweise hoffentlich besser erkennen kann.
Grundsätzlich mache ich die Schwellen, zwischen denen die Verbindungen der Zungen zur Stellschwelle gehen, etwas länger. Die "Stellschwelle" selbst ist dann so breit, dass sie von unten auf diesen beiden Schwellen aufliegt und nach dem Verlöten der Verbindungen zu den Zungen nicht entfernbar hin- und hergleiten kann. In dieses Stellteil greift dann auch der (kräftige) Antrieb ein. Wichtig ist natürlich auch, dass diese Stellschwelle die Zungen elektrisch _nicht_ verbindet und deswegen die Trennungen eingeschliffen hat.
Und an die verlängerten Schwellen kann man eine Antriebsatrappe samt Laterne anbauen, wenn man will...

Viele Grüße
Michael


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Hallo nochmal,

um eine weitere Frage zu beantworten: Bei den neueren "Machwerken" sind alle Schwellen aus Platinenmaterial und verlötet, bei den ersten Versuchen habe ich zwischen den Platinenschwellen auch Echtholzschwellen eingesetzt. Von der Stabilität her reicht das auch, allerdings müsste ich mir bei den nichtleitenden Holzschwellen mehr Gedanken machen, wo ich eine elektrische Verbindung brauche und wo sie nicht notwendig ist. Deshalb löte ich alles...
Die Schwellen sind mit einer Mini-Kreissäge aus einer Eurokarte gesägt, absolut gleich sind sie nicht (wozu auch, so wird´s lebendiger), aber bisher hat das noch keiner bemerkt

Viele Grüße
Michael

Und noch einmal hallo,

die Weichen sind normalerweise mit einer "Grundstellung" gebaut, d.h.ohne Antrieb haben die eine Fahrtrichtung "fest programmiert" (mehr oder weniger... ). Ein Antrieb braucht also wenig Kraft zum Festhalten in der Grundposition (eigentlich nur zum Korrigieren evtl. Ungenauigkeiten, also wenn die Zunge nicht ganz anliegt) und deutlich mehr für die andere Position. Dadurch, dass ich die Zungen als "Federzungen" baue, ergibt sich das zwangsläufig von alleine.
Anfangs habe ich auch mal beide Zungen anliegend bzw. abliegend (ohne Antrieb und Stellschwelle) gebaut. Die Grundstellung "keine Fahrtrichtung" fand ich dann aber nicht so gut, macht das Testen ohne Antrieb schwieriger...
Meistens mache ich mir schon Gedanken, welcher Fahrweg häufiger befahren werden soll -- das nehme ich dann als Grundstellung beim Bau. Aber manchmal auch nicht...
Und um gleich weiteren Fragen zuvor zu kommen: Nein, ich habe mich noch nicht entschieden, welchen Antrieb ich nehme. Die MTB-Serie gefällt mir gut, irgendein Motorantrieb wird es aber sicher. Bei Servos müsste ich die Totpunkt-Mechanik von maNNikla verwenden -- sonst brauchen die zuviel "Saft". Ist aber auch eine Option.

Viele Grüße
Michael

Weiß eigentlich jemand, wo man solche Schwellen auch fertig gesägt bekommt, meinetwegen als Streifenmaterial?
Und wie sieht es mit Gleisbaulehren (Abstandshaltern) aus, wo kann man so was bekommen?

Hallo Sven,

Früher (bestimmt schon 10 Jahre her) gab es lange Streifen (2 mm breit) für Schwellen zum selbst Ablängen beim H0pur-Shop; leider sind sie da nicht mehr gelistet.
Bei der 2mm Association findet man "Sleepers" (Schwellen) im Shop:
http://www.2mm.org.uk/products/shops.php?shop_num=1
Ich weiß aber nicht, ob man da mittlerweile was bestellen kann, ohne Mitglied zu sein... (*)
Deshalb habe ich mir die Schwellen selber gesägt.

Bzgl. der zweiten Frage weiß ich jetzt nicht, was Du genau meinst: Abstandshalter für die beiden Schienenprofile eines Gleises oder das Maß für den Abstand zwischen zwei Gleisen.
Ich nehme für die Profile gern Flexgleisklammern, da ist der Abstand zwischen den Profilen vorgegeben. Ansonsten habe ich mir selber was gebaut...

Viele Grüße
Michael

(*) EDIT: gerade gelesen, ist leider immer noch so -- nur für Mitglieder

Hallo Sven,

Spurlehren und Schwellenroste gibt es bei raw-nette.de,
Schwellen und Schienenprofile sowie sonst einiges Zubehör bei Marsilius Trains,
oder Hobby Ecke Schuhmacher.
Bei Marsilius geht die Bestellung immer recht flott voran, Spurlehren würde ich von Emmerman(raw-nette) empfehlen.

Viele Grüße
Michael (noch einer haha)


Hallo Michael,

die Konstruktion #7 ist ja mal kreativ! Man könnte sie auf eine symmetrische Dreiwegweiche erweitern. Interessante Idee, praktisch die Weiche als Schiebebühne zu benutzen...

Viele Grüße
Frank

Hallo Frank,

das mit der Dreiwegweiche habe ich mir auch schon überlegt; aber dann ginge der Vorteil des "festen Anschlags" (nur zwei feste Positionen) verloren.
Eine andere Überlegung war, das dreidimensional zu bauen, also ein Träger (im Schnitt ein Trapez), der auf der schmalen Oberseite die Gerade hat und durch eine Drehung um die Längsachse um 30° nach rechts oder links jeweils eine Kurve nach rechts oder links "eindreht". Da gäbe es zwei Anschläge nach rechts und links, die Mitte könnte durch eine Art Klemme dann waagerecht ausgerichtet werden.
Ist aber bei der Idee geblieben...

Nochwas zu meinen Werkzeugen:
Die Klemmen sind von Peter Post, bis auf die eine, die über ein Profil gesetzt werden kann (da ist die Mitte frei) -- das habe ich selbst gebaut.
Die Abstandshalter sind ebenfalls selbst gefeilt. Die 0,9mm-Bleche haben sich bei den Herzstücken und Radlenkern sehr bewährt.
Und der gelbe Haken ist aus einer Kehrmaschienenbürste (auf der Straße gefunden), der geknickte Teil ist zum Drunterschieben, wenn man eine Lötstelle angeschmolzen hat. Das ist aus Stahl und lässt sich dehalb nicht verlöten -- sehr nützliches Teil, wenn man mal ein Profil falsch gesetzt hat...

Viele Grüße
Michael


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