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Minitrix MaK Diesellokomotive 1206, verschiedene Versionen, mit Lichtumbau

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Überblick

Decoder: MX620N
Digitalformat: DCC
Schnittstelle: Ja
Fräsarbeiten: Nein

Allgemein, Vorbermerkungen

Das Modell verfügt bereits über eine Schnittstelle, allerdings ist diese mit zwei Problemen behaftet:

  1. Ansteuerung der Beleuchtung

    Das Modell hat eine rot/weiße (oder genauer gesagt rot/gelbe) Beleuchtung eingebaut - es wäre daher wünschenswert, diese einseitig schalten zu können, was aber über die sechspolige Normschnittstelle nicht möglich ist.

  2. Transistorschaltung für Analogbetrieb

    Die Beleuchtung ist mittels LEDs realisiert, die allerdings nicht einfach mittels Vorwiderständen auf die Schnittstelle geführt sind, sondern (wohl für den Analogbetrieb) an einer Transistorschaltung angeschlossen wurden. Wie schon bei anderen Trix-Modellen ist diese Schaltung fehlerhaft dimensioniert, so dass die LEDs im Digitalbetrieb teilweise auch bei ausgeschalteter Beleuchtung schwach leuchten.

Öffnen des Modells

Das Öffnen erfolgt entsprechend der beigelegten Anleitung. Das Oberteil wird über vier Klipse gehalten. Es werden nur die Vorbauten und das Führerhaus abgehoben, der Umlaufrahmen und die Geländer verbleiben am Fahrgestell. Beim Öffnen ist etwas Vorsicht angeraten, da das Gehäuseoberteil sehr fest sitzt und die Klipse beim Abnehmen leicht beschädigt werden können.

Decodereinbau

Damit die Beleuchtung einseitig angesteuert werden kann, wird ein Decoder mit vier Funktionsausgängen benötigt. Meine Wahl ist auch bei diesem Umbau wieder auf den Zimo MX620N gefallen, da er RailCom und Lenz ABC unterstützt und problemlos in das Modell passt.

Bevor die Verkabelung geändert wird, sollte der Decoder eingesteckt werden. Der Decoder überragt zwar die Platine etwas, was für die Änderung der Verkabelung von Vorteil ist, passt aber bequem in den zur Verfügung stehenden Platz.

Minitrix MAK 1206

Umrüstung der Verkabelung

Es ist schon erstaunlich, was für einen Kabelverhau Trix in diesem Modell untergebracht hat. Ich musste daher etwas suchen, ehe ich die richtigen Punkte für die Änderungen gefunden hatte. Tatsächlich ist es möglich, nur durch die Änderung der Verkabelung die einseitige Beleuchtung und die Umgehung der fehlerhaften Transistorschaltung zu erreichen. Damit kann im Falle eines Defektes der Originalzustand wieder hergestellt werden.

Bei den folgenden Arbeiten sollte - obwohl sie an sich recht einfach sind - mit besonderer Sorgfalt vorgegangen werden, da Trix die LED-Chips auf die Beleuchtungsplatinen gebondet hat und diese nur durch die schwarzen Kunststoffaufsätze, die auch als Lichtkanal dienen, etwas geschützt hat. Eine Zerstörung durch falschen Anschluss ist dagegen weniger wahrscheinlich, da die Vorwiderstände für die LEDs bereits auf der Beleuchtungsplatine untergebracht wurden. Trotzdem: Die folgenden Lötarbeiten gehen mit dem Verlust der Garantie einher und geschehen ausschließlich auf eigene Gefahr!

Für die Änderung der Beschaltung der hinteren Beleuchtung wird die hintere Beleuchtungsplatine aus ihrer Halterung herausgenommen und die Platine mit dem Decoder aus den beiden Stromversorgungsbuchsen (Leitungen vom Drehgestell) ausgesteckt. Die Platine kann dann "auf den Rücken" gelegt werden (siehe Bild - hier sieht man die Unterseite der Platine).

Minitrix MAK 1206

Zwei Kabel werden von den entsprechenden Lötpunkten auf der Unterseite der Platine abgelötet und dann direkt an die Funktionsausgänge des Decoders angelötet (siehe gelbe und rote Kreise - die jeweils linken Kreise sind die Lötpunkte am Decoder).
Achtung: Die Anschlusskabel vom Drehgestell (rot und braun) werden durch Kerben in der Platine (im Bild auf Höhe der Pinzette) auf die Oberseite der Platine geführt und liegen dann zwischen Decoder und Platine. Dies ist bei der Montage zu beachten, da die Kabel sonst später im Weg sind.

Leider besteht auch nach dieser Änderung noch ein Einfluss der hinteren weißen Beleuchtung auf die rote vordere Beleuchtung. Daher wird auch bei den roten LEDs vorne die Verkabelung aufgetrennt. Dazu werden die Kabel von der Decoder-Schnittstelle (blauer Kreis rechts unten im nächsten Bild) und von der vorderen Beleuchtungsplatine (blauer Kreis links unten) abgelötet und beide Kabelenden direkt miteinander verlötet (oberer blauer Kreis) - es besteht dann keine Verbindung mehr mit der Platine! Diese Verbindung muss noch mit etwas Kaptonband oder einem dünnen Isolierschlauch isoliert werden, damit es nach dem Zusammenbau keine Kurzschlüsse geben kann (im Foto liegt die Verbindung noch offen).

Minitrix MAK 1206

Programmierung

Im folgenden habe ich die geänderten CVs zusammengestellt. Meine Erfahrung ist, dass sich die Regelungscharakteristik verschlechtert, wenn die absolute Regelungsreferenz (CV57) verwendet wird. Daher sind alle Werte auf den Betrieb bei 18 V und relativer Regelungsreferenz ausgelegt. Wird die Lok bei geringerer Spannung betrieben, müssen CV5/CV6 (Maximal-/Mittengeschwindigkeit) und CV60 (Dimmung) angepasst werden. Bei der Dimmung ist zu beachten, dass ich das weiße Licht mit voller Helligkeit betreibe, die rote Beleuchtung aber stark gedimmt (Dimmung, CV60 und Dimm-Maske, CV114). Bei der Einstellung CV124=82 werden beim Aktivieren des Rangiergangs auch die Beschleunigungs- und Verzögerungswerte geviertelt, so dass die Lok schneller reagiert. Wer das nicht möchte, wählt bitte CV124=16.

Die folgende Liste enthält die Werte, wie ich sie bei meinem Modell eingestellt habe (sicherlich ist noch die eine oder andere Verbesserung möglich):

CV Wert   CV Wert   CV Wert   CV Wert
2 5   27 1   56 55   121 11
3 30   28 7   57 0   122 11
4 30   29 42   58 225   123 0
5 140   33 1   60 50   124 82
6 95   34 2         125 1
9 82   35 12   114 9   126 2
      36 - 46 0         127 1
                  128 2
                  129 - 132 0


Hierbei steuern F0 das Licht vorne, F1 das Licht hinten und F3 den Rangiergang an.

Hinweis: Mit einem Klick auf die Fotos erhalten sie größere Bilder, auf denen die eingezeichneten Punkte besser zu sehen sind.

Danke an Torsten Lang für die Zusendung.


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